Zu dritt kamen wir um ca. 18:00 beim Whisky-Schiff an, welches sich tollerweise gleich beim Bahnhof Luzern befand. Eintritt kostete 10 CHF, plus 3 CHF für ein Tastingglas, sowie 1 CHF pro Jeton, mit welchen man die Degustationen bezahlte. “Whisky-Schiff” ist eigentlich der falsche Begriff, richtigerweise müsste es “Whisky-Schiffe” heissen, da sich die ganze Veranstaltung über drei Schiffe erstreckte, welche man bequem über kleine Stege erreichte.
Als wir ankamen waren die Schiffe schon relativ gut besucht und ich war erstaunt, neben uns selbst, soviele Junge Leute anzutreffen. Hätte ich nicht gedacht. Neben dem Degustieren von Whisky, befand sich auf einem Schiff eine Raucherlounge, auf wieder einem anderen ein Restaurant sowie Whisky-Glace. Desweiteren konnte man sich an verschiedenen Grilladen gütlich tun. Anders als an der Spiritissima, an welcher neben Whisky auch andere Produkte, wie Cognac, Rum und verschiedene Liköre angeboten wurden, konzentriete man sich hier primär auf Whisky. Rum konnte man zwar an 1-2 Ständen degustieren. Das wars dann aber auch.
Erwähnenswert waren allerdings die verschiedenen schottischen “Ales”, welche ebenso angeboten wurden.
Preislich war das Ganze sehr fair. Standardabfüllungen kosteten zwischen 1 – 3 CHF für 1cl. Wer wollte, konnte natürlich auch speziellere/ältere Abfüllung verkosten, welche dann auch bis ca. 50 CHF kosteten (war zumindest das Teuerste was ich fand). Geld habe ich trotzdem genug liegen gelassen…
Ich empfand auch die Stimmung als sehr gemütlich, man fühlte sich wohl und wurde von den Ausstellern auch beraten, wenn man z.t. etwas ratlos vor den Flaschen stand und sich nicht entscheiden konnte. Einige nahmen sich mehr Zeit, einige weniger. Positiv hervorheben muss ich hier die Leute von Glen Fahrn.
Ich werde nächstes Jahr auf jeden Fall wieder nach Luzern reisen!
Zum Schluss möchte ich noch ein paar Produkte erwähnen, die mir besonders gefallen haben.
Tamdhu 34y
34 Jahre verbrachte dieser Single Malt im Fass und besitzt als “Cask-Strength” nur noch knapp über 40 Volumenprozent. Ein milder Speyside Malt, der in der Nase leicht salzig und würzig ist. Am Gaumen süss, nach Beeren duftend und ein Anflug von Banane.
Glencadam 10y
Der Geruch von reifen Bananen erschlug mich hier fast. Dachte eigentlich, dass ich diese Art von Single Malt nicht mag, so kann man sich irren. Der Geruch nach reifen Bananen setzt sich auch am Gaumen fort. Dazu gesellt sich eine leichte Honignote, sowie ein Geschmack von Blumen (genauer kann ich es auch nicht definieren
)
Glenmorangie Signet
Die zehnjährige Standardabfüllung von Glenmorangie mag ich ja überhaupt nicht, aber vom Signet habe ich schon viel gutes gehört. Die Abfüllung schmeckt sehr stark nach Kakao und bitterer, dunkler Schokolade. Ein interessantes Erlebnis, welches mit über 200 CHF aber relativ teuer ist. Das Preisleistungsverhältnis empfinde ich ehrlichgesagt, nicht gerade als gut. Aber das ist wohl Geschmackssache.
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