swisscocktailblog.ch



swissBARworld

Tags: , , , , , ,

Eingang SwissBarWorldVom 21. September bis zum 22. September fand in Winterthur die erste SwissBarWorld statt. Die Messe ist, anders als der BCB in Berlin, nur für Fachpublikum geöffnet. Neben verschiedenen Ausstellern fand man als Besucher auch eine Showbühne, eine Tasting Area sowie ein Forum vor.

Vortrag von Markus Blattner

Mit etwas Verspätung öffnete die Messe um ca. 11:30 und es ging sogleich los mit einem Vortrag von Markus Blattner aus der Widderbar, der auf der Showbühne in Vergessenheit geratene Spirituosen und Cocktails vorstellte. Unter anderem wurde Old Tom Gin, Chartreuse und Weisflog Bitter vorgestellt. Weisflog Bitter wurde im 19. Jh. vom deutschen Arzt Gustav Erdmann Weisflog in Zürich erfunden. Eigentlich war es es als Bitter gegen Magenversäuerung gedacht, aber wie das halt so ist, wurde diese “Medizin” schnell als Apéritif entdeckt. Zum Schluss stellte Markus Blattner noch einige alte Cocktailshaker vor, deren Funktionsweise z.t. doch sehr interessant war. Wer sich für Cocktailshaker interessiert, sollte mal bei Shakerliebe vorbei schauen.
Sehr interessanter Vortrag!

Beim umherschlendern in den Hallen der Messe merkte man relativ schnell, dass die ganze Messe relativ klein war. Sowohl Platz- als auch Besuchermässig. Eigentlich sehr angenehm, hatte man doch immer genug Platz um sich ungestört irgendwo hinzubewegen.

Barfood

Als zweites schaute ich mir den Vortrag über Barverpflegung an, welche von zwei Köchen vorgestellt wurde. Hier wurde sehr viel Show, inklusive Gesangseinlage, geboten und einige interessante Kreationen vorgestellt (Sauerkraut mit Curry). Bei einigen war ich mir allerdings nicht ganz sicher, ob die tatsächlich in eine Bar passen.

Wildfrucht-Tasting

Um ca. 13:30 wurde in der Tasting Area ein Tasting mit schweizer Wildfruchtdestillate durchgeführt. Das konnte ich mir nicht entgehen lassen. Leider füllten sich die verfügbaren Plätze nur sehr zögerlich. Ob diese Brände zu speziell sind? Das Wodka Tasting vorher war doch sehr gut gefüllt…
Wie auch immer: Das Tasting war für mich einer der Höhepunkte der Messe. Hansjörg Zehnder vom schweizer Schnaps-Forum führte durch das interessante Tasting, welches auch 6 verschiedenen Destillaten bestand. Ganz toll fand ich, dass wir umfangreiche Informationen zu Wildfrüchten allgemein, sowie Bezugsadressen zu den verkosteten Destillaten ausgehändigt bekamen. Das hätte ich mir auch an anderen Stellen gewünscht. Verkostet wurde Schlehe, Zibarte (eine Wildpflaume), Wildkirsche, Sureau (schwarzer Holunder), Kornelkirsche, Wilde Vogelbeere. Während die ersten drei Brände eher mild daherkamen, waren die letzten drei doch eher wuchtig und intensiv. Insbesondere die Kornelkirsche roch ziemlich ungeniessbar (Brennsprit), entfaltete im Mund aber interessante und leckere Noten. Begeistert war ich auch vom Brand der Wildkirsche. Aber auch die leider unverkäufliche Vogelbeere schmeckte mit ihre sehr grünen Noten interessant. Da die Brände alle von kleinen Destillerien hergestellt werden, haben die Produkte natürlich ihren Preis.

Choctails

Auf der Showbühne präsentierte Stefan Stevancsec ChocTails, also Cocktails mit Schokolade. Eine interessante Präsentation, die nicht nur Cockails beleuchtete, sondern auch Schokolade und damit verbundene Trends beleuchtete.
Natürlich wurde die Zeit auch genutzt um den neuen Mozart Dry, einen klaren Schokoladenbrand, vorzustellen, ein Produkt, dass ich mir sicherlich kaufen werde :)

Rum-Tasting

Und wieder ein Tasting: Diesmal Rum mit Jürgen Deibel. Auch hier wurden wieder sechs Proben verkostet, diesmal aber blind. Die Teilnehmer sollten zusammen erraten, um welche Rums es sich jeweils handelte. Aufgelöst wurde am Schluss. Spannende Sache (auch wenn meine persönliche Trefferquote nicht so berauschend war, aber daran lässt sich ja noch arbeiten ;) ), insbesondere Jürgen Diebel hat mich mit seinem Fachwissen nachhaltig beeindruckt!

Avantgarde Drinks

Wer ruht der rastet und deshalb gings gleich zurück zur Showbühne, wo sogenannte Avantgarde Drinks präsentiert wurden. Avantgarde Drinks sind nichts anderes als molekulare Cocktails. “Als Evolution” wurde diese Art von Drinks angepriesen, eine Meinung, die ich nicht teilen kann. Ich habe da jeweils das Gefühl, dass es mehr um Schein als um Sein geht. Nach wenigen Minuten verliess ich die Präsentation mangels Interesse und ging was essen.

Pisco-Tasting

Als Abschluss der Tastings fand ein Pisco-Tasting statt und da ich eigentlich keine Ahnung von Pisco hatte, nahm ich natürlich auch hier teil. Wiederum führte Jürgen Deibel durch das Tasting. Insgesamt wurden hier nur drei Proben verkostet. Auch dieses Tasting war wieder unheimlich informativ.

Eigentlich wollte ich dann noch das Forum besuchen, um mir Michael Zotters Vortrag über Online Medien anzuhören. Durch die Verspätung überschnitten sich das Tasting und der Vortrag, so dass ich diese Veranstaltung verpasste. Leider!

