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Rezension: Widderbar, Zürich

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Die Widderbar hat eine neue Karte. Das heisst, so neu ist sie nicht, jedenfalls besteht sie seit August 2011.

Es hat sich einiges geändert. Die Karte präsentiert sich modern, ohne den Spagat zu den Klassikern zu verlieren. So findet sich beispielsweise neben dem Dark&Stormy auch der Gin Basil Smash. Ganz dem Zeitgeschmack entsprechend hält sie auch eine eigene Rubrik für klassische und Vintage Drinks bereit. Ganz besonders stechen allerdings die Eigenkreationen hervor, die sich neben den mächtigen Klassikern nicht verstecken müssen.

Während ich mich für den „Blood&Sand“ entscheide, wählt meine Begleitung die Eigenkreation „La Sirena“. Ein Cocktail mit Vanille-flavoured Rum, Limettensaft, Zuckersirup und -was aufhorchen lässt- Feigen-Veilchen Marmelade. Die Bestellungen werden schnell abgearbeitet. Das Tempo in der Widder-Bar scheint auch sonst sehr zügig zu sein. Dies bezeugt auch der aufmerksame Service, der ständig neue Knabbereien serviert. Die Vanille macht sich exquisit im Cocktail, ohne aufdringlich zu wirken. Die Marmelade mögen wir nur ganz dezent herauszuschmecken, für mich hätte es hier mehr sein dürfen. Ein gelungener, harmonischer Cocktail, dessen Potential das Team von Markus Blattner sehr gut aufgeschlossen hat. Diese Eigenkreation vermag uns zu begeistern und auch der Blood&Sand mit Famous Grouse, frischem Orangensaft, Cherry Heering und Carpano Antica Formula schmeckt uns.

Wir haben Hunger und bestellen den Fjordlachs und die Avocadocrème. Der Lachs ist nicht zu kalt und die dazu gereichte Meerretich-Mousse passt mit ihrem scharfen Kontrast köstlich zum Fisch. Dazu werden warme Toastscheiben gereicht, die allerdings etwas trocken sind. Frisch und vollmundig isst sich hingegen die grosszügige Portion Avocadocrème. Die bald leere Schale mit Nachos wechselt der Service unaufgefordert gegen eine neue aus.

Die Widderbar ist ein Ort, wo man sich gerne aufhält. Die dezente Live-Musik und gedämpfte Beleuchtung lassen eine Atmosphäre aufkommen, die für klassische Bars typisch ist. Da die Bar zum Hotel gehört, erstaunt es nicht, dass sich dort Gäste aus aller Welt einfinden; Am Nebentisch spricht man Tschechisch und weiter vorne unterhält sich ein amerikanisches Paar. Die Widderbar bietet hohe Qualität, und gehört deswegen wohl mit zu den besten Bars in Zürich. Die Preise sind selbst für dortige Verhältnisse gut platziert, was aber dank des hervorragenden Services nicht weiter auffällt. Wir kommen wieder!

Widderbar

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tagesanzeiger.ch präsentiert Top10 Bars in Zürich

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Der Tagesanzeiger präsentiert die 10 besten Cocktailbars der Stadt Zürich.
Auf dem Podest wie zu erwarten die Widderbar und die Kronenhalle.

Die Liste eignet sich allerdings nur gerade um einen Überblick zu bekommen, inhaltlich ist er leider eher flach und zeigt nicht auf, welche Bars qualitativ hochwertige Drinks anbieten.

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TwoFools in Zürich präsentiert Top-5 Bars

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Heute bin ich über diesen interessanten Blog gestossen, der von Kathy und Tylon, einem Ehepaar aus Amerika, dass sich in Zürich niedergelassen hat, betrieben wird.
Die beiden haben eine persönliche Top-5 Liste der Zürcher Bars erstellt.
Wer also wiedermal einen Tipp für Zürich braucht, kann sich mal diese Liste anschauen. Ich werde den Bars, welche ich nocht kenne, sicherlich mal einen Besuch abstatten.

P.S.
ich persönlich würde ja die Widder-Bar vor die Kronenhalle setzen ;)

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Soroa Bar, Winterthur

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Heute möchte ich eine Bar in Winterthur vorstellen, die ich sehr schätze: Die Soroa Bar, zu finden an der Unteren Kirchgasse 2 in Winterthur.

