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Schottlandreise 6/8

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Durness liegt an der Nordwestküste Schottlands und nachdem wir bereits die Ostküste gesehen hatten, ging es nun der Westküste entlang wieder in den Süden. Die Westküste ist, bedingt durch den Golfstrom klimatisch etwas milder, so wachsen zum Beispiel Palmen in einigen Gärten.

So fuhren wir also von von Durness los und das während der Fahrt gebotene war wirklich atemberaubend. Schroffe, karge Landschaften, welche unzählige Seen beherbergen. Alte Schlösser und natürlich viele Schafe ;)

Ardvreck Castle

Wasserfall

Leuchtturm Ullapool

Unsere Reise führte uns nach Ullapool, einer Hafenstadt an der Westküste und hier fanden wir das wohl beste Bed & Breakfast der gesamten Reise. Hier gab es nicht nur freundliche Gastfamilien (wie eigentlich überall), sondern auch selbst geräucherten Lachs zum Frühstück, hausgemachte Konfitüre. Nach all diesen schottischen Frühstücken, eine mehr als willkommene Abwechslung.
Der Name dieses B&B lautet Woodlands Inn. Es ist zu beachten, dass dieses B&B erst ab Juni geöffnet hat. Ullapool selbst ist nun deutlich touristischer als bisherige Dörfer. Viel zu erzählen gibt es darüber nicht, denn besonders schön ist das Dorf an und für sich nicht. Trotzdem entschieden wir uns hier zwei Tage zu bleiben, wovon wir einen zum gepflegten Nichtstun nutzen und das Auto keinen Zentimeter bewegten.

So schön Schottland auch war, langsam hing mir dieses Essen etwas zum Hals raus. Schade, dass Gemüse hier so stiefmütterlich behandelt wird.
Wie auch immer, eigentlich wollten wir einen Ausflug zu den Sister Island unternehmen, da man dort, wenn man Glück hat Robben sehen kann. Leider spielte das Wetter überhaupt nicht mit und der Wind war zu stark, so dass der Ausflug buchstäblich ins Wasser fiel.

Nass

Nach zwei Tagen Ullapool ging es weiter Richtung Süden. Allerdings mit einem kleinen Umweg über Applecross einer kleinen Siedlung, die nur über sogenannte Single Road Tracks erreichbar war (damit hatten wir ja schon genug Erfahrung sammeln können).
Nach einer langen und tristen, verregnten Fahrt, erreichten wir Fort Williams, gemäss verschiedenen Quellen, ein sehr touristischer Ort. Fort Williams liegt sehr nahe am höchsten Berg Schottlands, dem Ben Nevis, und besitzt eine gleichnamige Destillerie. Nachdem wir eine Bleibe gefunden hatten, konnten wir uns davon überzeugen, dass Fort Williams mit Abstand der unschönste und langweiligste Ort unserer gesamten Reise war. Dafür, dass es hier anscheinend so touristisch sein sollte, war die Stadt erstaunlich ausgestorben, die Läden um 17:00 bereits alle geschlossen und die Bedienung im Pub hätte im Duden beim Wort “Desinteresse” als Beispiel genannt werden können.

Wie auch immer, wir fuhren am nächsten Tag noch kurz zum Fusse des Ben Nevis. Für eine Wanderung bei diesem Wetter waren wir leider nur ungenügend ausgesrüstet und so, ging es nach einigen Fotos, weiter Richtung Oban.

Vogel

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Schottlandreise 5/8

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Nachden beiden Destilleriebesichtigungen ging es nach Craigellaiche, um eine Bleibe zu suchen.
Warum Craigellaiche?
Weil da das Highlander Inn liegt, welches uns wärmstens empfohlen wurde. Von Craigellaiche selbst sahen wir nicht viel, aber auch hier findet man eine Destillerie, welche nach dem Dorf benannt ist. Ansonsten ist noch zu erwähnen, dass es keinen Bankomat gibt ;)

Das Essen im Highlander war ok und die Whisky-Karte wirklich sehr umfangreich.

Nach diesen Tagen in der Speyside machten wir uns auf nach Wick, welches ganz im Nordosten Schottlands liegt. Als gute Touristen mussten wir natürlich einen Abstecher nach Loch Ness machen. Allerdings nur einen kleinen.

