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Das Barzimmer – Teil 4

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Mittlerweile ist die Bar fertiggestellt und bereits erfolgreich eingeweiht.
Der letzte Bericht liegt nun schon einige Zeit zurück und der letzte Status war, dass die Wände gemalt und die Sitzbank in ihren Grundzügen ferttigestellt war. Eigentlich dachte ich ja, dass damit der grösste Teil des Projekts abgeschlossen sei, was allerdings nicht ganz den Tatsachen entsprach.

Die Befürchtung mit den Farben bestätigte sich leider. Auch nach mehreren Tagen reagierte sie sehr empfindlich auf Nässe beziehungsweise Feuchte. Was bei der Wand hinter der Bar kein Problem darstellte, könnte bei der Wand an welcher die Sitzbank steht zu sehr unschönen Nebeneffekten führen, wenn man sich mit einem weissen Shirt dagegen lehnt.
Dumm gelaufen, nicht nur, dass ich das “Abklebe und Mal Spielchen” ein drittes Mal durchführen durfte, nein, ich muss natürlich auch ein weiteres Mal Farbe kaufen. Auf OBI-Farbe hatte ich nun definitiv keine Lust mehr. Netterweise wurde mir eine Firma empfohlen, welche auch eine Zweigstelle in Winterthur betreibt. Diese Farbe war mit 39 CHF pro 2L ca. doppelt so teuer wie die Farbe von OBI.
Der Aufpreis lohnt sich allerdings, wie ich nach dem Malen feststellen durfte. Also: Lieber teure und gute Farbe kaufen, eigentlich wie bei Spirituosen.

Sitzbank

Sitzbank

Der Bartresen

Als nächstes war mein zum Bartresen umfunktioniertes Sideboard an der Reihe. Der helle Holzton passte nicht wirklich zu meiner Vision. Eine Folie drüberkleben oder das Ganze neu lackieren wollte ich allerdings auch nicht.
Was tun also?
Zur Erinnerung, ich wollte eine gemütliche, Wohlfühloase mit einem leicht alternativen, verruchten Touch. Was liegt also näher als die Front und die Seitenwände mit Bildern von Rockbands zu “tapezieren”?
Also google angeworfen Bilder gesucht und ausgedruckt, was übrigens mit einem Laserdrucker etwas mühsam ist, da diese nicht randlos drucken können.
Ich find das Ergebnis kann sich sehen lassen.

Front der Bar

Front der Bar – mit verschiedenen Rockbands

Die Sitzbank

Die Sitzbank wollte ich ja eigentlich selber beziehen. Nach einiger Recherche fand ich auch einen Laden, welcher den geeigneten Stoff verkauft und das sogar in Winterthur. Nach Schilderung meiner Wünsche zeigte mir der Inhaber verschiedene Stoffmuster. Mein Idee war ein orange/gelber Farbton. Bereits nach 5 Minuten fand ich die perfekte Farbe. Die grosse Ernüchterung kam dann aber als mir der Preis genannt wurde. Ich wusste, dass Möbelstoffe sehr teuer sind, aber, dass sie pro Laufmeter gleich 180 CHF kosten, damit hatte ich nicht gerechnet. Naja, dafür war es eine super Qualität, Teflonbeschichtung und was weiss ich. Kostenpunkt: 430 CHF.
Nach kurzem inneren Kampf entschied ich mich den Stoff zu kaufen und das es nun auch nicht mehr drauf ankommt, das Möbel gleich zu beziehen lassen, was “nur” 200 CHF kostete und sogar relativ zeitnah erledigt werden konnte.
Der Laden heisst Thalmann Wohnhandwerk und ich kann ihn uneingeschränkt empfehlen, super freundlicher Service, nach Absprache konnte ich die Sitzbank auch Samstags holen, gute Qualität und schnell
Nun war der grösste Teil wirklich abgeschlossen.
Was nun noch fehlte, waren ein paar Regale, Deko sowie ein Loungetisch.

Der Couchtisch und der Rest

Auf die Regale gehe ich nicht weiter ein: Löcher bohren (meistens einige zuviel, da ich so unheimlich begabt bin) und Regale aufhängen. Die Regale besass ich schon, somit fielen da keine Kosten an.

