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Schweizer Whisky: Hollen Single Malt (Weisswein)

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Die Destillerie Hollen brannte 1999, kurz nachdem das Brennen von Getreide legalisiert wurde, als erste Brennerei der Schweiz Single Malt. Ernst Bader und seine Familie konnten dabei von einer grossen Erfahrung als Brenner von Obstbränden profitieren. Allerdings hatte Ernst Bader bis zu dieser Zeit nur theoretisches Wissen über Whisky. Seinen ersten Single Malt, einen Glenfiddich 12y, bekam er am selben Tag geschenkt, als er das erste Mal seinen eigenen Whisky brannte. Wie die meisten Whiskys der Schweiz wird der Hollen Single Malt in einer Kolonen-Destille gebrannt. Im Falle von Hollen gleich dreimal (schottische Whiskys werden, bis auf ganz wenige Ausnahmen, nur zweimal destilliert). Mittlerweile werkelt der Pionier Bader bereits seit über 10 Jahren an seinem Whisky und hat mit seiner 10 Jahre alten Jubiläumsabfüllung sicherlich einen der ältesten Whiskys der Schweiz im Portfolio.

Als Fässer kommen französische Weiss (Chardonnay)- und Rotweinfässer zum Einsatz, wobei man seit kurzem dabei ist, mit amerikanischer Eiche zu experimentieren. Wer mehr über die Destillerie Hollen erfahren will, liest sich am besten den ausführlichen Bericht über die Brennerei durch.

Der heutige Whisky ist im Weissweinfass ausgebaut und mit 51.5% in Fassstärke abgefüllt. Der Whisky reifte 7 Jahre (auf der Website ist jeweils von 3 oder 7 Jahre die Rede, gemäss meinem Besuch sollte es sich hier aber um eine 7 Jahre alte Abfüllung handeln). Kostenpunkt: hohe 95 CHF inklusive Versand.

Tastingfläschchen mit Hollen Single Malt

Tastingfläschchen mit Hollen Single Malt

Tastingnotizen
Nase trockenes Holz, Tabak, Leder, etwas Pflaume, leichte Würze, z.t. leichte Noten wie Noilly Prat
Gaumen wieder trockenes Holz, Cerealien, leichte Schärfe, ölig, leicht Tabak, Trockenfrüchte
Abgang wärmend, dann lange nichts, am Schluss wieder Tabak

Diesem Whisky muss man unbedingt Zeit lassen!
Trinkt man ihn kurz nach dem Einschenken, schmeckt er eher eindimensional und vor allem scharf. Mit der Zeit legt sich aber die Schärfe und man bekommt ein interessantes Produkt geboten.

Die Nase war von Beginn weg sehr interessant, aber auch ziemlich schwierig einzuordnen. Was sofort auffällt ist die sehr trockene Holznote. Aber auch Gerüche die an Noilly Prat und Lillet Blanc erinnern, kommen zum Vorschein. Steht der Whisky dann etwas länger, dominieren die Holz- und würzigen Tabaknoten. Im Gaumen macht sich ebenfalls zuerst das Holz, gepart mit einer Getreidenote, bemerkbar. Trinkt man ihn zu früh, zerstört die Schärfe leider den Trinkgenuss, deshalb nochmals: Etwas stehen lassen. Dann wird man nämlich wiederum einer interessanten Tabaknote, einer schweren Süsse und Trockenfrüchten belohnt.

Auch der Abgang ist speziell. Zuerst eine nicht unangenehme, wärmende Schärfe. Dann sehr lange gar nichts, es macht sich bereits Enttäuschung breit über den kurzen Abgang. Aber der Brand meldet sich mit einer tollen Tabaknote zurück, die auch einige Zeit anhält.

Mir gefällt der Hollen Single Malt, ein interessanter Vertreter des “Lebenswasser”, welcher meiner Meinung nach auch mit seinen schottischen Brüdern mithalten kann.
Einziger Wermutstropfen ist der relativ hohe Preis.