Unterwegs, hinauf an der Ostküste entlang bis nach Wick, trifft man auf zahlreiche Destillerien. Darunter auch Glenmorangie oder Dalmore. Wick selbst ist eine hübsche, kleine Hafenstadt, welche wie soviele anderen Dörfer/Städte eine eigene Destillerie besitzt: Old Pulteny, welche beim Bartenders-Lab bereits vorgestellt wurde. Wir besuchten die Destillerie leider nicht, da wir relativ spät am Nachmittag ankamen und am nächsten Tag relativ früh wieder abreisten.

Hafen von Wick

Meer Wick

Erwähnenswert ist in Wick das Pub “Alexander Bain”, ein eigentlich relativ unspektakuläres, wenn auch grosses Pub, wären da nicht die Preise und die Whiskyauswahl. Wer auf eine schöne Atmosphäre verzichten kann und für wenig Geld viel Whisky ausprobieren will, ist hier genau richtig.

Am nächsten Tag ging es weiter: Ziel irgendwas an der Nordküste. Doch zuerst besuchten wir den nördlichsten Punkt des schottischen Festlands, Dunnet Head. Der Aussichtspunkt wird von einer Leuchtturmanlage dominiert, welche direkt an die steile Klippe gebaut wurde. Leider schlug das Wetter ab diesem Tag um und Regen war von da an die vorherrschende Wetterlage.

Dunnet Head Leuchtturm

Nach Dunnet Head fuhren wir der gesamten Nordküste entlang, über Thurso, Bettyhill, vorbei an sehr mediterran anmutenden Ständen bis nach Tongue, wo wir uns eigentlich einquartieren wollten. Betonung auf “wollten”, den hier war, trotz Nebensaison, bereits alles besetzt. Also mussten wir wohl oder übel weiterfahren bis nach Durness. Hier eine bleiben finden, gestaltete sich allerdings nicht wirklich einfacher, deshalb mein Tipp: Unterkünfte an der Nordküste im Voraus buchen.

Strand

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  • Published: Jun 5th, 2009
  • Category: Events
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Schottlandreise 3/8

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So, nachdem ich mich wieder erhohlt habe vom C&D Community-Treff, geht es hier auch wieder weiter :)

Und zwar mit einem Bericht über die Benriach Destillerie, einer eher kleinen Destillerie, welche sich wie Aberlour in der Speyside befindet. Genauer zwischen Charleston-of-Aberlour und Elgin.

Gegründet wurde Benriach 1898 von der Familie Grant (einige Quellen nennen einen gewissen John Duff).
Doch bereits 1900 musste die Destillerie aufgrund des sogenannten Pattisson-Crash wieder schliessen.

Die Gebrüder Pattison waren zu dieser Zeit die grössten Abnehmer von Whisky und sie waren Teilhaber von Oban, Glenfarclas und einigen anderen Brennereien. Ihr ganzes Vermögen baute allerdings auf fast komplett auf Krediten auf. Zwar war dieses Risiko einigen Leuten bekannt, doch interessierte es niemanden, die Aussichten auf noch mehr Reichtum waren zu verlockend. In den 1890er Jahren wurden über 30 Destillerien in der Speyside erbaut, es wurde im Überfluss produziert. 1898 folgte der Crash, viele Destillerien mussten in Folge dessen schliessen, darunter auch Benriach. (weitergehende Informationen zum Pattison-Crash findet ihr bei der Scotch Malt Whisky Society)

Es dauerte bis 1965 bis Benriach von Glenlivet Distillers Ltd wieder eröffnet und aufgebaut wurde. 1978  ging Benriach in den Besitz von Seagrams über.

Ab 1983 produzierte Benriach einen stark getorften Malt, da Seagrams keinen Islay Malt in ihrem Portofolio hatten, aber einen getorften Whisky für ihren Blend benötigten.

Nach über 100 Jahren wurden 1999 die Mälzerei geschlossen. Sie ist allerdings immer noch intakt und anscheinend plant man, sie wieder zu reaktivieren. Zumindest war dies die Aussage unseres Führers.