Benannt ist die Bar nach der gleichnamigen kubanischen Stadt und befindet sich, wie der Strassenname vermuten lässt, in der Nähe einer Kirche. In diesem Falle gleich neben der Altstadtkirche in einem Eckhaus. Auffallend sind die grossen Bogenfenster, welche die Bar relativ hell und freundlich erscheinen lassen. Dadurch hat man beispielsweise auch von draussen an den kleinen Tischchen immer einen Blick auf die eigentliche Bar. Das Licht, welches durch die Fenster flutet, wird etwas durch das beinahe komplett schwarze Interieur (Tische/Bar etc.) gemindert.

Die Bar ist in zwei Teile unterteilt. Zum einen den Teil vor den Bartresen mit schwarzen Holztischen und Stühlen, welche parallel zur Bar aufgebaut sind, zum zweiten eine Lounge inklusive grosser Sessel rechts hinter der Bar, in welcher auch geraucht werden darf (in der Lounge ;) )

Gleich beim betreten der Bar fällt das grosse und interessant bestückte Backboard auf, welches gleich verrät, dass hier nicht einfach Alkohol zusammengeschüttet wird, sondern Cocktails gemixt werden. Im Gegensatz zu allen anderen Winterthurer Bars, welche ich kenne, wird hier mit Liebe und Enthusiasmus gearbeitet. Das beginnt damit, dass frische Zitrussäfte verwendet oder, dass tatsächlich Jigger verwendet werden (ob dies jetzt eine Qualitätsmerkmal ist, ist nicht Gegenstand dieses Beitrags, aber es ist, zumindest in Winterthur, erwähnenswert) und hört beim freundlichen Service und den Barkeepern auf. Bei eigentlich allen Besuchen, war jeweils nur ein Barkeeper präsent, was zu Stosszeiten etwas längere Wartezeiten zur Folge hat. Ich würde aber sowieso empfehlen die Bar mal unter der Woche oder am frühen Abend zu besuchen, den am Wochenende ab ca. 22:oo ist die Bar einfach voll und dementsprechend laut.

Aber was ist mit den Cocktails?

Die Barkarte liest sich leider etwas unspektakulär und scheint auch seit längerem nicht mehr überarbeitet worden zu sein. Gelistet werden neben den üblichen Verdächtigen wie Manhatten, Pina Colada, Negroni und Co. aber auch Eigenkreationen.
Das ist etwas schade, hindert aber nicht daran, Cocktails zu bestellen, welche nicht auf der Karte sind. Bis jetzt war das auf jeden Fall nie ein Problem.  Die Cocktails werden allerdings oftmals mit Standardzutaten, wie Four Roses oder Martini Rosso zubereitet, was ich schade, aber bis zu einem gewissen Grade verständlich finde (dazu später mehr). Diese “Kritik” wird allerdings dadurch entkräftet, dass man ohne Probleme einen Manhatten auch mit Blanton’s anstatt mit Canadian Club bestellen kann und ihn natürlich auch bekommt ;) . In meinen Fall bisher ohne Aufpreis. Toll!

Ich bin der Meinung, dass die Qualität der Cocktails hoch ist, zumindest haben sie mir bisher alle geschmeckt und der Saftlose Mai Tai ist ja wohl ein Novum in Winterthur. Aber auch der Gin Sour mit Tanqueray und einem klitzekleinen Anteil Orangensaft ist der Hammer.
Wer Alkoholfreies probieren will, sollte zur Ipanema greifen, welche mit Red Rock Ginger Ale zubereitet wird und wunderbar würzig ist.

Ihr habt es vielleicht gemerkt: Ich mag die Bar und vielleicht finde ich es deshalb unverständlich, dass in der Bar 8/10 Leuten Bier trinken, anstatt eines Cocktails.

Leute, das ist eine Bar. Wenn ihr Bier wollt, geht doch in eine Kneipe!

Fazit:
Die Soroa Bar ist kein “Le Lion” und auch kein “Lebensstern”. Wer mit diesen Erwartungen kommt, wird enttäuscht sein.
Aber die Soroa Bar ist ein Kleinod in Winterthurs Gastrolandschaft und definitiv einen Besuch wert!