Nach ausgedehnten Streifzügen durch verschiedene Möbelhäuser kam ich zum Schluss, dass ich auch den Couchtisch selber herstellen wollte. Und zwar aus alten Weinkisten aus Holz. Glücklicherweise hatte mein Vorgesetzter genau vier solche Weinkisten, die perfekt passten, bis auf die Farbe (das normale Fichtenholz[?] eben). Aber sowas ist natürlich für Heimwerkerprofis kein Hindernis. Fix mahagonifarbener Holzlack gekauft, der nicht ganz deckend ist und die Kisten in zwei Durchgängen bemalt.
Vorsicht beim Abdecken der Arbeitsfläche. Zeitungen etc. kleben sehr gerne am Lack.
Zum Schluss habe ich die vier Kisten ganz einfach neben- und aufeinander gestellt. Fertig ist ein einfacher, aber stimmungsvoller Tisch.

Tisch aus Weinkisten

Tisch aus Weinkisten

Die Deko, insbesondere die Kissen für die Sitzbank stellten sich dann doch noch als kleine Herausforderung heraus. Bis ich die passenden gefunden hatte…

Hier noch einige Impressionen:

Impressionen

Das Licht kommt von einer kleinen LED-Lampe, bei welcher man die Farbe wechseln kann. Das Deckenlicht war einfach zu hell für das Barzimmer. Für die Bilder wählte ich ein relativ helles Gelb. Bei der Einweihung und allgemein bei Gästen find ich ein etwas dunkleres Orange sehr passend, vor allem in Verbindung mit den Kerzen.

Blick vom Eingang

Blick vom Eingang und ein “silly Walk”

Blick an die Bar

Blick an die Bar

Lecker Whisky

Lecker Whisky

Sitzbank vor dem Tisch

Der wunderbare Tisch und die wunderbare Sitzbank ;)

P1050363

Zu guter Letzt noch ein kleines Video, damit ihr euch besser vorstellen könnt, wie die gesamte Bar aussieht

Fazit

So das wars mit dem Barzimmer!

Das Projekt “Barzimmer” war aufwändiger, insbesondere zeitmässig, als ich gedacht hatte. Ein Teil lag sicher daran, dass ich relativ unflexibel bin, wenn ich mir mal etwas in den Kopf gesetzt habe. Wenn die Kissen nicht genau die Farbe hatten, die ich mir vorgestellt hatte, dann suchte ich lieber noch 2h länger bis ich die passenden fand, auch wenn die Farbaweichung nur minimal war.
Auch der finanzielle Aufwand ist nicht zu unterschätzen. Ich konnte zwar einige Möbel (alle Regale und den Tresen) aus meinem Haushalt verwenden, aber die selbstgemachte Sitzbank alleine verschlang ingesamt etwa 1000 CHF. Dafür kriegt man im Detailhandel bereits grosse Sofas.
Auch die kleinen Dinge, wie die LED-Lampe mit wechselnder Farbe (sehr geil) auf dem schwarzen Regal etc. kosten Geld.
Bereuen tue ich es trotzdem nicht, denn das Ergebnis gefällt mir verdammt gut und es macht Spass auch einfach nur kurz durch den Raum zu gehen (also die 2, 3 Schritte ;) ) und sich umzusehen.
Besonders gefreut hat mich die Reaktion der ersten Person, welche das fertige Zimmer sah: “Sieht unheimlich gemütlich aus, irgendwie mit Stil und doch etwas abgefuckt in einem positiven Sinne”.

Was soll ich noch sagen, genau das war meine Vision!

Ich würde das Projekt sofort wieder angehen und ich kann es jedem, der einen Raum hat, den er umfunktionieren will (wer braucht schon ein Büro), empfehlen. Nicht einmal weil es eine Bar ist, dieses spielt eigentlich nur zweite Geige, sondern weil man eine richtige tolle Wohlfühloase, chillout-Lounge, was auch immer, besitzt.

Danke an alle, die mitgeholfen haben dieses Projekt zu verwirklichen. Ohne euch gäbe es das Barzimmer nicht!

Jetzt brauche ich nur noch einen Namen für die Bar ;)
Ausserdem möchte ich die Heizung und das Fenster durch weisse, leicht durchsichtige Vorhänge o.ä. verdecken.

