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SwissBarAwards

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Am 22. September fanden am Abend die SwissBarAwards im Bolero in Winterthur statt. Prämiert wurden neben dem Bartender of the year, auch das beste Bar Menue, die beste Newcomer Bar sowie die beste Longseller Bar.

Zuerst ging es darum den Bartender of the year zu küren. Dazu wurden jeweils zwei Barkeeper gleichzeitig auf die Bühne gebeten und mussten ihren Drink innerhalb eines Zeitlimits fertigstellen. Dabei wurden sie einerseits von einer technischen Jury beobachtet und andereseits von einer Tasting-Jury bewertet (dies allerdings hinter der Bühne).
Sehr befremdlich war allerdings, dass das Publikum hier noch Einfluss nehmen konnte und zwar mit sogenannten “Sympathiepunkten”. Jeder Gast hatte zu Beginn mehrere Pokerchips erhalten, welcher er dann “seinen” seinem Favoriten geben konnte bzw. in dessen “Urne” legen konnte. Keine Ahnung was das in diesem Wettbewerb zu suchen hat.

Erstmal möchte ich den Teilnehmenden Barkeepern meine Respekt ausdrücken, es ist sicherlich nicht einfach vor der Kamera, so vielen Leuten und einer beobachtenden Jury zu arbeiten.

Kurzporträts der sechs Finalisten findet ihr auf der Seite der SwissBarAwards

Insgesamt sechs Barkeeper traten an (einer war krank), was somit 3 Durchgänge ergab. So, dann ging es also los. Die ersten beiden Barkeeper wussten leider den Namen ihres Drinks nicht mehr. Aufregung, Stress? Keine Ahnung, weiters möchte ich dies auch nicht kommentieren. Die Cocktails waren so wie ich sie erwartet hatte. Longdrinks, die alle wunderschön farbig aussehen und eine tolle (sehr umfangreiche) Deko besassen. Cocktail Bitters oder etwas speziellere Zutaten suchte man vergebens. Wie auch beim Grand Prix Havana 2009 wusste ich auch hier nicht was die Vorgaben waren. Das Ergebnis waren 6 Longdrinks. Sollte die Vorgabe gewesen sein “kreeirt einen Longdrink”, dann kann man hier den Probanden gar keinen Vorwurf machen, den Veranstalter müsste ich allerdings fragen, warum man hier nur auf fruchtige/saftige Longdrinks setzt. Unsere nördlichen Nachbarn z.b. sind hier doch auch etwas weiter. Nördliche Nachbarn waren dann auch gleich dreimal vertreten. Die Rezepturen unterschieden sich allerdings nicht von den anderen Barkeepern.

Schlussendlich machte Maurizio Cassaro aus dem Hotel Eden Roc in Ascona das Rennen.

Als kleines Zwischenprogramm bot Levent Yilmaz eine beindruckende Flairtending-Show. Flairtending ist zwar überhaupt nicht mein Ding, aber das Gebotene war wirklich toll anzusehen.

In den anderen Kategorien wurden folgende Bars ausgezeichnet:

Best Newcomer Bar: Suite, Luzern
Best Bar Menue: Seminarhotel Sempachersee, Nottwil
Best Longseller Bar: Widder Bar, Zürich

Unverständlich, dass diese Informationen noch nicht auf den Seiten von SwissBarAwards oder Bar News veröffentlich wurde. Die neuen Medien sind dazu da, um benutzt zu werden. Eine Website muss nicht nur eine statische Informationsquelle sein!
Es kann natürlich sein, dass man einfach die nächste Ausgabe der Bar News abwarten will, was die Sache nicht eben verständlicher macht.

Die Location, also der Bolero Club, war zwar sehr schön gestylt mit gemütlichem Interieur, das Preis/Leistungsverhältnis ist aber leider nicht gerade toll.

Mein Fazit des Abends: In der Schweiz gibt es wohl noch einiges zu tun. Ich war vom Abend enttäuscht. Man scheint auch im Barbereich das leidige Konzept “Hauptsache Schein, Sein ist unwichtig” zu leben.

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swissBARworld

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Eingang SwissBarWorldVom 21. September bis zum 22. September fand in Winterthur die erste SwissBarWorld statt. Die Messe ist, anders als der BCB in Berlin, nur für Fachpublikum geöffnet. Neben verschiedenen Ausstellern fand man als Besucher auch eine Showbühne, eine Tasting Area sowie ein Forum vor.

Vortrag von Markus Blattner

Mit etwas Verspätung öffnete die Messe um ca. 11:30 und es ging sogleich los mit einem Vortrag von Markus Blattner aus der Widderbar, der auf der Showbühne in Vergessenheit geratene Spirituosen und Cocktails vorstellte. Unter anderem wurde Old Tom Gin, Chartreuse und Weisflog Bitter vorgestellt. Weisflog Bitter wurde im 19. Jh. vom deutschen Arzt Gustav Erdmann Weisflog in Zürich erfunden. Eigentlich war es es als Bitter gegen Magenversäuerung gedacht, aber wie das halt so ist, wurde diese “Medizin” schnell als Apéritif entdeckt. Zum Schluss stellte Markus Blattner noch einige alte Cocktailshaker vor, deren Funktionsweise z.t. doch sehr interessant war. Wer sich für Cocktailshaker interessiert, sollte mal bei Shakerliebe vorbei schauen.
Sehr interessanter Vortrag!