Grand Prix Havana Club 2009

Grandprix Havana Club 2009

Um 17:00 war dann eigentlich fertig für heute bzw. es war der Beginn des Grand Prix Havana Club 2009 Finales. Die erste Runde aus vier Finalisten verpasste ich. Im Nachhinen nicht besonders tragisch.
Ich weiss ja nicht was die Vorgaben waren, aber jeder der vier Finalisten aus dem zweiten Durchgang präsentierten einen Longdrink mit etwas Spirituosen und ganz viel Fruchtsaft oder sonstigen Fillern (so ab ca 12cl). In 3 von 4 Fällen mit Maracuja bzw. eine Orangensaft/Maracuja Mix (bitte korrigiert mich, wenn mich hier irre). Die Situation, welche in Deutschland immer wieder kritisiert wird, lässt sich anscheinend auch auf die Schweiz übertragen. Irgendwie ist in den Köpfen immer noch verankert, dass ein Cocktail zwingend fruchtig sein muss. Natürlich kann dies lecker sein, aber, dass gerade 100% der Teilnehmer solche Drinks kreeiren, zeugt nicht gerade von Inovation, schade.

Schlussbemerkung

Ich empfand die erste SwissBarWorld als gelungen. Mann kann sich jetzt natürlich fragen, ob es Sinn macht, Leute aus dem Hobbybereich auszuklammern. Auf der einen Seite wären diese Leute doch ein schöner Farbtupfer, auf der anderen Seite aber, wächst das Risiko eines Sauftourismus. An an der SwissBarWorld wurde viel gratis angeboten, was an einer öffentlichen Messe wohl kaum funktionieren geschweige denn wirtschaftlich wäre. Ein bisschen entäuscht bin ich von der Kommunikation. Wir befinden uns mittlerweile im 21. Jahrhundert, die neuen Medien haben sich etabliert und trotzdem findet man nirgends einen Hinweis darauf, wer jetzt denn Grand Prix Havana Club 2009 gewonnen hat. Für mich gerade in der heutigen Zeit unverständlich. Insgesamt war die Messe aber interessant, auch wenn merkte, dass z.b. Deutschland mit der Barkultur schon etwas weiter ist.

Eingang SwissBarWorld

Im nächste Beitrag werde ich von den SwissBarAwards berichten

Artikel verbreiten:

Diese Icons verlinken auf Bookmark Dienste bei denen Nutzer neue Inhalte finden und mit anderen teilen können.
  • MisterWong
  • Y!GG
  • Oneview
  • del.icio.us
  • StumbleUpon
  • Reddit
  • Furl
  • email
  • Print

Fentimans Produkte in der Schweiz erhältlich

Tags: , , , , ,

Auf der Suche nach Bezugsquellen für Fentimans Ginger Beer und Tonic Water bin ich über silverspirits.ch gestossen.
Mixology Abonenten kennen diesen Shop bereits, da er in der Ausgabe 1/09 vorgestellt wurde. Zu dieser Zeit war ich noch kein Abonent und wusste dementsprechend nichts davon, umso erfreuter war ich.
Den Mixology Artikel findet ihr ansonsten auch hier.

Einzige Bestellmöglichkeit ist per Email was auch zügig und freundlich funktioniert. Die Flaschen (125ml) können nicht einzeln, sondern nur in 24-er Kartons für je 54 CHF gekauft werden. Das klingt jetzt zwar mengen- und preismässig nach viel für Tonic Water, aber es lohnt sich definitiv und 24 Flaschen sind auch nicht zuviel ;)

Wer nicht gleich einen ganzen Karton bestellen will, findet die Produkte auch unter http://www.pernet-comestibles.ch/index.php?id=98. Allerdings etwas teurer und mit 15 CHF Versandkosten

Was ist Ginger Beer?

Ginger Beer ist ein kohlesäurehaltiger (normalerweise) Soft Drink, der, wie der Name vermuten lässt, unter anderem stark nach Ingwer schmeckt. Fentimans Ginger Beer besitzt ausserdem eine ausgeprägte Kräuternote.
Erfunden wurde diese Getränk bereits 1700 in England. Mehr zu Ginger Beer findet ihr in der Wikipedia.

Doch für was überhaupt Ginger Beer kaufen?
Einerseits kann man es natürlich pur trinken, aber genial wird das Ganze erst als Dark & Stormy

Dark & Stormy

  • 6cl dunkler Rum (Goslings Black Seal)
  • 10-12cl Fentimans Ginger Beer
  • bei Bedarf etwas Limettensaft

Die Mischung im Tumbler auf Eis servieren (built in glass)

Was ist Tonic Water?

Jeder kennt wahrscheinlich das Tonic Water von Schweppes mit seiner ausgeprägten bitteren Geschmack, der vom Chinin herrührt (welches übrigens unter UV-Licht leuchtet ;) ). Genau wie das Ginger Beer (0.5%) von Fentimans ist Tonic Water alkoholfrei und der bekannteste Drink mit Tonic Water dürfte der Gin Tonic sein, dem ich bisher viel zu wenig Aufmerksamkeit schenkte. Definitiv ein Fehler. Ich mag meine Gin Tonic im Verhältnis 1:3 und als Gin gefällt mir der Whitley Neill ausserordentlich gut.

Artikel verbreiten:

Diese Icons verlinken auf Bookmark Dienste bei denen Nutzer neue Inhalte finden und mit anderen teilen können.
  • MisterWong
  • Y!GG
  • Oneview
  • del.icio.us
  • StumbleUpon
  • Reddit
  • Furl
  • email
  • Print

Bar Beverage Magazin

Tags: , , , ,

Vor kurzem bin über das Bar Beverage Magazin gestolpert, welches von denselben Leuten herausgegeben wird, welche auch Bar News, eine Schweizer Bar-Zeitschrift, veröffentlichen.

Doch was ich das Bar Beverage Magazin eigentlich?

Bei diesem Magazin handelt es sich um eine jährliche erscheinende, A4 grosse Hochglanzbroschüre, welche die Produkte aller grosser Importeure der Schweiz auflistet. Gerade für Anfänger ein gutes Nachschlagewerk, um sich mal einen groben Überblich über das Angebot in der Schweiz zu verschaffen.