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neue Weinbar in Zürich

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Mit 4 Tiere hat vor kurzem eine neue Weinbar in Zürich eröffnet.
Soweit so gut, aber abgesehen, dass das Ganze sehr sympathisch aussieht, wird jeden Montag ein Spitzenwein im Offenauschank angeboten.

Habt ihr schon jemals einen Mouton Rothschild kredenzt? Wir finden: Es sollte jeden Montag einen Mouton geben!

Wir geben Euch jeden Montag die Chance, einen ganz grossen Wein zu degustieren. Um 18h schenken wir eine Flasche Kultwein im Offenausschank aus. Welche es sein wird, erfährt ihr jeweils über Twitter oder Facebook. Natürlich begnügen wir uns nicht mit Mouton Rothschild. Es kann auch ein Opus One sein, ein Pingus, ein Pétrus oder ein Domaine de la Romanée Conti.

Das muss ich mir definitiv mal anschauen. Aber seid gewarnt, es gibt jeden Montag wirklich nur eine Flasche.

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Das Barzimmer – Teil 3

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Erstmals bin ich nun überzeugt, dass Maler masochistisch veranlagt sind. Da klebt man zuerst stundenweise Wände mit Zeitung ab, verbraucht meterweise Klebeband nur damit man nachher 15min malen kann. Wenn man dann so begabt ist wie ich, werden natürlich nach dem Malen trotzdem Farbkleckser an den falschen Stellen sein.

Wie auch immer, nachdem ich nun zwei Seiten rot gestrichen hatte, waren nun die restlichen beiden Wände dran. Ich habe mich für die Farbe “Papaya” entschieden, reines Weiss wäre ein zu grosser Kontrast zum Ziegelrot gewesen. Zumindest ist dies der Name, welche OBI ihr gegeben hat. Die Farbe entspricht Weiss mit einem leichten gelb/orange Stich.
Dasselbe Spiel mit Abkleben und Malen also nochmals von vorne beginnen.

Nach dem Malen musste ich noch einige Stellen mit einem kleinen Pinsel korrigieren und ausbessern. Kleiner Tipp deshalb: richtiges Abkleben ist Gold wert!
Als viel grösseres Problem erwies sich aber die rote Farbe. Im Moment sieht man jeden kleinen Strich, zum Beispiel wenn man mit dem Handrücken über die Wand fährt. Auserdem scheint es, als würde die Wand leicht abfärben, sobald man mit einem feuchten Lappen drüber fährt. Das dürfte nicht sein. Hier muss ich OBI kontaktieren.

Der zweite grosse Schritt nach dem Malen war die geeignete Sitzfläche. Schnell war klar, dass ich kaum ein passendes Möbel von der Stange finde. Deshalb entschied ich mich, eine gepolsterte Sitzbank selbst herzustellen.
Dazu benötigte ich

  • Holz
  • Schaumstoff
  • Möbelstoff
  • Vlies
  • Schrauben
Material für die Sitzbank

Material für die Sitzbank

Die Masse der Bank sind 165x70x43 (LxTxH). Als Holz verwendete ich Massivholz aus Fichte, welches man sich ebenfalls bei OBI zuschneiden lassen kann. Die Sitzbank besteht aus vier Seitenwänden, einer Querstrebe zur Stabilität sowie der Sitzfläche. Damit das Ganze nicht so hart wird, werde ich die Bank mit Schaumstoff verkleiden. An den Seitenwände kommen 2cm dicke Schaumstoffplatten hin und als Sitzfläche eine 10cm dicke. Seid gewarnt: Schaumstoff in dieser Dicke ist sehr teuer. Ich habe für alle Teile ca. 200 CHF bezahlt (ich habe drei verschiedene Offerte eingeholt, die waren mehr oder weniger alle gleich teuer). Die dicke Platte machte mit 160 CHF den grössten Teil des Betrags aus. Gekauft habe ich die Platten in einem Laden in Zürich. Ich kann den Laden nur empfehlen, schnell und sehr freundlich.
Um die Platten zusammen zu schrauben, solltet ihr Selbstbohrschrauben verwenden und die Löcher jeweils vorbohren, da das Holz ansonsten splittern könnte.
Da es normalerweise Verletzte gibt, wenn ich Werkzeuge in die Hand nehme, meistens ich selbst, habe ich mir handwerklich begabte Hilfe aus der Verwandtschaft geholt. Danke dafür!
Der Zusammenbau war schnell erledigt und im nächsten Schritt muss ich die Sitzbank mit einem geeigneten Stoff beziehen.

