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Cocktails lernen: Wie geht’s?

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Lernen ist schwierig. Das Gelernte zu verstehen und anzuwenden, jedoch angenehm. Wissen ist Macht, Cocktails bilden da keine Ausnahme. Ich spreche bewusst von Verstehen, denn der Unterschied zum nur gelernten Wissen ist enorm.

Verstehen heisst wissen, wie, was und warum etwas passiert. Dieses Verständnis ist ein lohnendes Ziel, der Weg dazu ein steiniger und langer. In einem ersten Schritt muss die Vorgehensweise durchdacht sein, wir setzen also –im metaphorischen Sinne- langsam einen Fuss vor den anderen. Konkret heisst dies: nicht unnützerweise und grob hastend ellenlange Listen von Cocktail-Rezepten auswendig lernen, sondern sich erst einmal ruhig hinsetzen. Denn Auswendiglernen von Drinks nützt erst einmal wenig, um das Ziel zu erreichen. Gehen wir’s also locker an, fangen wir von vorne an!

Zuerst verschaffen wir uns einen Überblick. So stecken wir das Feld des bereits vorhandenen schon einmal ab und definieren, wo sich unser Ziel genau befindet. Eine geeignete Grundlage, um uns einen Überblick zu erleichtern, verschafft uns die Literatur. Ein kurzer Blick in den ersten Band des „Cocktailian“ offenbart folgendes:

In diesem hervorragenden Buch sind die Drinks systematisch nach Arten geordnet. So finden sich etwa „Batida“, „Fizz, Collins“, „Flips Eggnogs“ und sogar der „Sour“ bekam eine eigene Rubrik. Zu Beginn des jeweiligen Kapitels findet sich die Formel, die die Kategorie treffend zusammenfasst. Bei Batida etwa „Spirituose, frische Früchte und Zuckerquelle“. Daraus erhellt bereits; Die Kategorie mit der Formel ist wichtig, nicht die einzelnen Rezepte!

Selbstverständlich sind auch andere Systematiken denkbar, wie beispielsweise die Untergliederung des Berufsverbandes der Bartender, die etwa die Gruppen Pre-Dinner, After-Dinner, Long Drink Style, Popular Cocktails und Special Cocktail vorsieht. Diese Gliederung halte ich für problematisch, weil sie den Verwendungszweck in den Vordergrund stellt, und nicht die Zubereitung. Für unser Ziel ist diese Gliederung darum nicht geeignet.

Eine weitere Gliederung könnte man nach Spirituosen vornehmen. Uns hilft diese für unser Unterfangen nicht weiter: Wir wollen nicht einzelne für eine bestimme Spirituose bestimme Drinks mixen, sondern mehr Verständnis erlangen.

Ich möchte hier jedoch nicht den Sinn von Einteilungen diskutieren, sondern in erster Linie Hilfestellungen zu einem Überblick und zu einem erleichterten Lernen bieten.

Wir wissen jetzt also zumindest, dass es eine Vielzahl von Kategorien gibt, um Drinks gegeneinander abgrenzen. Dabei haben wir erkannt, dass eine systematische Gliederung nach Arten des Cocktails ein Lernen vereinfacht. Das Ziel ist damit definiert. Wir versuchen nun herauszufinden, WIE sich die einzelnen Arten voneinander abgrenzen lassen.

Weiter dann im zweiten Teil.

Literatur:
ADAM/HASNEBEIN/HEUSER (Hrsg.), Cocktailian: Das Handbuch zur Bar, Plattenburg 2010

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