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Das Barzimmer – Teil 3

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Erstmals bin ich nun überzeugt, dass Maler masochistisch veranlagt sind. Da klebt man zuerst stundenweise Wände mit Zeitung ab, verbraucht meterweise Klebeband nur damit man nachher 15min malen kann. Wenn man dann so begabt ist wie ich, werden natürlich nach dem Malen trotzdem Farbkleckser an den falschen Stellen sein.

Wie auch immer, nachdem ich nun zwei Seiten rot gestrichen hatte, waren nun die restlichen beiden Wände dran. Ich habe mich für die Farbe “Papaya” entschieden, reines Weiss wäre ein zu grosser Kontrast zum Ziegelrot gewesen. Zumindest ist dies der Name, welche OBI ihr gegeben hat. Die Farbe entspricht Weiss mit einem leichten gelb/orange Stich.
Dasselbe Spiel mit Abkleben und Malen also nochmals von vorne beginnen.

Nach dem Malen musste ich noch einige Stellen mit einem kleinen Pinsel korrigieren und ausbessern. Kleiner Tipp deshalb: richtiges Abkleben ist Gold wert!
Als viel grösseres Problem erwies sich aber die rote Farbe. Im Moment sieht man jeden kleinen Strich, zum Beispiel wenn man mit dem Handrücken über die Wand fährt. Auserdem scheint es, als würde die Wand leicht abfärben, sobald man mit einem feuchten Lappen drüber fährt. Das dürfte nicht sein. Hier muss ich OBI kontaktieren.

Der zweite grosse Schritt nach dem Malen war die geeignete Sitzfläche. Schnell war klar, dass ich kaum ein passendes Möbel von der Stange finde. Deshalb entschied ich mich, eine gepolsterte Sitzbank selbst herzustellen.
Dazu benötigte ich

  • Holz
  • Schaumstoff
  • Möbelstoff
  • Vlies
  • Schrauben
Material für die Sitzbank

Material für die Sitzbank

Die Masse der Bank sind 165x70x43 (LxTxH). Als Holz verwendete ich Massivholz aus Fichte, welches man sich ebenfalls bei OBI zuschneiden lassen kann. Die Sitzbank besteht aus vier Seitenwänden, einer Querstrebe zur Stabilität sowie der Sitzfläche. Damit das Ganze nicht so hart wird, werde ich die Bank mit Schaumstoff verkleiden. An den Seitenwände kommen 2cm dicke Schaumstoffplatten hin und als Sitzfläche eine 10cm dicke. Seid gewarnt: Schaumstoff in dieser Dicke ist sehr teuer. Ich habe für alle Teile ca. 200 CHF bezahlt (ich habe drei verschiedene Offerte eingeholt, die waren mehr oder weniger alle gleich teuer). Die dicke Platte machte mit 160 CHF den grössten Teil des Betrags aus. Gekauft habe ich die Platten in einem Laden in Zürich. Ich kann den Laden nur empfehlen, schnell und sehr freundlich.
Um die Platten zusammen zu schrauben, solltet ihr Selbstbohrschrauben verwenden und die Löcher jeweils vorbohren, da das Holz ansonsten splittern könnte.
Da es normalerweise Verletzte gibt, wenn ich Werkzeuge in die Hand nehme, meistens ich selbst, habe ich mir handwerklich begabte Hilfe aus der Verwandtschaft geholt. Danke dafür!
Der Zusammenbau war schnell erledigt und im nächsten Schritt muss ich die Sitzbank mit einem geeigneten Stoff beziehen.

Die Sitzbank mit der Polsterung, welche noch angeklebt werden muss

Die Sitzbank mit der Polsterung, welche noch angeklebt werden muss

Den Termin Ende Januar war, das sehe ich nun, definitiv zu ambitioniert. Die schwersten und aufwändigsten Arbeiten sind nun zwar erledigt, aber ich kann nicht jeden Tag am Projekt arbeiten. Diese Woche konnte ich beispielsweise nur Samstag am Zimmer arbeiten.
Ich denke, dass ich es Ende Februar schaffen, einen Stress möchte ich mir hier nicht machen, es geht schliesslich primär um Spass.

Zusammenfassung Tag 3

Kosten: knapp 400 CHF (39 für Farbe, 106 für Holz, 200 für Schaumstoff, ca. 40 für Mietauto, sowie für kleinere Dinge)
Zeitaufwand: ca. 10h (inklusive Anfahrtswege etc.)

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2 Responses to “Das Barzimmer – Teil 3”


  1. Andi
    on Mrz 20th, 2013
    @ 3:49 pm

    Wie sieht`s denn aus? Bist du fertig geworden? Mich würde ja mal ein paar Bilder interessieren. Ich bin schon froh über meinen Barschrank. Für ein Barzimmer fehlt leider noch der Platz!


  2. Michael
    on Apr 9th, 2013
    @ 2:03 pm

    Bin vor einiger Zeit fertig geworden, hatte aber noch keine Zeit den Bericht zu schreiben. Dieser folgt heute!

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