Die Sitzbank mit der Polsterung, welche noch angeklebt werden muss

Die Sitzbank mit der Polsterung, welche noch angeklebt werden muss

Den Termin Ende Januar war, das sehe ich nun, definitiv zu ambitioniert. Die schwersten und aufwändigsten Arbeiten sind nun zwar erledigt, aber ich kann nicht jeden Tag am Projekt arbeiten. Diese Woche konnte ich beispielsweise nur Samstag am Zimmer arbeiten.
Ich denke, dass ich es Ende Februar schaffen, einen Stress möchte ich mir hier nicht machen, es geht schliesslich primär um Spass.

Zusammenfassung Tag 3

Kosten: knapp 400 CHF (39 für Farbe, 106 für Holz, 200 für Schaumstoff, ca. 40 für Mietauto, sowie für kleinere Dinge)
Zeitaufwand: ca. 10h (inklusive Anfahrtswege etc.)

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Das Barzimmer – Teil 2

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Weiter geht es mit dem zweiten Teil der Serie.
Nachdem nun die grundsätzlichen Daten und Ideen zum Barzimmer feststanden, wurde es Zeit, dem Zimmer etwas Farbe zu verleihen.

Nach ein wenig Recherche und Inspirationssuche im grossen, weiten Web, entschied ich mich für eine Art Ziegelrot. Offensichtlich die Trendfarbe schlechthin, hab ich mir sagen lassen. Egal.
Der RAL-Code der gewählten Farbe lautet 3011, braunrot. Ich würde euch empfehlen die gewünschte Farbe bei Tageslicht auf dem PC anzuschauen. Dabei eine möglichst grosse Fläche nutzen, die Farben wirken ganz anderes, wenn man sie sich nur auf einem Thumbnail ansieht Eine gute Website hierfür ist titanfenster.de. OBI und ich nehme an auch andere Baumärkte können die gewünschten Farben mischen. Einfach den RAL Code nennen und die Grösse der zu bemalenden Fläche nennen. Wichtig dabei ist, die Fläche zu verdoppeln, da zwei Anstriche nötig sind.

Also fix zu OBI, Farbe und die restlichen Utensilien gekauft. Zuhause schnell alle Löcher in der Wand ausgebessert, die Sockelleisten abmontiert (geht einfacher zu malen) und den Raum mit Zeitung ausgekleidet.
Ich würde unbedingt einen Probeanstrich an einer Stelle empfehlen. Am besten macht ihr das nicht so wie ich und schmiert die Farbe mitten auf die Wand, sondern wählt eine Ecke…

Ursprünglich hatte ich geplant drei Wände rot zu streichen, aber bereits nach einer gemalten Wand und dem Input anderer Leute, wurde schnell klar. Drei rote Wände plus kleiner Raum: Schlechte Idee, die Farbe würde den Raum erdrücken. Also nur zwei Wände rot. Die anderen beiden bleiben voraussichtlich weiss bzw. weissähnlich. Streichen muss ich sie sowieso, da der letzte Anstrich bereits acht Jahre her ist und man dies der Wand auch ansieht.

rote Wand

Die Schattierung links ist mein merkwürdiger Probeanstrich.
Deshalb ist wohl ein dritter Anstrich nötig…

Die Wand hinter dem Backboard

Die Wand hinter dem Backboard

 

Zusammenfassung Tag 2

Dies & Das fürs Malen

Dies & Das fürs Malen

Kosten: ca. 50 CHF (Farbe à 39 CHF, Spachtelmasse für die Löcher, Malutensilien)
Zeitaufwand: ca. 4h (malen war wohl der kleinste Aufwand, aber das nervige Abkleben…)

Nächste Schritte sind die beiden anderen Wände malen sowie Sitzgelegenheiten auswählen.