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Schweizer Whisky: Stammheimer Single Malt

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swisscocktailblog bleibt der Schweiz treu und stellt ab sofort im Zweiwochen-Rythmus jeweils am Montag verschiedene Single Malts der Schweiz vor. Die Schweiz hat eine sehr junge Whisky-Tradition. Gerademal seit knapp 12 Jahren ist es in der Schweiz überhaupt erlaubt Alkohol aus Grundnahrungsmitteln, zu denen Getreide gehört, zu gewinnen. Im Vergleich zur Jahrhundertealten Tradition in Schottland ist etwas mehr als eine Dekade natürlich sehr wenig. Der älteste Whisky der Schweiz kann also maximal so alt sein wie eine Standardabfüllung in Schottland.
Viele der Schweizer Whiskys reifen auch nur gerade die gesetzlich vorgeschriebene Mindestlagerdauer von drei Jahren und sind verhältnismässig teuer.

Die Destillerie von Ernst Bader, welche 1999 den allerersten Whisky produzierte, habe ich bereits einmal vorgestellt.
Ihr findet alle vorgestellten Whiskys übersichtlich auf einer google-Karte unter der Kategorie Whisky.

Stammheimer Single Malt

Dieser Single Malt stammt aus dem Zürcher Weinland, genauer aus der Gemeinde Unterstammheim nahe zur Grenze des Kanton Thurgau. Gemeinsam mit den Gemeinden Waltalingen und Oberstammheim bildet Unterstammheim das sogenannte Stammertal, welches Schweizweit als eines der grössten Hopfenanbaugebiete bekannt ist. Auch der heute vorgestellte Whisky hat seine Wurzeln eigentlich im Hopfen.

Die Bauernfamilie Reutimann aus Unterstammheim, früher ein reiner Vieh- und Ackerbaubetrieb, aber seit langer Zeit auch mit dem Anbau von Hopfen vertraut, brachte vor einigen Jahren einen Likör auf Hopfenbasis heraus, den sogenannten “Hopfentropfen”. Dieses Produkt war als Digestif gedacht und legte den Grundstein für den immer noch anhaltenden Erfolg des Bauernhofs. Der “Hopfentropfen” ist mittlerweile weitum bekannt und beflügelt durch den Erfolg dieses Likörs zogen Reutimanns bald mit einem klaren Hopfenbrand und einem Bier nach. Gemäss eigener Aussage handelt es sich hierbei um die kleinste Bierbrauerei der Schweiz.
Neben den hopfenbasierenden Produkten kam natürlich im Laufe der Zeit der Whisky, um welchen es in diesem Beitrag hier geht, hinzu.
Der Stammheimer Single Malt wird in zwei Grössen angeboten 2dl und 5dl und kostet 24 CHF respektive 46 CHF. Beziehen kann man das Destillat entweder im Fachhandel oder direkt beim Hersteller.

Der wird aus eigener Braugerste hergestellt und reift drei Jahre in Bierfässern aus Eiche.

Der Whisky besitzt eine interessante Flasche

Der Whisky besitzt eine interessante Flasche

Tastingnotizen
Nase sehr süss, leicht Vanille, etwas Holz, leichte Würze. Ein wenig unspektakulär
Gaumen wiederum sehr süss, beinahe likörartig, würzig, leicht nussig, erinnert an Sherry, leicht zimtig, im Hintergrund etwas vegetabile Noten. Leider wird das Ganze durch die vorhandene Schärfe etwas gestört
Abgang leichtes brennen, Alkohol, unheimlich kurz

Die Nase ist doch etwas unspektakulär und erinnert an einen sehr milden Vertreter der Speyside.  Bereits in der Nase fällt die sehr prägnante Süsse auf, welche sich auch am Gaumen fortsetzt. Am Gaumen dann dreht der Whisky etwas auf und fällt mir einer leicht würzigen, sehr speziellen Süssen auf. Eventuell rührt diese von den Bierfässern her. Definitiv interessant. Weniger interessant ist der Abgang, welcher eigentlich nicht der Rede wert ist.

Im Anbetracht des für Schweizer Whisky doch eher günstigen Preises kann man diesen Whisky durchaus einmal ausprobieren. Mann macht hier sicherlich nichts falsch und als Digestif ist der Stammheimer Single Malt gut zu gebrauchen, wenn nichts Komplexes erwartet.

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Old Pulteney 12y

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Geschichte

Die Old Pulteney Distillerie befindet sich in Wick, einem kleinem Städtchen ganz im Nordosten Schottlands, nahe von John o’ Groat’s, einem bekannten Touristenziel. Old Pulteney ist die nördlichste Destillerie auf dem schottischen Festland.