Nachdem 2001 Pernot Ricard Seagrams übernahm, dauerte es nur gerade ein knappes Jahr bis Benriach erneut geschlossen wurde. Erst im Jahr 2004 wurde sie von einen unabhängigen Konsortium bestehend aus drei Partnern, Billy Walker,  Geoff Bell und Wayne Keiswetter (beide aus Südafrika) und ist bis heute unabhängig.

Der Besuch

Das Portfolio von Benriach ist zum umfangreich um es hier vorzustellen, deshalb verlinke ich auf deren Homepage.

Wir haben die Brennerei am selben Tag wie Aberlour besucht. Allerdings hatten wir uns hier bereits telefonisch angemeldet. Was eigentlich Pflicht ist, denn Benriach bietet keine offiziellen Führungen an. Deshalb konnten wir die Destillerie erst nach Arbeitsschluss  besichtigen.

Die Destillerie ist weitgehend nicht computerisiert und wird trotzdem nur von wenigen Leuten bewirtschaftet. Gemäss Stuart (verzeih mir, wenn dies nicht der richtige Name ist, ich bin mir nicht mehr sicher ;) ), unserem Guide, ist eine Person für das Brennen, das Maischen und die Gärung zuständig.

Im Gegensatz zu Aberlour war es hier kein Problem überall und alles zu fotographieren.


Maischbottich bei Benriach

Gär-Tanks

Benriach besitzt zwei Spirit-Stills und zwei Wash-Stills

Spiritsafe

Nachdem wir die Brennerei besichtigt und etwas Feinbrand verkostet hatten (unser Guide natürlich auch, war ja schliesslich Arbeitsschluss), ging es weiter zum Warehouse.

Warehouse

Hier konnten wir noch verschiedene Whiskys verkosten. Zum einen ein Whisky, welcher erst drei Jahre im Bourbonfass lag, aber schon erstaunlich mild war, weiters eine Whisky mit Portwein-Finish, sowie einen ca. 30 Jährigen ebenfalls aus dem Bourbonfass.

Zum Schluss besuchten wir noch das “Besucherzentrum” und verkosteten dort noch einige Abfüllungen. Bereits zum zweiten Mal war ich froh, dass ich nicht fahren musste ;)

Doch wie war eigentlich die Führung?
Mit einem Wort: Genial!

Im Gegensatz zu Aberlour oder der dritten Destillerie, welche ich noch vorstellen werde, merkte mann, dass es hier nicht so touristisch war. Die ganze Brennerei wirkte, wie soll ich sagen, authentisch und sympathisch, da wurde nichts für Touristen hergerichtet, es ist einfach eine Brennerei, die man besichtigen kann. Stuarts Erklärungen waren fantastisch, auch wenn man sich sehr konzentrieren musste, um ihm zu folgen. Die Verkosten sehr umfangreich und der ganze Spass hätte nichts gekostet!

Als wir Stuart 20 Pfund für die Führung anboten (das war sie definitiv wert), lehnte er zuerst ab, aber nach etwas Überzeugungsarbeit, nahm er sie an und meinte, dass er sie einem Mitarbeiter gäbe der immer einem sozialen Hilfswerk Geld spendete. Unheimlich sympathisch.

Kurz: Wer die Speyside besucht und an Whisky interessiert ist, sollte den Besuch bei Benriach einplanen. Es lohnt sich!

Zu den Whiskys kann ich leider (noch) nichts sagen, da ich mir keine Notizen machte. Wenn mich mein werter Mitreisender aber lässt ;) , werde ich bei ihm mal den 21 jährigen peated Benriach verkosten und berichten.



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Schottlandreise 2/8

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Wie versprochen, möchte ich euch heute zwei Speyside-Destillerien und deren Whisky vorstellen.

Bei der ersten Destillerie handelt es sich um Aberlour, welche sich im Städtchen Charleston-of-Aberlour mitten in der Speyside befindet. Aberlour ist vor allem in Frankreich eine sehr starke Marke.

Gegründet wurde Aberlour 1826 von James Gordon und Peter Weir gegründet. 1879 wurde die Destillerie durch ein Feuer zerstört und wieder aufgebaut (nicht an derselben Stelle). Bereits 1898 wurde ein Grossteil der Brennerei und der Whiskyvorräte durch ein weiteres Feuer, welches durch eine Explosion in der Mühle ausgelöst wurde, nochmals zerstört.