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Das Barzimmer – Teil 1

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Ich hatte die Idee eines Barzimmers schon lange mit mir rumgetragen, doch entweder hatte ich dazu keinen Platz oder mir fehlte die Musse.
Seit mein PC den Geist aufgegeben hatte, benutzte ich mein Büro nur noch selten und es entwickelte sich langsam zur Rumpelkammer, in der einfach alles deponiert wurde, das ich nicht mehr sehen wollte. Platz war nun also da, allerdings hatte ich bis vor kurzem noch nicht die Musse für das Projekt. Bis zu Weihnachten: Aus unerfindlichen Gründen meldete sich die Idee zurück. Keine Ahnung was der konkrete Auslöser war, aber da war sie und ich hatte Zeit und Lust das Projekt anzugehen.

Backboard und Arbeitsfläche in Form eines Sideboards mit Glasobefläche waren bereits vorhanden und werden bis auf weiters auch Teil der Bar bleiben (je nach dem ob sie farblich passen). Das Sideboard hat glücklicherweise gerade die richtige Höhe von ca. 90cm. Die pefekte Arbeitshöhe wäre Ellbogen minus 15cm. Ein Tresen hätte eine Höhe von ca. 115cm. Der Platz reicht allerdings nicht für Tresen und Arbeitsfläche und da Arbeitsfläche ein bisschen wichtiger ist…

Konzept

Ich überlegte mir also wie Bar ungefähr aussehen und vor allem was für eine Atmosphäre sie ausstrahlen soll. Modern, alternativ, klassisch?

Mir war schnell klar: Primär sehr gemütlich, eine kleine Wohlfühloase mit einem Touch Rock/Alternativ. Ein Ort, an welchem man verweilen will und sich geborgen fühlt. Für mich bedeutet dies warme Farbtöne, wenig Metal und Glas, gemütliche Sitzmöglichkeiten. Aus diesem Grund und aufgrund des beschränkten Platzes von ca. 11.6m2 verzichte ich auf Barhocker und setze auf Sofas mit Kissen und gemütliche Sessel.

leeres Barzimmer

Arbeitsfläche und Backboard

Zusammenfassung von Tag 1

Kosten: 0 CHF
Zeitaufwand (aufräumen und umräumen): ca 6h

Ich werde in unregelmässigen Abständen von meinem Fortschritt berichten. Ziel ist die Bar ca. Ende Januar fertigzustellen.

 

 

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Musik in der Bar: Vienna Teng

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Es ist August!
Und wie ich im März dieses Jahres angekündigt habe, ist swisscocktailblog somit wieder aktiv.  Es war eine intensive und ereignisreiche Zeit (die letzten paar Monate des Jahres dürfen gerne etwas ruhiger sein ;) ) während derer ich mich kaum um Cocktails oder Spirituosen gekümmert habe. Das soll sich nun natürlich wieder ändern, schliesslich benötige ich ja Material mit welchem ich diesen Blog füllen kann.

Ich denke die Postfrequenz wird in etwa gleich bleiben, da ich neben dem Blog auch noch weitere Projekte plane und durchführe, welche nicht unbedingt mit den Themen dieses Blogs verwandt sind und mir ebenfalls am Herzen liegen. Zu gegebener Zeit gibt es dazu sicherlich den einen oder anderen Post hier :)

Aber zurück zum heutigen Post für welchen wir das Thema Cocktails kurz verlassen, um über Musik dann wieder in beziehungsweise an der Bar zu landen. Denn heute geht es um eine Dame, deren Musik sehr gut als Untermalung einer schönen Bar passt (natürlich nicht nur dort, dafür ist Vienna Teng zu talentiert, aber irgendwie muss das Ganze ja noch einen Bezug zu den Kernthemen des Blogs haben).

Vienna Teng

Vienna Teng wurde im Jahre 1978 in Kalifornien als Kind taiwanesischer Einwanderer geboren. Ihr richtiger Name lautet Cynthia Yih Shih, Vienna Teng, ihr Künstlername, bezieht sich auf die klassische Musik der gleichnamigen österreichischen Hauptstadt Wien (Vienna/Wien).

Sie gilt gemeinhin als Singer/Songwriterin (was auch bedeutet, dass sie ihre Musik und Text grösstenteils selber schreibt) und ihre zumeist ruhige Musik beinhaltet Einflüsse aus dem Jazz, Pop, Folk aber auch A-Cappella. Typisch für ihre Musik ist auch das ruhige Piano, dass sie selbst spielt, welches sehr viele ihrer Lieder begleitet. In meinen Augen sind es gerade diese ruhigen, klavierlastigen Stücke, welche, unterstützt durch ihre tolle Stimme, die Musik so grossartig machen. Auf ihren neuren Alben finden sich dann aber auch Stücke mit E-Gitarre.