Allerdings mit einem Wermutstropfen: Wie erwähnt, werden die Produkte der grossen Importeure gelistet, was mich unter anderem vermuten lasst, das hier Geld fliessen (muss), damit Produkte bzw. Anbieter ins Heft aufgenommen werden. Desweitern fehlen, vielleicht deswegen, zum Beispiel Glen Fahrn, welche der offizielle Importeuer von The Bitter Truth Produkten in der  Schweiz ist. Sehr schade, da gerade diese Produkte sehr interessant und in meinen Augen auch wichtig sind (somit findet sich nur Angostura als Cocktailbitter)
Weiters fehlen auch Produkte, welche keinen offiziellen Importeur haben, wie St. Germain oder Secret Treasures Old Tom Gin. Wer also auf der Suche nach etwas spezielleren Produkten ist, der kommt nicht darum rum, sich entweder durch Google-Ergebnisse zu wühlen oder diesen Blog zu lesen ;)

So bleibt ein für den Anfänger interessantes Heft, welches zwar vor allem übliche Verdächtige listet, aber dennoch einen Blick wert ist.
Wer interessiert ist, kann das Heft auch als Privatperson gratis bestellen.

Artikel verbreiten:

Diese Icons verlinken auf Bookmark Dienste bei denen Nutzer neue Inhalte finden und mit anderen teilen können.
  • MisterWong
  • Y!GG
  • Oneview
  • del.icio.us
  • StumbleUpon
  • Reddit
  • Furl
  • email
  • Print

Whisky Schiff 2009, Luzern

Tags: , ,

Zu dritt kamen wir um ca. 18:00 beim Whisky-Schiff an, welches sich tollerweise gleich beim Bahnhof Luzern befand. Eintritt kostete 10 CHF, plus 3 CHF für ein Tastingglas, sowie 1 CHF pro Jeton, mit welchen man die Degustationen bezahlte. “Whisky-Schiff” ist eigentlich der falsche Begriff, richtigerweise müsste es “Whisky-Schiffe” heissen, da sich die ganze Veranstaltung über drei Schiffe erstreckte, welche man bequem über kleine Stege erreichte.

Als wir ankamen waren die  Schiffe schon relativ gut besucht und ich war erstaunt, neben uns selbst, soviele Junge Leute anzutreffen. Hätte ich nicht gedacht. Neben dem Degustieren von Whisky, befand sich auf einem Schiff eine Raucherlounge, auf wieder einem anderen ein Restaurant sowie Whisky-Glace. Desweiteren konnte man sich an verschiedenen Grilladen gütlich tun. Anders als an der Spiritissima, an welcher neben Whisky auch andere Produkte, wie Cognac, Rum und verschiedene Liköre angeboten wurden, konzentriete man sich hier primär auf Whisky. Rum konnte man zwar an 1-2 Ständen degustieren. Das wars dann aber auch.
Erwähnenswert waren allerdings die verschiedenen schottischen “Ales”, welche ebenso angeboten wurden.

Preislich war das Ganze sehr fair. Standardabfüllungen kosteten zwischen 1 – 3 CHF für 1cl. Wer wollte, konnte natürlich auch speziellere/ältere Abfüllung verkosten, welche dann auch bis ca. 50 CHF kosteten (war zumindest das Teuerste was ich fand). Geld habe ich trotzdem genug liegen gelassen…

Ich empfand auch die Stimmung als sehr gemütlich, man fühlte sich wohl und wurde von den Ausstellern auch beraten, wenn man z.t. etwas ratlos vor den Flaschen stand und sich nicht entscheiden konnte. Einige nahmen sich mehr Zeit, einige weniger. Positiv hervorheben muss ich hier die Leute von Glen Fahrn.

Ich werde nächstes Jahr auf jeden Fall wieder nach Luzern reisen!

Zum Schluss möchte ich noch ein paar Produkte erwähnen, die mir besonders gefallen haben.

Tamdhu 34y

34 Jahre verbrachte dieser Single Malt im Fass und besitzt als “Cask-Strength” nur noch knapp über 40 Volumenprozent. Ein milder Speyside Malt, der in der Nase leicht salzig und würzig ist. Am Gaumen süss, nach Beeren duftend und ein Anflug von Banane.

Glencadam 10y

Der Geruch von reifen Bananen erschlug mich hier fast. Dachte eigentlich, dass ich diese Art von Single Malt nicht mag, so kann man sich irren. Der Geruch nach reifen Bananen setzt sich auch am Gaumen fort. Dazu gesellt sich eine leichte Honignote, sowie ein Geschmack von Blumen (genauer kann ich es auch nicht definieren ;) )

Glenmorangie Signet

Die zehnjährige Standardabfüllung von Glenmorangie mag ich ja überhaupt nicht, aber vom Signet habe ich schon viel gutes gehört. Die Abfüllung schmeckt sehr stark nach Kakao und bitterer, dunkler Schokolade. Ein interessantes Erlebnis, welches mit über 200 CHF aber relativ teuer ist. Das Preisleistungsverhältnis empfinde ich ehrlichgesagt, nicht gerade als gut. Aber das ist wohl Geschmackssache.


Artikel verbreiten:

Diese Icons verlinken auf Bookmark Dienste bei denen Nutzer neue Inhalte finden und mit anderen teilen können.
  • MisterWong
  • Y!GG
  • Oneview
  • del.icio.us
  • StumbleUpon
  • Reddit
  • Furl
  • email
  • Print

Spiritissima 2009

Tags: , , , ,

Am Samstag fand im Sihlcity, Zürich zum zweiten Mal die von Glen Fahrn organisierte Spirituosenmesse “Spiritissima” statt. Im sogenannten “Papiersaal”, im ersten Stock, präsentierten neben Glen Fahrn, verschiedene andere Aussteller wie z.b. Käser, Diageo oder Campari ihre Produkte. 500m2 umfasste die Ausstellung, was weniger ist, als vermuten könnte. Ich persönlich fand die Grösse gerade richtig, nicht zu gross nicht zu klein. Es gab während keiner Zeit ein Gedränge o.ä., auch wenn sich die Halle gegen Ende des Nachmittags doch ganz schön gefüllt hatte. Natürlich konnte man die verschiedenen Produkte auch verkosten, dazu musste man eine Degustationskarte im Wert von 20 CHF, sowie ein Tastingglas für 5 CHF (Depot) kaufen. Sehr schön: Sollte eine Degustationskarte nicht vollständig aufgebraucht sein, kriegte man den Restbetrag zurück. Allgemein ist zu sagen, die Preise waren in meinen Augen sehr fair bemessen. So kostete eine Standardabfüllung eines Whiskies zwischen 1 und 3 CHF pro Probe (1cl). Hochgerechnet auf 4cl, welche oft in Bars angeboten werden, ein toller Preis.