Zum Schluss noch ein kleines Video, damit ihr auch einen Eindruck von der Bar bekommt (inhaltlich leider nicht gerade der Bringer):

http://www.clipfish.de/video/816895/cityguide-soroa-bar-winterthur-schweiz-bars-cafs–lounges/

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Ein kleiner Ausblick und eine Ankündigung

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Lang ists her seit ich hier was geschrieben habe. Das soll natürlich nicht so bleiben, aber ich hatte in letzter Zeit allerhand zu tun.

Doch zuerst einmal zur Ankündigung, welche die Bartests in Winterthur betrifft.
Es sind ja erst zwei Tests online, doch getestet (noch nicht so ausführlich wie eigentlich geplant) sind bereits fünf Locations, also knapp 1/5 aller Bars.

Ich werde diesen Bartest in der jetzigen Form mit sofortiger Wirkung einstellen. Auch die drei übrigen getesteten Bars (Das schmale Handtuch, die Loge, Kafisatz) werden nicht online gestellt.

Warum dieser Schritt?
Kurz: Ich habe weder Zeit noch Geld um mich mit solchen “Bars” herumzuschlagen. Oder wie bereits andere Leute erwähnten: “Das Leben ist kurz für schlechte Drinks”.

Bereits in diesen 5 Bars wurde ich auf eine harte Probe gestellt und manch “abenteuerliches” erlebt. Da wären die Gin Sour, welche primär sauer und zuckrig waren, ein roter Mai Tai, Manhatten im Tumbler. Kurz, nichts erfreuliches für die Geldbörse und noch viel weniger für den Gaumen.
Mich jetzt noch durch über 20 andere Bars zu kämpfen, und bei den meisten wäre es nichts anderes, möchte ich wirklich nicht.

Ich möchte hier über das Geniessen von Cocktails und Spirituosen berichten, von guten Bars und Locations. Und nicht von Dingen, die sich nicht lohnen.
Dies sollte nicht falsch verstanden werden. Es gibt in Winterthur mindestens eine gute Bar, doch diese kannte und schätzte ich bereits im Vorfeld (ich hoffe natürlich, dass es noch weitere Perlen gibt). Über diese Bars werde ich gerne berichten. Die Bars welche hier im Blog nicht auftauchen, halte ich entweder nicht für lohnenswert oder ich kenne sie nicht ;)

Ein Ausblick

Nach zwei Wochen Schreibabstinenz hat sich natürlich das eine oder andere Thema angesammelt bzw. wurde in den zwei Wochen behandelt und muss noch zu “Papier” gebracht werden.

Neben der Vorstellung eines Single Malts und eines süssen Wermuts (nein, nicht Carpano Antica Formula), wird endlich der erste Cocktail behandelt. Desweitern werde ich natürlich auch vom Whisky-Schiff in Luzern berichten.

Das ist natürlich erst ein kleiner Ausblick (ca. 1 1/5 Wochen), mehr wird natürlich folgen.

Viel Spass!

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Bartest in Winterthur: Cotton Corner Bar

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Als zweite Bar im Test war die Cotton Corner Bar, welche sich an der Ecke Museumsstrasse/Merkurstrasse  gleich beim Bahnhof befindet, an der Reihe.
Die Cotton Corner Bar (Baumwoll-Eck) gehört zu einem Unternehmen welches im internationalen Baumwollhandel tätig ist. Wie auch die Fahrenheit-Bar bietet die Cotton Corner Bar tagsüber verschiedene Menus (Grillspezialitäten) an.

Gleich beim betreten der Bar fällt auf, dass die Theke in einem oval angeordnet ist.  Der Arbeitsbereich der Barkeeper befindet sich innerhalb dieses Ovals, während rundherum Sitzgelegenheiten in Form von Barhockern vorhanden sind. Neben dieser Theke, welche eine Grossteil des Raums einnimmt,  befinden sich auch noch einige Sofas im Raum. Die gesamte Bar ist in schummriges, rötliches Licht getaucht. Störend empfand ich die etwas zu laute Musik (ausserdem gar nicht mein Geschmack ;) ).

