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Gents Swiss Roots Tonic Water

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Ein neues Tonic bereichert seit dem 1. Juni den Markt. Und: Die Schweizer haben es erfunden, genauer: Hans Georg Hildebrandt. Offenbar an der Entwicklung mitbeteiligt sind Markus Blattner (Widder-Bar), Patrick Zbinden (Sensoriker) und Ralph Schelling (Spitzenkoch).

Klassisch enthält das Tonic natürlich Chinin. Zusätzlich findet sich darin aber auch ein Extrakt aus den Wurzeln des Gelbem Enzian’s aus dem Jura. Für den Zucker verwendet man Schweizer Rübenzucker und die Zitronen importiert man aus Sizilien.

Am „Gents Swiss Roots Tonic Water“ gefällt Blatter insbesondere die ausgebaute Bitterkeit. Damit „kommt die herbe Raffinesse der Pflanzenauszüge im Gin auf ganz neue Art zur Geltung. Die intensive Perlage der Kohlensäure und das erfrischende Zitronenaroma machen aus jedem Gin & Tonic eine Offenbarung.”

Ob ich mich diesem Urteil anschliessen kann, beweist –wie immer– der Selbstversuch:

Die Flasche wirkt schlicht und klassisch. Auf dem Etikett sehe ich ein mächtiges Schiff, dass offenbar in einem Raum der Sonne entgegenfliegt. Es handelt sich um die “Albatros” aus Jules Vernes Roman “Robur der Eroberer”.

Ich rieche selbstverständlich die herbe Bitterkeit des Chinins und die typische, damit einhergehende Stumpfheit. Pur trinkt es sich gar angenehm. Die Ingredienzien verbinden sich schön und harmonisch miteinander-vielleicht fast zu harmonisch? Weniger begeistert mich die eher sparsam eingesetzte Kohlensäure. Daher mag sich bei mir auch kein Frischegefühl einstellen, das ich allerdings bei einem Gin&Tonic erwarte.

Meine Vorahnung bestätigt sich, als ich das Tonic mit Tanqueray 47 probiere. Wenig prickelt da auf der Zunge und es fehlt an einem entsprechenden Mundgefühl. Allerdings verbinden sich die Aromen von Wacholder, Chinin und Zitronen wirklich schön miteinander. Mir fehlt allerdings das typische Prickel, das -gerade im Sommer- auch mein Bedürfnis nach einem Frischegefühl stillt.

Fazit: Ein schönes Tonic, mit zurückhaltender Süsse und angenehmer Bitterkeit. Harmonisch, floral und leicht würzig. Wenn die Hersteller etwas mehr Kohlensäure verwenden würden, könnte ich mich vollends dafür begeistern.

Quellen:
http://www.gents.ch/
http://www.gents.ch/downloads/medienmitteilung_gents_16052012.pdf

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Matter-Luginbühl und Vermouth

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Kürzlich machte mich Christian Heiss aus der Kronenhallebar unter anderem aufmerksam auf den Vermouth der Spezialitätenbrennerei Matter-Luginbühl. Zu meiner Schande gestehe ich, dass ich ihn nicht kannte. Offenbar hatte ich ihn wegen seines dezenten Erscheinens übersehen. Ein grosser Fehler, wie sich herausstellte!

Matter-Luginbühl ist bereits seit über 90 Jahren auf dem Schweizer Markt präsent. Dass sie die stürmischen 30er und 40er Jahre unversehen überstehen konnten, spricht für sich, und für die Qualität der Produkte.

Die Brennerei findet sich im bernischen Kallnach immer noch in Familienhand. Oliver Matter übernahm 2005 in vierter Generation das Geschäft von seinem Vater.

Als Urprodukt gilt der „Marinazzi Bitter“, der aus über 25 verschiedenen Kräutern und Wurzeln hergestellt wird. Nebst den Klassikern, der sortenreinen Edelbrände wie etwa Pflümli, Apfel oder Zwetschgen, bietet Matter-Luginbühl auch Absinth und diverse Liköre an. Die Bitters bilden hingegen eine eigene Kategorie. Daraus stechen in meinen Augen drei ganz besonders hervor:

Der Cran Classico
Der Kina Lavion d’Or
sowie der Vermouth Dry

Einige Cocktailrezepte finden sich gar auf der Homepage. Dies ist aus der Sicht eines Cocktail-Connaisseurs sehr löblich!. In’s Auge gestochen sind mir dort vor allem der „Kina Vesper“ mit Kina Lavion d’Or und die Negroni-Varianten, wobei jeweils der Campari durch Cran Classico substituiert wird. Auffällig, dass sämtliche Rezepte aus den Vereinigten Staaten zu kommen scheinen, dementsprechend finden sich auch etwas exotische Massangaben.

Der Vermouth trinkt sich pur gar angenehm. Er wirkt sehr harmonisch und das Mundgefühl empfinden wir als rund, mit schönen kräutrig-bitterem Abgang.

Zeit für ein paar schöne trockene Vermouth-Cocktails!

Martini

6cl Gin
2 cl Vermouth Dry
Bitters

Auf Eis rühren und in ein vorgekühltes (!) Martiniglas abseihen. Mit einer Zitronenschale abspritzen

Corps Reviver #2

Sehr wenig Absinth
3cl Vermouth Dry
3cl Gin
3cl Orangenlikör
3cl Zitronensaft

Shaken und in eine gekühlte Cocktailschale abseihen.

Bei diesem Cocktail sind die Proportionen sehr wichtig. Keine Zutat darf dominieren, aber alle sollen schmeckbar sein.


Legende
:

Bild von: http://www.erlebnisbrennerei.ch

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