Aberlour mälzt, wie viele Destillieren, nicht selber, sondern kauft ihr Malz von industriellen Betrieben.

Neben der 10 jährigen Abfüllung, welche in Bourbon -und Sherryfässern reift, bietet Aberlour einen 15 jährigen Single Malt an, welcher zusätzlich ein Sherryfinish erhalten hat. Desweitern befindet sich mit a’bunadh ein Whisky im Portfolio welcher exklusiv in Sherryfässern reifte. Weitere Abfüllungen sind für den Duty Free oder exklusiv für Frankreich bestimmt.

Wir hatten Glück, den als wir bei der Destillerie ankamen, fuhr gerade ein Bus mit einer deutsch/schweizerischen Gruppe vor, der wir uns anschliessen durften. Kostenpunkt für die gesamte, beinahe 2 Stunden dauernde Führung: 10 Pfund. Inklusive ist dabei ein umfangreiches Tasting am Schluss der Führung.

Ich kann euch leider nicht viele Bilder der Destillerie bieten, da fotografieren aus Sicherheitsgründen verboten war. Naja…

Die Führung an und für sich war gut. Man merkte allerdings, dass sie eindeutig auf Touristen aufgelegt war, will heissen, in den anderen beiden Destillieren, welche wir besuchten, erfuhren wir mehr von der Materie und Technik. Unterhaltsam und spannend war es aber trotzdem, was nicht zuletzt an unserem Guide (einem gebürtigen Engländer) lag. Der mit viel Witz und Charme (klar war vieles einstudiert) durch die Destillerie führte.
Man konnte eine Blick in die Maischbottiche werfen, die Würze probieren, sowie eine Nase voll aus den Gärbottichen nehmen, was unser Guide wohl besonders witzig fand. Haltet die Nase nie zu tief rein, es ist zwar witzig zu beobachten, wie es andere tun, aber tut es selber nicht. Der Geruch ist so agressiv, man hatte für einen Moment das Gefühl, dass man sich jetzt jegliches Gewebe in der Nase weggeätzt hat.

Ein Foto von den Potstills konnte ich dann trotzdem noch knippsen (von aussen)

Nach der eigentlich Besichtung ging es dann zum wohlverdienten Tasting im Warehouse n1.
Dort erwarteten uns jeweils sechs bereitgestellte Gläser, gefüllt mit den verschiedenen Abfüllungen von Aberlour (plus eines mit dem Feinbrand).
Zum Glück war ich heute nicht der Fahrer :)

Ich muss leider gestehen, ich weiss nicht mehr bei allen Glästern, um welche Abfüllungen es sich jeweils gehandelt hat.

Den 10 jährigen kannte ich bereits und bisher empfand ich ihn als relativ langweiliges, harmloses Produkt. Dies änderte sich auch nicht mit diesem Tasting. Irgendwie ist mir dieser Whisky zu belanglos oder meine Nase ist einfach (noch) zu unausgebildet.

Ganz anders allerdings Aberlour a’bunadh: Beim Single Malt Tasting, welches im C&D Forum veranstaltet wurde, platzierte er sich in meiner Liste noch im Mittelfeld mit 6/10 Punkten. Nun, das wäre heute nicht mehr der Fall. Dieses Hammerprodukt hat mehr verdient. Eine richtig schöne Sherrybombe!

Es ist immer wieder interessant wie sich der Geschmack im Laufe der Zeit verändert, oder wie sich die Stimmung, die Umgebung etc., auf den Geschmack auswirkt. Der 15 jährige Aberlour schlug dann die Brücke zwischen dem zehnjährigen und dem a’bunadh. Nicht schlecht, aber keine Chance gegen a’bunadh.

Zum Schluss konnte man sich für 60 Pfund eine eigene Single Cask/Cask Strength Flasche abfüllen. Zur Wahl standen sowohl ein Bourbon, als auch ein Sherryfass. Diesen Whisky kann man gemäss unserem Guide nur hier kaufen und sonst nirgends auf der Welt. Meine Wahl fiel auf den Whisky aus dem Sherryfass.