Als wir spätabends die Bar besuchten, war diese etwa halbvoll. Im Gegensatz zur Fahrenheit-Bar war der Altersdurchschnitt hier etwas höher.
Wir setzten uns also an die Theke und ordeten einen Manhatten, was sogleich zur ersten Entäuschung führte. Manhatten steht nicht auf der Karte, ergo gibt’s ihn nicht. Nun gut, so warfen wir als einen Blick in die nicht gerade üppige und für mich etwas entäuschende Barkarte. Nach kurzem Durchblick ebendieser bestellte ich einen Gin Sour, welcher nach kurzer Zeit auch kam und mich erst einmal leer schlucken lies. Was da vor mir stand, ähnelte in keinster Weise dem was ich erwartet habe. Serviert in einem Old Fashioned Glas mit Crushed Ice gefüllt, schwappte eine gelblich-bräunliche Flüssigkeit umher (und ein Strohhalm). (Ich dachte immer, Gin, Zuckersirup und Limettensaft seien eigentlich nicht für ihre gelbe Farbe bekannt).
Nach dem ersten Schluck war auch klar, was die gelbe Frabe war: Orangensaft (zur bräunlichen Färbung komme ich später ;-) )
Jetzt kann man darüber streiten, ob Orangesaft in einen Sour darf oder nicht. Grundsätzlich sollte ein Cocktail schmecken und wenn also jemanden seinen Sour mit Orangensaft will, dann will er es halt so. Auch wenn ich es nicht verstehe, da ich denke, dass man mit grosszügiger Zugabe von Fruchtsäften eher schlechte Qualität der Zutaten kaschieren will, als irgendwas anderes. Desweiteren sollte ein Sour doch den Charakter der Grundspirituose wiedergeben. Fruchtsäfte sind für dieses unterfangen eher hinderlich.
Auf jeden Fall wandte ich mich etwas erstaunt an die Barkeeperin, warum den da Orangensaft drin sei, ich kenne das anders. Lapidare Anwort ihrerseits: “Das stehe ja auch so in der Karte”. Nun, da mag sie wohl recht haben, es stand wirklich in der Karte (und ich bin somit selber schuld), aber die Art und Weise, fand ich befremdlich. Es schien, als wäre gar kein Interesse am Gast vorhanden. “Was nicht auf der Karte steht, wird nicht gemacht und wenn es dir nicht passt wie es gemacht wird, dann hast du halt Pech gehabt. “. Guter Service geht anders.

Aber zurück zum Drink, bei dem ich zugeben muss, dass ich die Zubereitung total verpennt habe (deshalb auch ein zweiter Test, siehe weiter unten).
Viel zu sagen gibt es nicht. Er schmeckte nach Orangensaft mit Alkohol. Vielleicht war es Gin, vielleicht Wodka, vielleicht aber auch nur Neutralalkohol.
Ich trank aus, bezahlte die 16 (!) CHF und wir verliessen die Bar, etwas verärgert und entäuscht.
Trotzdem war ich entschlossen, der Bar noch einen weiteren Besuch abzustatten, was ich dann auch tat.

Nachdem letzten Erlebnis, war ich mir nicht sicher was ich mir diesmal bestellen sollte. Planter’s Punch? Ne, lieber nicht. Die eine Barkeeperin erkannte mich noch vom letzten Mal und meinte, dass ich jetzt ja wisse, dass sie einen Sour mit Orangensaft machen.
Also versuchte ich es erneut und bestellte wieder einen Gin Sour, diesmal mit dem Wunsch, keinen Orangensaft hinzuzugeben. Eigentlich hätte ich bereits bei der Reaktion (diesmal eine andere Barkeeperin) auf meinen Wunsch die Bestellung zurückziehen sollen und ein Bier bestellen. Die Reaktion? Erstaunen, durchsetzt mit leichtem Unglauben…
Auf jeden Fall machte sie sich dann daran, den Gin Sour zuzubereiten.
Ein wenig Gin (Gordon’s)
etwas doppelt soviel Zitronensaft aus der PET-Flasche (nicht frisch) und drei Teelöffel brauner Zucker (jetzt wissen wir auch, woher die bräunliche Farbe kommt).
Das Ganze mit Crushed Ice füllen, sachte schütteln. Fertig!