Doch was wurde überhaupt angeboten?
Vor allem Whisky-Freunde kamen auf ihre Kosten, stellte diese Spirituose doch das Hauptangebot dar. Aber auch Rum, Cognac, Wein und (ein wenig) Gin wurden Angeboten (plus weitere Produkte, wie Liköre etc.). Neben Standardabfüllung bot sich Interessierten auch die Chance Raritäten, auch hier vor allem Single Malts, zu verkosten. Die waren dann natürlich etwas teurer als 3 CHF, aber eine tollen Chance Produkte zu testen, die ich mir privat wohl eher nicht anschaffen werde/kann/will. Die Aussteller waren alle sehr freundlich und gaben sich wirklich Mühe, einem die verschiedenen Produkte näher zu bringen oder bein Nachfrage ein Produkt zu empfehlen. Einziger Wermutstropfen, war, dass man die Produkte nicht direkt kaufen und mitnehmen konnte, sondern nur über Glen Fahrn bestellen. Ehrlich gesagt, ein Wermutstropfen der praktisch nicht ins Gewicht fällt, in Anbetracht der ansonsten tollen Messe.
Ich persönlich hoffe, dass auch nächstes Jahr wieder eine “Spiritissma” im ähnlichen, sprich nicht zu grossen Rahmen, stattfindet.

Natürlich möchte ich gerne noch ein paar Produkte erwähnen, die mich persönlich begeistern konnten (die Verkostungsnotizen sind meine subjektiven Empfindungen und die eines Anfängers ;) ):

Lagavulin 21y

Schon die 16 jährige Standardabfüllung finde ich sehr gelungen, also dachte ich, dass ich mal diese etwas ältere Spezialabfüllung verkoste. Zu kaufen gibt es diesen Single Malt soweit ich weiss nur noch selten für ca. 300 -500 CHF pro Flasche. Der 21 jährige ist auf jeden Fall ein toller Single Malt, der weniger torfig und rauchig daherkommt als der 16 jährige. Ich fand die “Mischung” zwischen dem typischen Islay-Charakter und der angenehmen Frucht/Süsse toll. Ein sehr komplexes/vielseitiges Erlebnis.

Nase: Vanille, Caramel, leicht Torf

Gaumen: Torf, geräuchertes Fleisch, Rauch, fruchtige Süsse

Abgang: torfig

St. Etienne XO

Ein 8 Jahre gereifter Agricole Rum aus Martinique. Agricole Rum kannte ich bisher kaum, und wenn nur als Rum zum Mixen (Saint James Royal Ambre). St. Etienne ist für 125 CHF bei Glen Fahrn erhätlich.

Nase: dunkle Schokolade, Holz

Gaumen: dunkle, bittere Schokolade, Holz, frisches Zuckerrohr, würzig, süss

Abgang: würzig

Caol Ila 12y

Wie auch der Lagavulin ein Single Malt der Classic Malt Collection von Diageo. Und auch wieder Lagavulin ein Islay-Whisky, allerdings aus dem Norden der Insel. Da ich dem Islay-Charakter eher zugetan bin, musste ich diese Standardabfüllung natürlich verkosten. Caol Ila 12y ist in meinen Augen einges milder als z.b. Lagavulin oder Laphroaig. Kostenpunkt: ca. 60 CHF bei Glen Fahrn.

Caol Ila 12y Nase: Torf, Rauch

Gaumen: Torf, Rauch (aber eher mild), frische Birnen

weitere Erwähnungen

Käser bot einen interessanten Schokoladengeist an, der an eine bittere, dunkle Schokolade erinnerte. Sicherlich interessant zum mixen.

Artikel verbreiten:

Diese Icons verlinken auf Bookmark Dienste bei denen Nutzer neue Inhalte finden und mit anderen teilen können.
  • MisterWong
  • Y!GG
  • Oneview
  • del.icio.us
  • StumbleUpon
  • Reddit
  • Furl
  • email
  • Print

Bartest in Winterthur: Cotton Corner Bar

Tags: , ,

Als zweite Bar im Test war die Cotton Corner Bar, welche sich an der Ecke Museumsstrasse/Merkurstrasse  gleich beim Bahnhof befindet, an der Reihe.
Die Cotton Corner Bar (Baumwoll-Eck) gehört zu einem Unternehmen welches im internationalen Baumwollhandel tätig ist. Wie auch die Fahrenheit-Bar bietet die Cotton Corner Bar tagsüber verschiedene Menus (Grillspezialitäten) an.

Gleich beim betreten der Bar fällt auf, dass die Theke in einem oval angeordnet ist.  Der Arbeitsbereich der Barkeeper befindet sich innerhalb dieses Ovals, während rundherum Sitzgelegenheiten in Form von Barhockern vorhanden sind. Neben dieser Theke, welche eine Grossteil des Raums einnimmt,  befinden sich auch noch einige Sofas im Raum. Die gesamte Bar ist in schummriges, rötliches Licht getaucht. Störend empfand ich die etwas zu laute Musik (ausserdem gar nicht mein Geschmack ;) ).