Das Abfüllen hat auf jeden Fall Spass gemacht.

Obwohl man diesen Whisky so nicht kaufen kann, werde ich ihn im Laufe dieses Schottlandspecials vorstellen.
Denn wer weiss, vielleicht verschlägt es den einen oder anderen Leser auch mal in die Speyside.

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Whisky Schiff 2009, Luzern

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Zu dritt kamen wir um ca. 18:00 beim Whisky-Schiff an, welches sich tollerweise gleich beim Bahnhof Luzern befand. Eintritt kostete 10 CHF, plus 3 CHF für ein Tastingglas, sowie 1 CHF pro Jeton, mit welchen man die Degustationen bezahlte. “Whisky-Schiff” ist eigentlich der falsche Begriff, richtigerweise müsste es “Whisky-Schiffe” heissen, da sich die ganze Veranstaltung über drei Schiffe erstreckte, welche man bequem über kleine Stege erreichte.

Als wir ankamen waren die  Schiffe schon relativ gut besucht und ich war erstaunt, neben uns selbst, soviele Junge Leute anzutreffen. Hätte ich nicht gedacht. Neben dem Degustieren von Whisky, befand sich auf einem Schiff eine Raucherlounge, auf wieder einem anderen ein Restaurant sowie Whisky-Glace. Desweiteren konnte man sich an verschiedenen Grilladen gütlich tun. Anders als an der Spiritissima, an welcher neben Whisky auch andere Produkte, wie Cognac, Rum und verschiedene Liköre angeboten wurden, konzentriete man sich hier primär auf Whisky. Rum konnte man zwar an 1-2 Ständen degustieren. Das wars dann aber auch.
Erwähnenswert waren allerdings die verschiedenen schottischen “Ales”, welche ebenso angeboten wurden.

Preislich war das Ganze sehr fair. Standardabfüllungen kosteten zwischen 1 – 3 CHF für 1cl. Wer wollte, konnte natürlich auch speziellere/ältere Abfüllung verkosten, welche dann auch bis ca. 50 CHF kosteten (war zumindest das Teuerste was ich fand). Geld habe ich trotzdem genug liegen gelassen…

Ich empfand auch die Stimmung als sehr gemütlich, man fühlte sich wohl und wurde von den Ausstellern auch beraten, wenn man z.t. etwas ratlos vor den Flaschen stand und sich nicht entscheiden konnte. Einige nahmen sich mehr Zeit, einige weniger. Positiv hervorheben muss ich hier die Leute von Glen Fahrn.

Ich werde nächstes Jahr auf jeden Fall wieder nach Luzern reisen!

Zum Schluss möchte ich noch ein paar Produkte erwähnen, die mir besonders gefallen haben.

Tamdhu 34y

34 Jahre verbrachte dieser Single Malt im Fass und besitzt als “Cask-Strength” nur noch knapp über 40 Volumenprozent. Ein milder Speyside Malt, der in der Nase leicht salzig und würzig ist. Am Gaumen süss, nach Beeren duftend und ein Anflug von Banane.

Glencadam 10y

Der Geruch von reifen Bananen erschlug mich hier fast. Dachte eigentlich, dass ich diese Art von Single Malt nicht mag, so kann man sich irren. Der Geruch nach reifen Bananen setzt sich auch am Gaumen fort. Dazu gesellt sich eine leichte Honignote, sowie ein Geschmack von Blumen (genauer kann ich es auch nicht definieren ;) )

Glenmorangie Signet

Die zehnjährige Standardabfüllung von Glenmorangie mag ich ja überhaupt nicht, aber vom Signet habe ich schon viel gutes gehört. Die Abfüllung schmeckt sehr stark nach Kakao und bitterer, dunkler Schokolade. Ein interessantes Erlebnis, welches mit über 200 CHF aber relativ teuer ist. Das Preisleistungsverhältnis empfinde ich ehrlichgesagt, nicht gerade als gut. Aber das ist wohl Geschmackssache.


