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Flattr und weitere Dinge

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Nerds und Geeks kennen flattr sicher schon länger, geistert dieser Social Payment Dienst doch bereits seit Anfangs Jahr durchs Internet. Im Moment befindet sich immer noch in der Betaphase.

Jeder angemeldete User definiert einen gewissen monatlichen Betrag (zwischen 2 und 500 100* Euro), den er benutzen kann, um Blogbeiträge etc. andere User zu “flattrn”. Das funktioniert ähnlich wie die “Gefällt mir” Funktion von Facebook.
Am Schluss jedes Monats wird der einbezahlte Beitrag unter allen Usern verteilt, dessen Beiträge man “geflattrt” hat. Umgekehrt erhält man natürlich auch Geld von anderen Usern. Die Transaktionen werden entweder per paypal oder moneybookers vorgenommen.

Bevor ich jetzt lang und breit erzähle, was andere schon lange getan haben, hier das offizielle Erklärungsvideo von flattr.

Mir ist natürlich klar, dass ich mit flattr nicht reich werden kann. Das ist aber auch nicht das Ziel.
Vielmehr gefällt mir die Philosophie hinter flattr. Ich kann, muss aber nicht, für einzelne Texte/Bilder etc. Geld bezahlen und so meine Wertschätzung ausdrücken.
Gerade auch in Zeiten in den das Urheberrecht heftig diskutiert wird und eine Reformierung ebendieses immer lauter gefordert wird, könnte das Prinzip von flattr wegweisend oder zumindest ein Fingerzeig in die korrekte Richtung sein.
Einige Musiker haben so bereits ihr Platten finanziert (nicht mit flattr, aber mit diesem Prinzip), was ja ganz erstaunlich ist, wenn man sich das Gejammere der grossen Publisher anhört.

Natürlich werde ich und wohl auch die meisten anderen einen Blog auch nicht nur annäherend finanzieren können mit flattr. Aber ich sehe diese Plattform als eher Experiment an und deshalb findet ihr den flattr-Button unter jedem Beitrag auf swisscocktailblog.ch

Folgende Invite-Codes kann ich euch noch anbieten “dä schnäller isch de gschwinder” ;)

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Produktesuche

Ich werde die Produktesuche bis auf weiteres einstellen. Der Aufwand ist im Moment einfach zu gross.
Auf smartwine.ch findet ihr aber eine weitere Produktesuche.

*Es sind nur 100 Euro, irgendwie habe ich das was durcheinander gebracht. Man kann maximal 500 Euro pro Überweisung einzahlen Danke an Thilo für den Hinweis

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Padovani

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Es gibt Drinks, welche zutatenmässig, im Vergleich zu anderen Cocktails, geradzu bestechend simpel sind. Das heisst nicht, dass sie einfach herzustellen sind oder, dass sie einfach/eindimensional schmecken. Richtig gemacht, ist das Gegenteil der Fall, den gerade die Beschränkung auf wenige Zutaten lässt der Grundspirituose besonders viel Platz zur Entfaltung und erlaubt es dem Gaumen Unterschiede zwischen den verschiedenen Produkten einfacher zu unterscheiden
Der Gin-Tonic ist ein bekannter Vertreter dieser Gattung und wird von vielen Leuten verwenden, um verschiedene Gins im Cocktail kennenzulernnen.
Die Zutaten dafür: Gin und Tonic Water.

Kommen wir nun aber zum Kern dieses Beitrags: Der Padovani.
Den Padovani entdeckte ich das erste Mal im Diffords Guide #7. Benannt ist dieser Drink nach Xavier Padovani, einem der Traveling Mixologists und Brand Ambassador von Hendrik’s Gin.

Padovani

Padovani

Im Originalrezept wird nach gleichen Teilen Scotch Whisky und St. Germain Elderflower Liquor. Als Garnitur wird eine Zitronenzeste vorgeschlagen.
Wie bei fast allen Rezepten, welche Scotch Whisky verlangen, wird nicht spezifiert welche Art man damit meint. Passt ein fruchtiger Malt, ein süsser oder gar ein Rauchiger? Im Difford’s Guide wurden alle Scotch Rezepte mit Famous Grouse Blend gemacht.

Das Rezept liest sich zwar sehr interessant, aber das Verhältnis 1:1 lässt dem Whisky in den meisten Fällen fast keine Chance. Ich persönlich finde, dass ein Verhältnis von 4:1 (Whisky:Likör) ein sehr geeignetes Grundrezept ist. Je nach Whisky kann man den Liköranteil erhöhen oder veringern.
Eine Garnitur würde ich weglassen.

Ebenso ersetze ich den Blended Scotch durch Single Malt, was einige Puristen jetzt wahrscheinlich gequält aufstöhnen lassen wird. Aber es muss ja nicht der Nonplusultra Malt für 300 CHF sein.
Es funktioniert auch nicht mit jedem Whisky. Gerade filigrane Whiskys würde ich nicht vermixen, da man hier den Liköranteil so weit reduzieren muss, bis man den Whisky auch pur trinken könnte.

Sehr gut funktioniert der Old Pulteney 12y, für wenig Geld bekommt man hier einen wunderschönen Malt, den ich bereits einmal vorgestellt habe. Im Padovani glänzt er vor allem mit einer schönen Bananennote.  Allgemein gilt: fruchtige Whiskys funktionieren relativ gut.
Auch sherrybetonte Whisky wie ein Mortlach 16 oder ein Bowmore 15 darkest, der auch noch schöne Rauchnoten mit sich bringt, funktionieren hier und ergeben ein eher spezielles Gesamtergebnis. Man sollte sich aber bewusst sein, dass der Sherry bei weitem nicht so präsent sein wird, wie beim Purgenuss. Ich hatte das Gefühl, dass die Sherrynoten besonders empfindlich sind.

Wer jetzt glaubt, dass rauchige Whiskys hier nicht funktionieren (wie ich es zu Beginn tat), täuscht sich gewaltig. Ein Smokehead (was der genau drin hat, weiss ja niemand so genau) macht einen wunderbar rauchigen Padovani, der vom Holunderblütenlikör unterstützt wird. Aber auch ein Laphroaig oder ein Ardbeg werden funktionieren. Laphroaig 10y gehört für mich zu den besten Standardabfüllung.

Wer gerne etwas schweizerisch bleibt, greift zu einem Säntis Single Malt. Hier ist aber Vorsicht mit dem Holunderblütenlikör geboten, da der Whisky (in Bierfässern ausgebaut) selbst schon sehr süss daherkommt.

Obige Whiskys sind natürlich nur Vorschläge, testet einfach selbst.

Hier das Rezept wie ich einen Padovani mache.

  • 4cl Whisky
  • 1cl St. Germain Elderflower Liquor

Im Tumbler aufbauen und verrühren. Prost!

P.S.
St Germain Likör gibt es bei ullrich.ch oder bei Jelmoli

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