Wicks Einwohnerzahl beträgt etwas über 7000 (2004) und die Geschichte von Wick lässt sich bis zur norwegischen Herrschaftzeit zurückverfolgen. Im Jahr 1266 ging Wick in den Besitz Schottlands über. Der Name “Wick” rührt wahrscheinlich vom norwegischen Wort für Bucht (vik) her und wie man aufgrund des Namens vermuten kann, liegt Wick am Meer und war einst ein wichtiger Umschlagsplatz für die Heringsfischerei im 19. Jahrhundert.  Den Höhepunkt der Heringsfischerei wurde Anfangs des 20. Jahrhundert erreicht, als über tausend Fangschiffe jeweils von Wick ausliefen.

Viel Arbeit, bedeutete auch viele durstige Arbeiter, die bis zu 3000 Liter Whisky pro Woche konsumierten.
So errichtete James Henderson 1826 die Destilliere in Pulteneytown, was damals eigenständig war und erst 1902 in Wick eingegliedert wurde.
Als die Destillerie gebaut wurde, war die Destillerie nur schwer über den Landweg erreichbar, deshalb wurde sowohl das Getreide als auch das Endprodukt, der Whisky, jeweils per Schiff transportiert.

Gemäss zeitgenössen Quellen zufolge, war der ursprüngliche Old Pulteney ein wahres Torfmonster. Mangels alternative Brennstoffe wurden z.b. selbst die Brennblasen mit Torf befeuert.

Die florierende Wirtschaft, welche primär auf dem Heringfang aufbaute, erlebte im 20. Jahrhundert zwei grosse Rückschläge. Erstens wurden im ersten Weltkrieg die Fangschiffe von der Marine beschlagnahmt und zweitens spürte auch Wick den Rückgang der Heringsfischerei und so macht die Heringsfischerei heute nur noch einen kleinen Teil von Wicks Wirtschaft aus.
1922 wurde wie an vielen Orten der Welt der Verkauf von Alkohol verboten, 1930 musste die Destillerie schliessen und das Verbot bestand noch bis Anfangs des zweiten Weltkriegs 1939.
Erst 1947 wurde die Produktion unter einem neuen Besitzer wieder aufgenommen und bereits 1959 übernahm Hiram Walker, heute Allied-Domecq, die Destilliere. Hiram Walker steigerte die Produktion und Old Pulteney wurde primär für Blends verwendet. Doch irgendwann stagnierte der Markt für Blends und 1997 erlebte Old Pulteney nach einer schwierigen Zeit eine Renessaince: Inver House übernahm die Destillerie und begann den Whisky als Single Malt zu vermarkten.

Der Whisky

Neben dem hier vorgestellten 12 jährigen Whisky, bietet Old Pulteney auch 17, 21 und 30 jährige Abfüllungen, sowie einen Whiskylikör, welcher auf der 12 jährigen Abfüllung basiert, an.

Gleich zu Beginn fällt einem die aussergewöhnliche Flasche auf, welche  am unteren Hals eine Ausbuchung besitzt.
Der  zwölfjährige Old Pulteney besitzt eine goldig-rötliche Farbe.

Tastingnotizen
Nase etwas Schokolade, Vanille, Eiche, leicht Salz
Gaumen Leder, Getreide, ölig, Blumen, Butterkekse, ganz, leicht pfeffrig, wieder Salz, etwas Bananen
Abgang Vanille, etwas kurz

Mir gefällt Old Pulteney ausgesprochen gut. Der, nur leicht vorhandene, Geruch nach Leder und Salz machen diesen Whisky zu einem sehr interessanten Vertreter schottischen Whiskys, der bei mir seinen festen Platz hat und zu meinen Lieblingen gehört.

Old Pulteney macht sich auch sehr gut in einem Padovani, im Verhältnis 4:1. Im Blood & Sand ergibt er ebenso eine sehr interessante Kombination. Insbesondere die Frucht/Banane kommen hier schön zur Geltung.

Padovani

4cl Old Pulteney
1cl St. Germain Elderflower Liqour

Blood & Sand

2cl Old Pulteney
2cl Carpano Antica Formula
2cl Boudier Guignolet de Djion
2cl Orangensaft

Weitere Impressionen aus Wick findet Ihr  im Schottland Bericht 5/8, die Destillerie haben wir dabei leider nicht besucht.