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Spiritissima 2009

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Am Samstag fand im Sihlcity, Zürich zum zweiten Mal die von Glen Fahrn organisierte Spirituosenmesse “Spiritissima” statt. Im sogenannten “Papiersaal”, im ersten Stock, präsentierten neben Glen Fahrn, verschiedene andere Aussteller wie z.b. Käser, Diageo oder Campari ihre Produkte. 500m2 umfasste die Ausstellung, was weniger ist, als vermuten könnte. Ich persönlich fand die Grösse gerade richtig, nicht zu gross nicht zu klein. Es gab während keiner Zeit ein Gedränge o.ä., auch wenn sich die Halle gegen Ende des Nachmittags doch ganz schön gefüllt hatte. Natürlich konnte man die verschiedenen Produkte auch verkosten, dazu musste man eine Degustationskarte im Wert von 20 CHF, sowie ein Tastingglas für 5 CHF (Depot) kaufen. Sehr schön: Sollte eine Degustationskarte nicht vollständig aufgebraucht sein, kriegte man den Restbetrag zurück. Allgemein ist zu sagen, die Preise waren in meinen Augen sehr fair bemessen. So kostete eine Standardabfüllung eines Whiskies zwischen 1 und 3 CHF pro Probe (1cl). Hochgerechnet auf 4cl, welche oft in Bars angeboten werden, ein toller Preis.

Doch was wurde überhaupt angeboten?
Vor allem Whisky-Freunde kamen auf ihre Kosten, stellte diese Spirituose doch das Hauptangebot dar. Aber auch Rum, Cognac, Wein und (ein wenig) Gin wurden Angeboten (plus weitere Produkte, wie Liköre etc.). Neben Standardabfüllung bot sich Interessierten auch die Chance Raritäten, auch hier vor allem Single Malts, zu verkosten. Die waren dann natürlich etwas teurer als 3 CHF, aber eine tollen Chance Produkte zu testen, die ich mir privat wohl eher nicht anschaffen werde/kann/will. Die Aussteller waren alle sehr freundlich und gaben sich wirklich Mühe, einem die verschiedenen Produkte näher zu bringen oder bein Nachfrage ein Produkt zu empfehlen. Einziger Wermutstropfen, war, dass man die Produkte nicht direkt kaufen und mitnehmen konnte, sondern nur über Glen Fahrn bestellen. Ehrlich gesagt, ein Wermutstropfen der praktisch nicht ins Gewicht fällt, in Anbetracht der ansonsten tollen Messe.
Ich persönlich hoffe, dass auch nächstes Jahr wieder eine “Spiritissma” im ähnlichen, sprich nicht zu grossen Rahmen, stattfindet.

Natürlich möchte ich gerne noch ein paar Produkte erwähnen, die mich persönlich begeistern konnten (die Verkostungsnotizen sind meine subjektiven Empfindungen und die eines Anfängers ;) ):

Lagavulin 21y

Schon die 16 jährige Standardabfüllung finde ich sehr gelungen, also dachte ich, dass ich mal diese etwas ältere Spezialabfüllung verkoste. Zu kaufen gibt es diesen Single Malt soweit ich weiss nur noch selten für ca. 300 -500 CHF pro Flasche. Der 21 jährige ist auf jeden Fall ein toller Single Malt, der weniger torfig und rauchig daherkommt als der 16 jährige. Ich fand die “Mischung” zwischen dem typischen Islay-Charakter und der angenehmen Frucht/Süsse toll. Ein sehr komplexes/vielseitiges Erlebnis.

Nase: Vanille, Caramel, leicht Torf

Gaumen: Torf, geräuchertes Fleisch, Rauch, fruchtige Süsse

Abgang: torfig

St. Etienne XO

Ein 8 Jahre gereifter Agricole Rum aus Martinique. Agricole Rum kannte ich bisher kaum, und wenn nur als Rum zum Mixen (Saint James Royal Ambre). St. Etienne ist für 125 CHF bei Glen Fahrn erhätlich.