Es erinnerte mehr an eine “Bar”, welche sich in einer Disco o.ä. befindet, als an ein Betrieb, welcher sich selbst “Bar” nennt.  Während man in anderen Bars spürt, dass der Gast wichtig ist und der Barkeeper Spass hat, fehlt dies hier leider.

Während der erste Gin Sour einfach langweilig und belanglos war, war dieser schlicht und einfach ungeniessbar. Da passte gar nix, wenn man ihn mit dem Strohhalm trank, hatte man immer lecker Zuckerkörner im Mund und vom “Geschmack” möchte ich gar nicht reden. Auf ihre Frage, ob er schmecke, verneinte ich und meinte, dass ich Sours eigentlich im Verhältnis 5-2-1 (ungefäht) kenne und, dass man den Gin gar nicht richtig schmecke, worauf sie antwortete, dass hier sicherlich 4cl Gin drin seien. Meine Entgegnung, dass aber sicherlich doppelt soviel Zitronensaft drin sei, liess sie unkommentiert.
Ich liess den Cocktail stehen, bezahlte und ging, mit der Absicht diese “Bar” nicht mehr zu besuchen.

Fazit

keine EmpfehlungDefinitiv keine Empfehlung. Eigentlich hatte ich erwartet, dass diese Bar zu den Bessern in Winterthur gehört.
Die Cotton Corner Bar präsentiert sich zwar als Bar, aber die Cocktails werden lieblos zusammengeschüttet und man scheint kein wirkliches Interesse am Gast zu haben (geschweige denn an der Materie). Nur die für Winterthur sehr hohen Preise, sind auf dem Niveau einer guten Bar.

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Bartest in Winterthur: Fahrenheit Bar

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Wie versprochen gibt es heute den ersten Test zu einer Winterthurer Bar.

Die Premiere macht die Fahrenheit Bar, welche sich in der Winterthurer Altstadt, genauer an der Steinberggasse 65, in der Nähe des Kino Kiwi befindet.
Gegründet wurde die Bar im Jahr 2005 und bietet 50 Sitzplätze im innern, sowie 60 Gartensitzplätze an. Erwähnenswert ist, dass den Gästen gratis W-LAN zur Verfügung steht. Am Abend beim Cocktailtrinken zwar eher unwichtig, aber tagsüber wird aus der Fahrenheit Bar ein Café, dass über Mittag auch verschiedene Menues anbietet.
Auf der Website der Bar kann man sich die Barkarte anschauen, welche auf den ersten Blick einige angenehmen Überraschungen bietet, die man sonst nicht auf jeder (Winterthurer) Barkarte findet (z.b. Pisco Sour).

Nun, Freitag abend also, machte ich mich auf diese Bar zu testen. Als ich um kurz vor halb neun die Bar betrat, war sie schon ordentlich voll, vornehmlich mit eher jüngeren Leuten. Die meisten sassen an schwarzen Bistro-Tischen und was sofort auffiel: die meisten tranken Bier oder Wein, praktisch niemand genoss einen Cocktail.
Ich “kämpfte” mich also zur metallenen Bartheke, welche etwa 7-8 Leuten Platz bot durch und nahm Platz. Die Spirituosen, welche hinter der Theke auf den Regalen standen, entsprachen alle etwa dem Standard, den man sich in einer “normalen” Bar der Schweiz gewöhnt ist. Likör von Bols, Four Roses Bourbon etc. Daneben noch eine schöne Auswahl Single Malts.