Als wir spätabends die Bar besuchten, war diese etwa halbvoll. Im Gegensatz zur Fahrenheit-Bar war der Altersdurchschnitt hier etwas höher.
Wir setzten uns also an die Theke und ordeten einen Manhatten, was sogleich zur ersten Entäuschung führte. Manhatten steht nicht auf der Karte, ergo gibt’s ihn nicht. Nun gut, so warfen wir als einen Blick in die nicht gerade üppige und für mich etwas entäuschende Barkarte. Nach kurzem Durchblick ebendieser bestellte ich einen Gin Sour, welcher nach kurzer Zeit auch kam und mich erst einmal leer schlucken lies. Was da vor mir stand, ähnelte in keinster Weise dem was ich erwartet habe. Serviert in einem Old Fashioned Glas mit Crushed Ice gefüllt, schwappte eine gelblich-bräunliche Flüssigkeit umher (und ein Strohhalm). (Ich dachte immer, Gin, Zuckersirup und Limettensaft seien eigentlich nicht für ihre gelbe Farbe bekannt).
Nach dem ersten Schluck war auch klar, was die gelbe Frabe war: Orangensaft (zur bräunlichen Färbung komme ich später ;-) )
Jetzt kann man darüber streiten, ob Orangesaft in einen Sour darf oder nicht. Grundsätzlich sollte ein Cocktail schmecken und wenn also jemanden seinen Sour mit Orangensaft will, dann will er es halt so. Auch wenn ich es nicht verstehe, da ich denke, dass man mit grosszügiger Zugabe von Fruchtsäften eher schlechte Qualität der Zutaten kaschieren will, als irgendwas anderes. Desweiteren sollte ein Sour doch den Charakter der Grundspirituose wiedergeben. Fruchtsäfte sind für dieses unterfangen eher hinderlich.
Auf jeden Fall wandte ich mich etwas erstaunt an die Barkeeperin, warum den da Orangensaft drin sei, ich kenne das anders. Lapidare Anwort ihrerseits: “Das stehe ja auch so in der Karte”. Nun, da mag sie wohl recht haben, es stand wirklich in der Karte (und ich bin somit selber schuld), aber die Art und Weise, fand ich befremdlich. Es schien, als wäre gar kein Interesse am Gast vorhanden. “Was nicht auf der Karte steht, wird nicht gemacht und wenn es dir nicht passt wie es gemacht wird, dann hast du halt Pech gehabt. “. Guter Service geht anders.

Aber zurück zum Drink, bei dem ich zugeben muss, dass ich die Zubereitung total verpennt habe (deshalb auch ein zweiter Test, siehe weiter unten).
Viel zu sagen gibt es nicht. Er schmeckte nach Orangensaft mit Alkohol. Vielleicht war es Gin, vielleicht Wodka, vielleicht aber auch nur Neutralalkohol.
Ich trank aus, bezahlte die 16 (!) CHF und wir verliessen die Bar, etwas verärgert und entäuscht.
Trotzdem war ich entschlossen, der Bar noch einen weiteren Besuch abzustatten, was ich dann auch tat.

Nachdem letzten Erlebnis, war ich mir nicht sicher was ich mir diesmal bestellen sollte. Planter’s Punch? Ne, lieber nicht. Die eine Barkeeperin erkannte mich noch vom letzten Mal und meinte, dass ich jetzt ja wisse, dass sie einen Sour mit Orangensaft machen.
Also versuchte ich es erneut und bestellte wieder einen Gin Sour, diesmal mit dem Wunsch, keinen Orangensaft hinzuzugeben. Eigentlich hätte ich bereits bei der Reaktion (diesmal eine andere Barkeeperin) auf meinen Wunsch die Bestellung zurückziehen sollen und ein Bier bestellen. Die Reaktion? Erstaunen, durchsetzt mit leichtem Unglauben…
Auf jeden Fall machte sie sich dann daran, den Gin Sour zuzubereiten.
Ein wenig Gin (Gordon’s)
etwas doppelt soviel Zitronensaft aus der PET-Flasche (nicht frisch) und drei Teelöffel brauner Zucker (jetzt wissen wir auch, woher die bräunliche Farbe kommt).
Das Ganze mit Crushed Ice füllen, sachte schütteln. Fertig!

Es erinnerte mehr an eine “Bar”, welche sich in einer Disco o.ä. befindet, als an ein Betrieb, welcher sich selbst “Bar” nennt.  Während man in anderen Bars spürt, dass der Gast wichtig ist und der Barkeeper Spass hat, fehlt dies hier leider.

Während der erste Gin Sour einfach langweilig und belanglos war, war dieser schlicht und einfach ungeniessbar. Da passte gar nix, wenn man ihn mit dem Strohhalm trank, hatte man immer lecker Zuckerkörner im Mund und vom “Geschmack” möchte ich gar nicht reden. Auf ihre Frage, ob er schmecke, verneinte ich und meinte, dass ich Sours eigentlich im Verhältnis 5-2-1 (ungefäht) kenne und, dass man den Gin gar nicht richtig schmecke, worauf sie antwortete, dass hier sicherlich 4cl Gin drin seien. Meine Entgegnung, dass aber sicherlich doppelt soviel Zitronensaft drin sei, liess sie unkommentiert.
Ich liess den Cocktail stehen, bezahlte und ging, mit der Absicht diese “Bar” nicht mehr zu besuchen.

Fazit

keine EmpfehlungDefinitiv keine Empfehlung. Eigentlich hatte ich erwartet, dass diese Bar zu den Bessern in Winterthur gehört.
Die Cotton Corner Bar präsentiert sich zwar als Bar, aber die Cocktails werden lieblos zusammengeschüttet und man scheint kein wirkliches Interesse am Gast zu haben (geschweige denn an der Materie). Nur die für Winterthur sehr hohen Preise, sind auf dem Niveau einer guten Bar.

Artikel verbreiten:

Diese Icons verlinken auf Bookmark Dienste bei denen Nutzer neue Inhalte finden und mit anderen teilen können.
  • MisterWong
  • Y!GG
  • Oneview
  • del.icio.us
  • StumbleUpon
  • Reddit
  • Furl
  • email
  • Print

Bartest in Winterthur: Fahrenheit Bar

Tags: , , ,

Wie versprochen gibt es heute den ersten Test zu einer Winterthurer Bar.

Die Premiere macht die Fahrenheit Bar, welche sich in der Winterthurer Altstadt, genauer an der Steinberggasse 65, in der Nähe des Kino Kiwi befindet.
Gegründet wurde die Bar im Jahr 2005 und bietet 50 Sitzplätze im innern, sowie 60 Gartensitzplätze an. Erwähnenswert ist, dass den Gästen gratis W-LAN zur Verfügung steht. Am Abend beim Cocktailtrinken zwar eher unwichtig, aber tagsüber wird aus der Fahrenheit Bar ein Café, dass über Mittag auch verschiedene Menues anbietet.
Auf der Website der Bar kann man sich die Barkarte anschauen, welche auf den ersten Blick einige angenehmen Überraschungen bietet, die man sonst nicht auf jeder (Winterthurer) Barkarte findet (z.b. Pisco Sour).