Beim umherschlendern in den Hallen der Messe merkte man relativ schnell, dass die ganze Messe relativ klein war. Sowohl Platz- als auch Besuchermässig. Eigentlich sehr angenehm, hatte man doch immer genug Platz um sich ungestört irgendwo hinzubewegen.

Barfood

Als zweites schaute ich mir den Vortrag über Barverpflegung an, welche von zwei Köchen vorgestellt wurde. Hier wurde sehr viel Show, inklusive Gesangseinlage, geboten und einige interessante Kreationen vorgestellt (Sauerkraut mit Curry). Bei einigen war ich mir allerdings nicht ganz sicher, ob die tatsächlich in eine Bar passen.

Wildfrucht-Tasting

Um ca. 13:30 wurde in der Tasting Area ein Tasting mit schweizer Wildfruchtdestillate durchgeführt. Das konnte ich mir nicht entgehen lassen. Leider füllten sich die verfügbaren Plätze nur sehr zögerlich. Ob diese Brände zu speziell sind? Das Wodka Tasting vorher war doch sehr gut gefüllt…
Wie auch immer: Das Tasting war für mich einer der Höhepunkte der Messe. Hansjörg Zehnder vom schweizer Schnaps-Forum führte durch das interessante Tasting, welches auch 6 verschiedenen Destillaten bestand. Ganz toll fand ich, dass wir umfangreiche Informationen zu Wildfrüchten allgemein, sowie Bezugsadressen zu den verkosteten Destillaten ausgehändigt bekamen. Das hätte ich mir auch an anderen Stellen gewünscht. Verkostet wurde Schlehe, Zibarte (eine Wildpflaume), Wildkirsche, Sureau (schwarzer Holunder), Kornelkirsche, Wilde Vogelbeere. Während die ersten drei Brände eher mild daherkamen, waren die letzten drei doch eher wuchtig und intensiv. Insbesondere die Kornelkirsche roch ziemlich ungeniessbar (Brennsprit), entfaltete im Mund aber interessante und leckere Noten. Begeistert war ich auch vom Brand der Wildkirsche. Aber auch die leider unverkäufliche Vogelbeere schmeckte mit ihre sehr grünen Noten interessant. Da die Brände alle von kleinen Destillerien hergestellt werden, haben die Produkte natürlich ihren Preis.

Choctails

Auf der Showbühne präsentierte Stefan Stevancsec ChocTails, also Cocktails mit Schokolade. Eine interessante Präsentation, die nicht nur Cockails beleuchtete, sondern auch Schokolade und damit verbundene Trends beleuchtete.
Natürlich wurde die Zeit auch genutzt um den neuen Mozart Dry, einen klaren Schokoladenbrand, vorzustellen, ein Produkt, dass ich mir sicherlich kaufen werde :)

Rum-Tasting

Und wieder ein Tasting: Diesmal Rum mit Jürgen Deibel. Auch hier wurden wieder sechs Proben verkostet, diesmal aber blind. Die Teilnehmer sollten zusammen erraten, um welche Rums es sich jeweils handelte. Aufgelöst wurde am Schluss. Spannende Sache (auch wenn meine persönliche Trefferquote nicht so berauschend war, aber daran lässt sich ja noch arbeiten ;) ), insbesondere Jürgen Diebel hat mich mit seinem Fachwissen nachhaltig beeindruckt!

Avantgarde Drinks

Wer ruht der rastet und deshalb gings gleich zurück zur Showbühne, wo sogenannte Avantgarde Drinks präsentiert wurden. Avantgarde Drinks sind nichts anderes als molekulare Cocktails. “Als Evolution” wurde diese Art von Drinks angepriesen, eine Meinung, die ich nicht teilen kann. Ich habe da jeweils das Gefühl, dass es mehr um Schein als um Sein geht. Nach wenigen Minuten verliess ich die Präsentation mangels Interesse und ging was essen.

Pisco-Tasting

Als Abschluss der Tastings fand ein Pisco-Tasting statt und da ich eigentlich keine Ahnung von Pisco hatte, nahm ich natürlich auch hier teil. Wiederum führte Jürgen Deibel durch das Tasting. Insgesamt wurden hier nur drei Proben verkostet. Auch dieses Tasting war wieder unheimlich informativ.

Eigentlich wollte ich dann noch das Forum besuchen, um mir Michael Zotters Vortrag über Online Medien anzuhören. Durch die Verspätung überschnitten sich das Tasting und der Vortrag, so dass ich diese Veranstaltung verpasste. Leider!