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The Glenrothes Select Reserve

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Die Geschichte

Die Glenrothes Destillerie befindet sich in der sogenannten Speyside in der Ortschaft Rothes. Als zweite Destillerie, nach Glen Grant, wurde die Destillerie 1878 von James Stuart & Co. erbaut. Am 28. Dezember 1879 wurde der erste Whisky produziert, genau am selben Tag, an welchem Tay Bridge Disaster passiert, bei dem eine Zugbrücke einstürzte und dabei alle 75 Passagiere eines Zuges in den Tod riss.
Als man 1897 dabei war zwei weitere Pot-Stills zu installieren, brach ein Feuer aus, welches die Destillerie schwer beschädigte. Leider blieb  es nicht bei diesem einen Zwischenfall, den 1922 zerstörte ein weiteres Feuer 900000 Liter Whisky im Lagerhaus Nr1. Der grösste Teil dieses Whisky floss in den Burn of Rothes, welcher direkt durch die Ortschaft fliesst. 1923 wurde der Blend Cutty Sark von Berry Brothers, den Besitzern von Glenrothes auf den Markt gebracht. Abgesehen von Cutty Sark findet Glenrothes auch Verwendung in Famous Grouse, J&B, Dewars und Chivas Regal.
Im Laufe der Jahre stieg die Nachfrage nach Glenrothes immer weiter, so dass man immer mehr Potstills hinzufügte. Heute finden sich in der Destillerie ganze 10 dieser Potstills.

Erst 1989 wurde mit der 12 jährigen Abfüllung ein eigner Single Malt produziert und das von Glenrothes bekannte Vintage-Konzept (siehe unten) kam sogar erst 1994 auf den Markt.

Die Produktion

Glenrothes verkauft seine Produkte primär als Vintage-Produkte. Das heisst, man wählt die besten Fässer eines Jahrgangs aus und füllt diese ab. Im Unterschied dazu füllen viele andere Destillieren ihre Whisky’s nach Alter und nicht nach Jahrgang aus.
Der Whisky reift sowohl in Bourbon- als auch in Sherryfässern (Oloroso Sherry), was ihm neben fruchtigen Noten auch eine gewisse Würze gibt.
Das Malz stammt grösstenteils aus der Tamdhu Destillerie, welches nur wenige Kilometer südwestlich von Rothes befindet.
Glenrothes verwendet hohe Potstills und destilliert sehr langsam, schlussendlich resultiert daraus ein ca. 70%iger Brand, der in die Fässer abgefüllt wird.

Der Whisky

Ich stelle euch heute den sogenannte Select Reserve vor, ebenfalls ohne Jahrgangsangabe, aber kein Vintage-Whisky. Auch dieser Whisky wurde in Bourbon- sowie Sherryfässern gereift und kommt in der Glenrothes-typischen Flasche daher.

Glenrothes Select Reserve

Tastingnotizen
Nase Butterkekse, leicht holzig, Vanille, Frucht (Birne), Stroh
Gaumen wieder Kekse, fruchtig, leichte Würze, Getreide, leichte Schärfe
Abgang Orangen, Nuss, leicht bitter

Ein sehr solider Vertreter der Speyside. Insbesondere die vom Sherryfass herrührende Würze hat es mir angetan, da sie wunderbar mit der Frucht und dem Keks bzw. dem Getreideähnlichem Geschmack harmonieren. Der Preis ist mit ca. 75 CHF aber nicht ganz günstig. Wer hier Rauch oder Torf sucht, ist definitiv am falschen Ort (wie fast überall in der Speyside). Wer aber nach einem Vertreter der Speyside sucht, kann hier zuschlagen.

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Schottlandreise 4/8 (Whisky Vorstellung)

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Heute möchte ich euch den Aberlour Sherry Matured Single Cask vorstellen. Diesen Whisky kann nur direkt in der Aberlour Distellerie im Warehouse n1 gekauft beziehungsweise selber abgefüllt werden. Das heisst vom abfüllen in die Flasche bis zum Etikettieren kann alles selbst erledigt werden. Der  ganze Spass kostet aber auch genug, genauer 60 Pfund, was mit Kartengebühren 102 CHF beträgt.

Die Destillerie habe ich ja bereits in Teil 2 des Schottlandspecials vorgestellt, kommen wir also direkt zum Whisky (daher auch ein relativ kurzer Post)

Der Aberlour reifte 15 Jahre im Sherryfass und wurde mit 56.3%  vom Fass 6041 abgefüllt. Er kommt in einer schicken Holzverpackung daher.