Nun, Freitag abend also, machte ich mich auf diese Bar zu testen. Als ich um kurz vor halb neun die Bar betrat, war sie schon ordentlich voll, vornehmlich mit eher jüngeren Leuten. Die meisten sassen an schwarzen Bistro-Tischen und was sofort auffiel: die meisten tranken Bier oder Wein, praktisch niemand genoss einen Cocktail.
Ich “kämpfte” mich also zur metallenen Bartheke, welche etwa 7-8 Leuten Platz bot durch und nahm Platz. Die Spirituosen, welche hinter der Theke auf den Regalen standen, entsprachen alle etwa dem Standard, den man sich in einer “normalen” Bar der Schweiz gewöhnt ist. Likör von Bols, Four Roses Bourbon etc. Daneben noch eine schöne Auswahl Single Malts.

Da wie bereits erwähnt, bereits einiges los war musste ich etwas warten, bis mich die Servicefachangestellte nach meinem Wunsch fragte. Als ich einen Manhatten, wenn möglich mit Bourbon bestellte, meinte sie, dass sie den Barkeeper (war grad unterwegs am kassieren) informieren werde. Der Barkeeper, ein Mann irgendwo zwischen 40 und 50 schätze ich, kam und begang sogleich einen Manhatten (auf der Karte mit Canadian Whisky) zuzubereiten. Die Information, dass ich den Manhatten gerne mit Bourbon gehabt hätte, schien nicht bis zu ihm durchgedrungen zu sein. Egal, ich lies ihn gewähren und war auf das Ergebnis gespannt.
Als erstes gleich mal ein positiver Eindruck, die Gläser werden mit Eiswürfel vorgekühlt.
Der weitere Verlauf war dann etwas weniger positiv. So wurde zwar ein Barmass benutzt, um die Zutaten abzumessen, aber insgesamt wirkte der Barkeeper etwas fahrig, nervös und unsicher. Es schien mir als hätte er das Rezept für den Manatten zuerst nachschlagen müssen (mein Eindruck, ob das den Tatsachen entspricht, kann ich nicht sagen). Auch die Handgriffe wirkten fahrig, gestresst. Dazu muss man fairerweise auch erwähnen, dass immer wieder Leute kamen, die jetzt unbedingt zahlen wollten auf irgendwie penentrante Art und Weise, obwohl sie sahen, dass der gute Mann gerade beschäftigt war. Der Barkeeper quittierte das Verhalten dann auch entsprechend mürrisch und genervt. Das ist zwar verständlich, über die Notwendigkeit lässt sich streiten.
Wie dem auch sei, nachdem Canadian Club und Punt e Mes hinzugefügt wurden, träufelte der Barkeeper noch zwei Tropfen Angostura in den Drink. Viel zu wenig in meinen Augen.
Nachdem der Drink gerührt wurde, nahm der Barkeeper das vorgekühlte Glas und kippte die Eiswürfel darin zurück in seinen Eisbehälter. Nicht so toll!
Dieses Verhalten, der sehr sparsame Einsatz von Eis (als wäre es Gold) zog sich durch den gesamtem Abend (mehr dazu unten)

Doch wie schmeckte denn jetzt der Manhatten?
Leider nicht besonders.
Der Drink schmeckte nicht rund. Der Canadian Club, der ja die Grundspirituose war, verrichtete seinen Job mehr Schlecht als Recht und schmeckte primär nach Alkohol und etwas Whisky. Der Punt e Mes schien den Whisky eher zu unterdrücken, als zu unterstützen und vom Angostura spürte man überhaupt nichts.

Erfreulich war, dass sich der Barkeeper trotz Stress etc. erkundigte, ob der Manhatten schmecke. Auf meine Antwort, dass ich ihn eher mit Bourbon mag, meinte er, dass ich ihm dies das nächste Mal sagen solle.

Als zweites bestellte ich einen Gin Sour (mit Bombay Sapphire 40%). Auch hier wurde das Glas vorgekühlt. Leider verzichtete man auf frischen Zitronensaft, andererseits verwendete man dafür scheinbar selbstgemachten Zuckersirup. Sicherlich kein Trost, aber in meinen Augen doch eine Erwähnung wert. Der Sour wurde dann geschüttelt und in das vorbereitete Glas, in dem sich keine Eiswürfel befanden (!), abgeseiht. Dies wurde bei allen Sours so gemacht, wie ich beobachten konnte. Auf die Frage, ob das so OK sei, verlangte ich nach ein paar Eiswürfel,  die mir auch ohne Probleme oder Diskussionen in den Drink gegeben wurden. Geholfen hat es leider nicht viel, mein Gin Sour war viel zu warm, mann schmeckte, dass hier kein richtiger Zitronensaft verwendet wurde und, dass der Drink einfach nicht stimmig war (was auch am verwendeten Gin liegen kann).

Nach diesen zwei Drinks und knapp 40min hatte ich dann genug gesehen, bezahlte 25 CHF (ein fairer Preis) und verliess die Bar etwas entäuscht.

Entäuscht vor allem auch, weil ich der Meinung bin, dass der Wille gute Cocktails zu kreeiren (und nicht einfach Zutaten zusammen zu schütten) seitens des Barkeepers eigentlich vorhanden ist und, dass er sich Mühe gab. Nur denke ich, dass ihm die Übung fehlt. Und wenn man sich den Klientel der Bar ansieht, weiss man auch warum, dies so ist. Wenn niemand Cocktails bestellt, was soll den ein Barkeeper tun?
(Ich weiss, eine vereinfachte Sicht der Dinge, aber ein “Problem”, auf dass ich sicherlich noch mehrmals zu sprechen komme)

Die nächsten beiden Bars, zu welchen hier Tests erscheinen, sind “das schmale Handtuch” sowie die “Cotton Corner Bar”, welche ich beide bereits am Freitag besucht habe.

Fazit

Nur eine beschränkte Empfehlung. Zwar gibt man sich Mühe, aber die Qualität der Cocktails stimmt leider  nicht. Preise sind Ok.
Vielleicht eher ein Bier (Leffe) oder einen Wein trinken (was eigentlich wiederum “schlecht” ist, siehe oben)

Artikel verbreiten:

Diese Icons verlinken auf Bookmark Dienste bei denen Nutzer neue Inhalte finden und mit anderen teilen können.
  • MisterWong
  • Y!GG
  • Oneview
  • del.icio.us
  • StumbleUpon
  • Reddit
  • Furl
  • email
  • Print

St. Germain Elderflower in der Schweiz erhältlich

Tags: ,

St. Germain Elder FlowerEigentlich erwähnte ich es bereits gestern, aber ich finde das Thema ist einen eigenen Beitrag wert.