Nase: dunkle Schokolade, Holz

Gaumen: dunkle, bittere Schokolade, Holz, frisches Zuckerrohr, würzig, süss

Abgang: würzig

Caol Ila 12y

Wie auch der Lagavulin ein Single Malt der Classic Malt Collection von Diageo. Und auch wieder Lagavulin ein Islay-Whisky, allerdings aus dem Norden der Insel. Da ich dem Islay-Charakter eher zugetan bin, musste ich diese Standardabfüllung natürlich verkosten. Caol Ila 12y ist in meinen Augen einges milder als z.b. Lagavulin oder Laphroaig. Kostenpunkt: ca. 60 CHF bei Glen Fahrn.

Caol Ila 12y Nase: Torf, Rauch

Gaumen: Torf, Rauch (aber eher mild), frische Birnen

weitere Erwähnungen

Käser bot einen interessanten Schokoladengeist an, der an eine bittere, dunkle Schokolade erinnerte. Sicherlich interessant zum mixen.

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Spiritissima und Whisky Schiff Luzern im März 09

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Spiritissima

Am 7. März 2009 von 12:00 – 19:00 findet im Papiersaal des Sihlcity Zürich zum zweiten Mal die von Glen Fahrn organisierte Spiritissima statt.
Neben dem Verkauf von Spirituosen, bei welchem Privatkunden von 10% Messerabatt profitieren, können auf 500m2 verschiedene Spirituosen sowie Champagner und Weine degustiert werden. Dabei sollen über 100 Raritäten verkostet werden können.
Unter anderem ist auch The Bitter Truth vertreten. Aufgelistet sind sie unter “Gin”. Ob hier wohl der “neue” Sloeberry Gin vorgestellt wird?

Ab 19:30 startet dann ein Cognac-Tasting, welches 180 CHF und auf 40 Personen limitiert ist. Hier der offizielle Text von Glen Fahrn

Erstmalig führen wir im Anschluss an die Spiritissima eine VIP Cognac-Soirée (ab 19.30 Uhr) mit Ihnen und zahlreichen Persönlichkeiten aus Lifestyle und Wirtschaft durch.
Unser Messebotschafter Miguel San Juan heisst Sie persönlich willkommen. Sie werden entführt in die unglaubliche Welt des Cognacs. Entdecken Sie in einer einzigartigen VIP Soirée Cognacs längst vergangner Zeiten und echter Handwerkskünste. Seltenste und rare Cognacs werden verkostet – eine Chance die sich im Leben nur wenige Male zeigt!

Sie degustieren einen Cognac Bisquit (1842) noch vor der Gründung der Schweizer Bundesverfassung (1848), einen Cognac Meukow “Le Drapeau” (1880) vor kurz nach der Erfindung des Telefons (1876), einen Cognac Hennessy Richard mit 200jährigen Cognac-Anteilen aus der napoleonischen Zeit (um 1800) – nur um die Wichtigsten zu nennen. Ein einmaliges historisches und geschmackliches Erlebnis! Alleine die drei ältesten Cognacs beziffern einen Wert von rund 13’000.- CHF – aber Ihre Erlebniskarte kostet nur einen Bruchteil des echten Wertes!

Die Teilnehmerzahl ist streng limitiert auf 40 Glückliche! Sichern Sie sich noch heute Ihre Teilnahme für nur 180.-!

Ich bin mal gespannt, die erste Spiritissima habe ich leider verpasst

Whisky-Schiff Luzern

Ende März, genauer am 27 und 28 März 2009 findet in Luzern die dritte Ausgabe des Whisky-Schiff Luzern statt.
Sicherlich für alle, die Whisky nicht abgeneigt sind, interessant. Aber auch wer sich für Rum, Cognac oder Grappa interessiert, wird ein Angebot finden. Gemäss Website werden über 40 Stände präsent sein und über 500 Whiskies (nicht nur Single Malts) werden zum degustieren angeboten (die meisten auch zum Verkauf).

Im Gegensatz zur Spiritissima ist der Eintritt hier nicht frei und kostet 10 CHF.  Das Degustieren kostet sogenannte Jetons (1 Jeton = 1 CHF), wobei die meisten Whiskies zwischen 2 – 7 Jetons für 1cl kosten sollen.

Interessant finde ich, dass eine Live-Whiskybrennerei geplant ist. Mal schauen…

Neben dem eigentlichen Whiskyschiff werden einige Rahmenprogramme wie z.b. ein Whiskyseminar angeboten (mehr auf der Website)

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