Die Farbe ist ein dunkles rot-braun.
Bereits in der Nase macht sich ein intensiver Duft nach Sherry-Fass bemerkbar, begleitet von leichten, trockenen Holztönen. Auch etwas Karamel ist dabei.
Am Gaumen merkt man die 56.3% definitiv, der Whisky ist unverdünnt relativ scharf und ein paar Tropfen Wasser wirken hier Wunder und runden den Geschmack schön ab. Auch hier macht sich eine gewisse Trockenheit bemerkbar, ebenso eine leichte Frucht, sowie (wieder) der intensive Sherry-Geschmack. Gegen Ende ganz leichter Rauch.
Der Abgang ist sehr lang, irgendwie leicht bitter, wiederum trocken und leicht nach Getreide schmeckend. Sehr schön!

Insgesamt ein schönes Produkt von Aberlour. Der Geschmack ist relativ komplex wie ich finde, da sind noch einige Geschmacksnoten, welche ich bisher nicht benennen konnte. Um das Produkt zu ergattern, muss man zwangsläufig eine Reise nach Schottland unternehmen, was aber auch nicht wirklich traurig ist :)

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The Dalmore 12y

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Heute möchte ich euch den Dalmore 12y einen schottischen Single Malt aus den Highlands vorstellen. Dalmore wird in der Nähe von Aleness etwas nördlich von Iverness hersgestellt und die Destillerie wurde ca. 1839 von Alexander Matheson gegründet. Seit 2007 befindet sie sich im Besitz von United Spirits Limited.

Das Symbol von Dalmore, der Hirsch (Stag), ein Zwölfender, basiert auf auf einer Legende, nach der im Jahre 1263 ein Vorfahre des McKenzie Clans König Alexander III mit einem einzigen Pfeil vor einem Hirsch gerettet hat. Dankbar gewährte der König dem Vorfahr das Recht fortan einen Hirschkopf auf seinen Waffenröcken zu tragen. Da sich die Destillerie lange im Besitz des McKenzie Clans befand, übernahm man dieses Symbol auch für den Whisky.

Doch nun zum Produkt:
The Dalmore 12yWährend frühere Ausführungen des Dalmore 12y 70% in amerikanischen Eichenfässern und 30% in Oloroso Sherry Fässern lagerte, beträgt der heutige Anteil 50/50.

Der Dalmore kommt in einer schicken schwarzen Kartonverpackung, welche neben dem Whisky auch eine kleine, schön aufgemachte Broschüre mit den anderen Produkten von Dalmore enthält.

Die Farbe des Whisky kann man am ehesten als Mahagonifarben bezeichnen (leicht rötlich).
In der Nase fällt sofort der Duft von Wiese/Gras auf, welchem bald subtile Noten von Honig und Vanille folgen, sowie eine leicht fruchtige Note. Wer hier Torf oder Rauch sucht, ist definitiv am falschen Ort.

Der angenehme Duft nach Gras findet sich dann auch am Gaumen wieder. Doch hier gesellt sich noch der Geschmack von Bittterorangen dazu, welcher mich an Cointreau erinnert. Natürlich wird die Intensität dieses Likörs bei weitem nicht erreicht, was auch sehr verwunderlich wäre, trotzdem war dies die erste Assozation welche mir beim Trinken in den Sinn kam. Hinzukommt, wie in der Nase, wieder ein schöner Honiggeschmack.

Den Abgang finde ich relativ unspektakulär, bleibt aber noch lange in Form von Getreide und Malz im Mund hängen. Ich bin der Meinung ganz leichte (Betoung auf “ganz leicht”) Rauchtöne zu schmecken.

Ich finde den Dalmore 12y eine tolles Produkt.
Sicherlich kein Charakterkopf wie z.b. Laphroaig 10y, aber es muss auch nicht immer ein Torf/Rauch Monster von Islay sein. Gerade der nach Wiese/Gras duftende Charakter gefällt mir.

In meinen Augen auch empfehlenswert für jemanden der den Einstieg in die Welt der (schottischen) Single Malts versucht.

Zu beziehen gibt’s diesen Tropfen für ca. 66 CHF bei Glen Fahrn oder schuewo.ch. Wer in Winterthur wohnt, kann auch beim Traité an der Stadthausstrasse vorbeischauen. Allerdings kenne ich hier den Preis nicht.

So, das war’s mit der ersten Produktvorstellung. Ich hoffe ihr hattet Spass und auf baldiges “wiederlesen”!

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