Der Holunderblütenlikor St. Germain ist seit Anfang Jahr endlich in der Schweiz verfügbar.  Gefunden hab ich ihn für 65 CHF bei der Paul Ullrich AG aus Basel. St. Germain wird aus handgepflückten Holunderblüten, welche in den Voralpen von Haute-Savoie wachsen, hergestellt. Gepflückt werden sie im späten Frühling von ansässigen Bauern (ohne Ausnahme von Hand, wie es Tradition ist), von welchen einige die Blüten immer noch per Fahrrad transportieren. Da der Holunder nur etwa 2-3 Wochen blüht und die Blüten einmal gepflückt, relativ schnell schlecht werden, ist trotz dieser Art des Erntens Eile angesagt, damit der Geschmack des Likörs nicht darunter leidet.

Als Basis des Likörs dient Eau-de-Vie aus Chardonnay und Gamay Trauben. Als Süssstoff dient Zucker aus Zuckerrohr.
Das Ergebnis ist wunderbarer Likör mit einem ausgeprägten und doch feinem Holunderaroma und einer angenehmen Süsse .

Definitiv ein Likör, der in einen Barstock gehört.

Simon Difford hat in seinem Difford’s Guide einige sehr schöne Rezepte mit St. Germain veröffentlich. Hier sind einige davon:

Elder Sour

  • 5cl St. Germain
  • 2.5cl Limettensaft
  • 1 Eiweiss
  • 1-2 dashes Orange Bitter

gut schütteln (Eiweiss) und in einen Tumbler abseihen

Elderflower Daiquiri

  • 5cl weisser Rum
  • 2.5cl St Germain
  • 1 -1.5cl Limettensaft

Im Shaker schütteln und in ein vorgekühltes Cocktailglas abseihen

Padovani

  • 5l Single Malt (Isle of Jura 10y oder Aberlour 10y funktionieren gut)
  • 1.5cl St. Germain

Im Shaker schütteln und in einen Tumbler abseihen

Artikel verbreiten:

Diese Icons verlinken auf Bookmark Dienste bei denen Nutzer neue Inhalte finden und mit anderen teilen können.
  • MisterWong
  • Y!GG
  • Oneview
  • del.icio.us
  • StumbleUpon
  • Reddit
  • Furl
  • email
  • Print

Einkaufen in der Schweiz

Tags: , ,

Sascha von Cocktails Old Fashioned hat einen lesenswerten Anfängerleitfaden veröffentlicht, in dem es unter anderem Empfehlungen für einen Anfänger-Barstock gibt.

Während in Deutschland das “wo” beim einkaufen nicht wirklich kompliziert ist, sieht es in der Schweiz, zumindest für Private, etwas anders aus.  Nicht nur, dass die die Spirituosen im Durchschnitt etwa 30% teuerer sind, einige Produkte, die in Deutschland erhältlich sind, sind nur schwer und leider gar nicht erhältlich. Fairerweise muss ich sagen, dass sich die Situation in den letzten Monaten sehr verbessert hat und viele neue Produkte auf dem Markt sind.
Im folgenden möchte ich kurz aufzeigen (grober Überblick), wo man hier in der Schweiz was kaufen kann, so dass man sich einen qualitativ hochwertigen Barstock aufbauen kann. (es soll einfach einen groben Überblick verschaffen)

Schaut man sich das Spirituosenangebot verschiedener Shops/Läden in der Schweiz an, so fällt einem auf, dass die Schweizer wohl eher “Pur-Trinker” sind, während die Mix-Spirituosen z.t. etwas vernachlässigt werden.

Wo kaufe ich Rum?

Wer sich für Rum interessiert für den ist rum-shop.ch sicherlich die erste Anlaufstelle. Hier findet man neben den in der Schweiz eigentlich gut erhätlichen Premiumprodukten wie z.b. El Dorado 15y oder Zacapa 23y auch Rums wie den Matusalem Platino.
Sehr gut erhätlich ist in der Schweiz der Appleton White und z.t. der El Dorado white, während man auf speziellere Produkte wie Blue Bay oder Cartavio Silver leider verzichten muss.

Wo kaufe ich Gin?

Eins vornweg: Wer Gin mag, wird entäuscht sein. So sind zwar Tanqueray, Bombay Sapphire, Hendrick’s, Beefeater, Plymouth Gin etc. einfach erhältlich aber, sofern in Angebot des Herstellers, immer in der alkoholreduzierten Form. Erwähnenswert ist, dass Jelmoli G’Vine Flouraison anbietet und es anscheinend geplant ist einen Old Tom Gin ins Angebot aufzunehmen (vielleicht ist dies auch schon passiert).  Wer sich für Citadelle Gin interessiert, kann einmal bei finespirits.ch vorbeischauen.

Wo kaufe ich Whisky?

Hier gibts glücklicherweise viele Möglichkeiten. Einerseits bietet selbst Coop eine ansehlich Anzahl Whiskys zu guten Preisen an, andererseits finden man auch spezialisierte Shops wie houseofsinglemalts.ch oder worldofwhisky.ch.
Kleiner Tipp: Denner führt zwar nur eine sehr begrenze Auswahl Single Malts, allerdings zu hervoragenden Preisen (z.b. Laphroaig 10y für ca. 35 CHF).
Whisky-Liebhaber, egal ob Bourbon, Single Malt etc. sind in der Schweiz wahrscheinlich noch am besten bedient.

Wo kaufe ich Tequilla?

Mit casadeltequila.ch findet sich in der Schweiz ein Shop, welcher eine beachtliche Anzahl Tequillas anbietet.  Ansonsten findet man praktisch nur 1921 oder José Cuervo. Eine weiter Ausnahme hiervon ist ullrich.ch

Wo kaufe ich Weinbrand?

Hiermit habe ich mich habe ich mich bisher nicht beschäftigt. Cognac sollte gut erhältlich sein.

Wo kaufe ich Bitters?