Da wie bereits erwähnt, bereits einiges los war musste ich etwas warten, bis mich die Servicefachangestellte nach meinem Wunsch fragte. Als ich einen Manhatten, wenn möglich mit Bourbon bestellte, meinte sie, dass sie den Barkeeper (war grad unterwegs am kassieren) informieren werde. Der Barkeeper, ein Mann irgendwo zwischen 40 und 50 schätze ich, kam und begang sogleich einen Manhatten (auf der Karte mit Canadian Whisky) zuzubereiten. Die Information, dass ich den Manhatten gerne mit Bourbon gehabt hätte, schien nicht bis zu ihm durchgedrungen zu sein. Egal, ich lies ihn gewähren und war auf das Ergebnis gespannt.
Als erstes gleich mal ein positiver Eindruck, die Gläser werden mit Eiswürfel vorgekühlt.
Der weitere Verlauf war dann etwas weniger positiv. So wurde zwar ein Barmass benutzt, um die Zutaten abzumessen, aber insgesamt wirkte der Barkeeper etwas fahrig, nervös und unsicher. Es schien mir als hätte er das Rezept für den Manatten zuerst nachschlagen müssen (mein Eindruck, ob das den Tatsachen entspricht, kann ich nicht sagen). Auch die Handgriffe wirkten fahrig, gestresst. Dazu muss man fairerweise auch erwähnen, dass immer wieder Leute kamen, die jetzt unbedingt zahlen wollten auf irgendwie penentrante Art und Weise, obwohl sie sahen, dass der gute Mann gerade beschäftigt war. Der Barkeeper quittierte das Verhalten dann auch entsprechend mürrisch und genervt. Das ist zwar verständlich, über die Notwendigkeit lässt sich streiten.
Wie dem auch sei, nachdem Canadian Club und Punt e Mes hinzugefügt wurden, träufelte der Barkeeper noch zwei Tropfen Angostura in den Drink. Viel zu wenig in meinen Augen.
Nachdem der Drink gerührt wurde, nahm der Barkeeper das vorgekühlte Glas und kippte die Eiswürfel darin zurück in seinen Eisbehälter. Nicht so toll!
Dieses Verhalten, der sehr sparsame Einsatz von Eis (als wäre es Gold) zog sich durch den gesamtem Abend (mehr dazu unten)

Doch wie schmeckte denn jetzt der Manhatten?
Leider nicht besonders.
Der Drink schmeckte nicht rund. Der Canadian Club, der ja die Grundspirituose war, verrichtete seinen Job mehr Schlecht als Recht und schmeckte primär nach Alkohol und etwas Whisky. Der Punt e Mes schien den Whisky eher zu unterdrücken, als zu unterstützen und vom Angostura spürte man überhaupt nichts.

Erfreulich war, dass sich der Barkeeper trotz Stress etc. erkundigte, ob der Manhatten schmecke. Auf meine Antwort, dass ich ihn eher mit Bourbon mag, meinte er, dass ich ihm dies das nächste Mal sagen solle.

Als zweites bestellte ich einen Gin Sour (mit Bombay Sapphire 40%). Auch hier wurde das Glas vorgekühlt. Leider verzichtete man auf frischen Zitronensaft, andererseits verwendete man dafür scheinbar selbstgemachten Zuckersirup. Sicherlich kein Trost, aber in meinen Augen doch eine Erwähnung wert. Der Sour wurde dann geschüttelt und in das vorbereitete Glas, in dem sich keine Eiswürfel befanden (!), abgeseiht. Dies wurde bei allen Sours so gemacht, wie ich beobachten konnte. Auf die Frage, ob das so OK sei, verlangte ich nach ein paar Eiswürfel,  die mir auch ohne Probleme oder Diskussionen in den Drink gegeben wurden. Geholfen hat es leider nicht viel, mein Gin Sour war viel zu warm, mann schmeckte, dass hier kein richtiger Zitronensaft verwendet wurde und, dass der Drink einfach nicht stimmig war (was auch am verwendeten Gin liegen kann).

Nach diesen zwei Drinks und knapp 40min hatte ich dann genug gesehen, bezahlte 25 CHF (ein fairer Preis) und verliess die Bar etwas entäuscht.

Entäuscht vor allem auch, weil ich der Meinung bin, dass der Wille gute Cocktails zu kreeiren (und nicht einfach Zutaten zusammen zu schütten) seitens des Barkeepers eigentlich vorhanden ist und, dass er sich Mühe gab. Nur denke ich, dass ihm die Übung fehlt. Und wenn man sich den Klientel der Bar ansieht, weiss man auch warum, dies so ist. Wenn niemand Cocktails bestellt, was soll den ein Barkeeper tun?
(Ich weiss, eine vereinfachte Sicht der Dinge, aber ein “Problem”, auf dass ich sicherlich noch mehrmals zu sprechen komme)

Die nächsten beiden Bars, zu welchen hier Tests erscheinen, sind “das schmale Handtuch” sowie die “Cotton Corner Bar”, welche ich beide bereits am Freitag besucht habe.