Grand Prix Havana Club 2009

Grandprix Havana Club 2009

Um 17:00 war dann eigentlich fertig für heute bzw. es war der Beginn des Grand Prix Havana Club 2009 Finales. Die erste Runde aus vier Finalisten verpasste ich. Im Nachhinen nicht besonders tragisch.
Ich weiss ja nicht was die Vorgaben waren, aber jeder der vier Finalisten aus dem zweiten Durchgang präsentierten einen Longdrink mit etwas Spirituosen und ganz viel Fruchtsaft oder sonstigen Fillern (so ab ca 12cl). In 3 von 4 Fällen mit Maracuja bzw. eine Orangensaft/Maracuja Mix (bitte korrigiert mich, wenn mich hier irre). Die Situation, welche in Deutschland immer wieder kritisiert wird, lässt sich anscheinend auch auf die Schweiz übertragen. Irgendwie ist in den Köpfen immer noch verankert, dass ein Cocktail zwingend fruchtig sein muss. Natürlich kann dies lecker sein, aber, dass gerade 100% der Teilnehmer solche Drinks kreeiren, zeugt nicht gerade von Inovation, schade.

Schlussbemerkung

Ich empfand die erste SwissBarWorld als gelungen. Mann kann sich jetzt natürlich fragen, ob es Sinn macht, Leute aus dem Hobbybereich auszuklammern. Auf der einen Seite wären diese Leute doch ein schöner Farbtupfer, auf der anderen Seite aber, wächst das Risiko eines Sauftourismus. An an der SwissBarWorld wurde viel gratis angeboten, was an einer öffentlichen Messe wohl kaum funktionieren geschweige denn wirtschaftlich wäre. Ein bisschen entäuscht bin ich von der Kommunikation. Wir befinden uns mittlerweile im 21. Jahrhundert, die neuen Medien haben sich etabliert und trotzdem findet man nirgends einen Hinweis darauf, wer jetzt denn Grand Prix Havana Club 2009 gewonnen hat. Für mich gerade in der heutigen Zeit unverständlich. Insgesamt war die Messe aber interessant, auch wenn merkte, dass z.b. Deutschland mit der Barkultur schon etwas weiter ist.

Eingang SwissBarWorld

Im nächste Beitrag werde ich von den SwissBarAwards berichten

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Fentimans Produkte in der Schweiz erhältlich

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Auf der Suche nach Bezugsquellen für Fentimans Ginger Beer und Tonic Water bin ich über silverspirits.ch gestossen.
Mixology Abonenten kennen diesen Shop bereits, da er in der Ausgabe 1/09 vorgestellt wurde. Zu dieser Zeit war ich noch kein Abonent und wusste dementsprechend nichts davon, umso erfreuter war ich.
Den Mixology Artikel findet ihr ansonsten auch hier.

Einzige Bestellmöglichkeit ist per Email was auch zügig und freundlich funktioniert. Die Flaschen (125ml) können nicht einzeln, sondern nur in 24-er Kartons für je 54 CHF gekauft werden. Das klingt jetzt zwar mengen- und preismässig nach viel für Tonic Water, aber es lohnt sich definitiv und 24 Flaschen sind auch nicht zuviel ;)

Wer nicht gleich einen ganzen Karton bestellen will, findet die Produkte auch unter http://www.pernet-comestibles.ch/index.php?id=98. Allerdings etwas teurer und mit 15 CHF Versandkosten

Was ist Ginger Beer?

Ginger Beer ist ein kohlesäurehaltiger (normalerweise) Soft Drink, der, wie der Name vermuten lässt, unter anderem stark nach Ingwer schmeckt. Fentimans Ginger Beer besitzt ausserdem eine ausgeprägte Kräuternote.
Erfunden wurde diese Getränk bereits 1700 in England. Mehr zu Ginger Beer findet ihr in der Wikipedia.

Doch für was überhaupt Ginger Beer kaufen?
Einerseits kann man es natürlich pur trinken, aber genial wird das Ganze erst als Dark & Stormy

Dark & Stormy

  • 6cl dunkler Rum (Goslings Black Seal)
  • 10-12cl Fentimans Ginger Beer
  • bei Bedarf etwas Limettensaft

Die Mischung im Tumbler auf Eis servieren (built in glass)

Was ist Tonic Water?

Jeder kennt wahrscheinlich das Tonic Water von Schweppes mit seiner ausgeprägten bitteren Geschmack, der vom Chinin herrührt (welches übrigens unter UV-Licht leuchtet ;) ). Genau wie das Ginger Beer (0.5%) von Fentimans ist Tonic Water alkoholfrei und der bekannteste Drink mit Tonic Water dürfte der Gin Tonic sein, dem ich bisher viel zu wenig Aufmerksamkeit schenkte. Definitiv ein Fehler. Ich mag meine Gin Tonic im Verhältnis 1:3 und als Gin gefällt mir der Whitley Neill ausserordentlich gut.

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