Angostura bekommt eigentlich überall. Schwieriger wird er es, wenn etwas mehr will. Hier fällt mir neben ullrich.ch eigentlich nur glenfahrn.com ein, die offiziellen Vertriebspartner von The Bitter Truth. Neben den Produkten von TBT findet man hier auch Peychaud’s (allerdings nur in der 3dl Flasche). Wer Bitters von anderen Herstellern sucht, muss wohl ins Ausland ausweichen.

Wo kaufe ich Wermut?

Noilly Prat Dry ist grundsätzlich gut erhältlich, dasselbe gilt für Noilly Prat Rouge. Schwieriger wird es bei Carpano Antica Formula, den ich neben glenfahrn.com, auch bei Jelmoli gesehen habe. Kostenpunkt 49 CHF bzw. 55 CHF.

Wo kaufe ich Liköre?

Dieses Thema ist wohl zu gross, um hier zu behandeln. Auf spezielle Produkte werde ich weiter unten eingehen. Zu Erwähnen ist, dass man in der Schweiz die Marke Giffard scheinbar nicht kennt. Wichtig: St. Germain gibt es seit kurzem bei ullrich.ch

Wo kaufe ich Sirup?

Sirup ist gut erhätlich. Allerdings nur von Monin.

Shops etc.

Folgend noch eine Liste mit Shops, deren Angebot interessant sein könnte. Es kann gut sein, dass es weitere Shops gibt, die einen zweiten Blick wert sind und ganz bestimmt gibt es in den verschiedenen Städten auch sehr gute Geschäfte, die ich nicht kenne. In Winterthur z.b. findet man an der Stadthausstrasse den sehr empfehlenswerten Laden namens Traité. Vorbeischauen lohnt sich definitiv.

Shopliste

http://www.genusswelt-total.com/
http://www.schubiweine.ch/
http://ullrich.ch/
http://www.schuewo.ch/
http://www.houseofsinglemalts.ch
http://www.glenfahrn.com/
http://www.casadeltequila.ch/
http://www.whiskytime.ch
http://www.rum-shop.ch/shop/
http://www.worldofwhisky.ch/
http://www.thewhiskyshop.ch/
http://www.traite.ch (kein Online-Shop)

Artikel verbreiten:

Diese Icons verlinken auf Bookmark Dienste bei denen Nutzer neue Inhalte finden und mit anderen teilen können.
  • MisterWong
  • Y!GG
  • Oneview
  • del.icio.us
  • StumbleUpon
  • Reddit
  • Furl
  • email
  • Print

Spiritissima und Whisky Schiff Luzern im März 09

Tags: , ,

Spiritissima

Am 7. März 2009 von 12:00 – 19:00 findet im Papiersaal des Sihlcity Zürich zum zweiten Mal die von Glen Fahrn organisierte Spiritissima statt.
Neben dem Verkauf von Spirituosen, bei welchem Privatkunden von 10% Messerabatt profitieren, können auf 500m2 verschiedene Spirituosen sowie Champagner und Weine degustiert werden. Dabei sollen über 100 Raritäten verkostet werden können.
Unter anderem ist auch The Bitter Truth vertreten. Aufgelistet sind sie unter “Gin”. Ob hier wohl der “neue” Sloeberry Gin vorgestellt wird?

Ab 19:30 startet dann ein Cognac-Tasting, welches 180 CHF und auf 40 Personen limitiert ist. Hier der offizielle Text von Glen Fahrn

Erstmalig führen wir im Anschluss an die Spiritissima eine VIP Cognac-Soirée (ab 19.30 Uhr) mit Ihnen und zahlreichen Persönlichkeiten aus Lifestyle und Wirtschaft durch.
Unser Messebotschafter Miguel San Juan heisst Sie persönlich willkommen. Sie werden entführt in die unglaubliche Welt des Cognacs. Entdecken Sie in einer einzigartigen VIP Soirée Cognacs längst vergangner Zeiten und echter Handwerkskünste. Seltenste und rare Cognacs werden verkostet – eine Chance die sich im Leben nur wenige Male zeigt!

Sie degustieren einen Cognac Bisquit (1842) noch vor der Gründung der Schweizer Bundesverfassung (1848), einen Cognac Meukow “Le Drapeau” (1880) vor kurz nach der Erfindung des Telefons (1876), einen Cognac Hennessy Richard mit 200jährigen Cognac-Anteilen aus der napoleonischen Zeit (um 1800) – nur um die Wichtigsten zu nennen. Ein einmaliges historisches und geschmackliches Erlebnis! Alleine die drei ältesten Cognacs beziffern einen Wert von rund 13’000.- CHF – aber Ihre Erlebniskarte kostet nur einen Bruchteil des echten Wertes!

Die Teilnehmerzahl ist streng limitiert auf 40 Glückliche! Sichern Sie sich noch heute Ihre Teilnahme für nur 180.-!

Ich bin mal gespannt, die erste Spiritissima habe ich leider verpasst

Whisky-Schiff Luzern

Ende März, genauer am 27 und 28 März 2009 findet in Luzern die dritte Ausgabe des Whisky-Schiff Luzern statt.
Sicherlich für alle, die Whisky nicht abgeneigt sind, interessant. Aber auch wer sich für Rum, Cognac oder Grappa interessiert, wird ein Angebot finden. Gemäss Website werden über 40 Stände präsent sein und über 500 Whiskies (nicht nur Single Malts) werden zum degustieren angeboten (die meisten auch zum Verkauf).

Im Gegensatz zur Spiritissima ist der Eintritt hier nicht frei und kostet 10 CHF.  Das Degustieren kostet sogenannte Jetons (1 Jeton = 1 CHF), wobei die meisten Whiskies zwischen 2 – 7 Jetons für 1cl kosten sollen.

Interessant finde ich, dass eine Live-Whiskybrennerei geplant ist. Mal schauen…

Neben dem eigentlichen Whiskyschiff werden einige Rahmenprogramme wie z.b. ein Whiskyseminar angeboten (mehr auf der Website)

Artikel verbreiten:

Diese Icons verlinken auf Bookmark Dienste bei denen Nutzer neue Inhalte finden und mit anderen teilen können.
  • MisterWong
  • Y!GG
  • Oneview
  • del.icio.us
  • StumbleUpon
  • Reddit
  • Furl
  • email
  • Print

© 2009 swisscocktailblog.ch. All Rights Reserved.

This blog is powered by Wordpress and Magatheme by Bryan Helmig.