Fazit

Nur eine beschränkte Empfehlung. Zwar gibt man sich Mühe, aber die Qualität der Cocktails stimmt leider  nicht. Preise sind Ok.
Vielleicht eher ein Bier (Leffe) oder einen Wein trinken (was eigentlich wiederum “schlecht” ist, siehe oben)

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Bartest in Winterthur, Einleitung

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Erstmal ein paar Worte zu Winterthur.
Winterthur liegt im Kanton Zürich und ist die Hauptstadt des gleichnamigen Bezirks. Mit 100000 Einwohner ist die Stadt die sechstgrösste der Schweiz und hinter Zürich die zweitgrösste des Kantons.
Unterteilt ist Winterthur in die Stadtkreise Stadt, Mattenbach, Oberwinterthur, Seen, Töss, Veltheim und Wülflingen, wobei sich die meisten Bars im Kreis Stadt(mitte) tummeln.

Bekannt ist Winterthur auch als Stadt der Museen. Ingsgesamt 18 Museen sind in Winterthur zu finden. Viele davon aus dem Kunstbereich.

Wer mehr über Winterthur erfahren möchte, tut dies am besten bei Wikipedia.

Die Bars

Die Auswahl der Bars gestaltete sich nicht ganz einfach. Zwar hat man in relativ kurzer Zeit eine beträchtliche Anzahl Betriebe gefunden, die das Wort “Bar” im Titel oder der Website haben. Doch sind das auch wirklich Bars?
Einige dieser Locations habe ich schnell wieder herausgestrichen, einerseits weil einige davon sicherlich nichts mit einer Cocktailbar gemein haben (was nicht heisst, dass diese Locations keinen Besuch wert sind), andererseits weil ich einige andere wiederum gar nicht besuchen möchte (und wahrscheinlich dabei auch wenig verpasse).
Desweiteren sollte man sich auch fragen: “Will sich diese Bar überhaupt als Cocktailbar präsentieren und ist ein Test somit überhaupt fair?”
Auch hier habe ich versucht nach besten Gewissen zu entscheiden und nur diejenigen Betriebe aufzunehmen, die sich als Bar präsentieren.

Ich bin dann über das Portal barolino.ch gestolpert auf welchem verschiedene Bars präsentiert und bewertet werden. Die Website ist zwar nicht ganz aktuell, aber die aufgelisteten Bars sind meines Wissens nach alle noch im Geschäft.  Eine Bar, welche sich also dort präsentiert, rutschte automatisch in meine Liste (mit obengenannten Ausnahmen), da sie sich ja anscheinend als Bar ansieht. Die restliche Liste habe ich nach bestem Gewissen zusammen-gegoogelt bzw. habe in meiner Erinnerung gekramt. Es kann sein, dass ein Paar wieder gestrichen werden oder das noch Weitere dazukommen. Falls jemand eine hier nicht gelistete Bar kennt, die sich in Winterthur befindet und einen Test wert ist,  darf es sie hier gerne in den Kommentaren verlinken.

Untenstehend nun die Liste der Bars alphabetisch sortiert (entspricht nicht der Testreihenfolge).
Ich weiss, es ist eine umfangreiche Liste, aber die Bars müssen ja nicht alle innerhalb der nächsten Wochen getestet werden.

Der Test

Um möglichst fair und identisch zu testen, werde ich mir noch 2-3 Cocktails auswählen, welche ich jeweils bestellen werde. Gesetzt ist bis jetzt nur der Manhatten. Wahrscheinlich werde ich noch einen fruchtigen Cocktail ins Répétoire aufnehmen, da den Manhatten wahrscheinlich einige “Bars” nicht kennen. Auch die Bedienung, die Atmosphäre und das handwerkliche werde ich näher betrachten.

Mit dem ersten Test ist ca. Ende nächster Woche zu rechnen.

Als Test-Cocktails sollen grundsätzlich ein Manhatten, ein Cocktail mit Gin, sowie, falls überhaupt noch nötig und möglich, eine Spezialität des Hauses.
Ich werde jeweils diesen Post mit den Links zu den Tests updaten.

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