Vienna Teng begeisterte sich seit frühester Kindheit für Musik und lernte früh Klavierspielen und nahm für kurze Zeit Gesangsunterricht, bis sie zur Einsicht kam, dass sie keine Lust verspürte, Geld auszugeben, um sich dann von einem Lehrer sagen zu lassen, was sie alles falsch machte. So blieb sie Autodidaktin und brachte sich das Singen ganz nach dem Motto Learning-By-Doing bei. Vor allem die Live-Auftritte lernten Vienna Tang ihre Stimme als Instrument zu nutzen.

Die Karriere

Bevor Vienna Teng sich vollends der Musik verschrieb, mache sie im Jahr 2000 an der Stanford Unversity ihren Abschluss in Computerwissenschaften, gemäss eigener Aussage, mehr aus einem Versprechen gegenüber ihren Eltern, wenigstens einen richtigen Beruf auszuprobieren. Sie wusste schon damals, dass sie keine Karriere in dieser Berufssparte machen wollte. Nach dem erfolgreichen Abschluss ihres Studiums arbeitete Teng zwei Jahre lang als Programmiererin bei Cisco Systems in Sillicon Valley bis sie 2002 diesen Job hinschmiss um sich ganz der Musik zu widmen. Im selben Jahr unterschrieb sie einen Vertrag bei Virt Records und veröffentlichte mit Waking Hours ihr erstes Album, welches viele Songs enthielt, die sie noch während ihrer Studienzeit schrieb. Mittlerweile nahm Vienna Teng bereits 4 Alben auf tourte unter anderem mit Joan Baez oder Marc Cohn. Sie ist öfters in Deutschland unterwegs und ich empfehle jedem ein Konzert von ihr zu besuchen. In der Schweiz ist sie leider selten unterwegs :(
Seit diesem Jahr (2011) ist Vienna Teng nicht mehr als Vollzeitmusikern tätig sondern besucht die Unversity of Michigan in Ann Arbor bzw. das dortige Erb Institute for Sustainable Enterprise, was soviel bedeutet, wie (um es in Vienna Tengs Worten auszudrücken)

I’m going to study “green” business—joining the effort to tackle environmental and social issues through for-profit companies

Von Unternehmen ausgelöste ökologische und soziale Probleme lösen (korrigiert mich, falls ich falsch liege)

Als Musikern wird sie uns aber trotzdem erhalten bleiben und das ist auch gut so!
Von melancholisch, nachdenklich bis fröhlich, von sehr “jazzig” bis ruhiges Klavier, Vienna Teng ist vielseitig und ihre Musik ist meiner Meinung einfach toll (für eine Bar aber auch für entspannte, ruhige Momente)

Anspieltipps: Gravity, City Hall, The Tower, Harbor, Anna Rose, Transcontinental 1:30am

Links

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Kinder an der Bar

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Mike Meinke, Inhaber der Triobar, hat im Zuge eines Projektes (Kinder besuchen Eltern am Arbeitsplatz) eine Gruppe Kinder in seine Bar eingeladen, um ihnen seinen Arbeitsplatz zu zeigen. Selbstverständlich ohne Alkohol.

Den sehr unterhaltsamen Bericht könnt ihr in seinem Blog Das-Gastronom nachlesen.

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Impressionen von der SwissBarWorld 2010

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Früchte im Eis

Früchte im Eis

Bereits beim Studieren der Infobroschüre zur SwissBarWorld wurde aufgrund des Hallenplans klar, dass die SwissBarWorld grösser sein wird als noch 2009. Während man letztes Jahr geschätzte 2/3 der Halle benutzte, schien es dieses Jahr gegen 100% zu gehen.  An der Aufteilung der Veranstaltungsplattformen “Showbühne”, “Flairtendingarea”, “Forum SwissBarWorld” und “Form Pernod-Ricard” hat man festgehalten, ebenso am Grundsatz, dass es sich um eine reine Fachmesse handelt. Geändert hat man aber die Durchführungszeit und verschob die Messe um einen Tag, so dass sie 2010 sonn- und montags stattfand. Für mich natürlich eine wunderbare Änderung von der ich hoffe, dass sie nächstes Jahr immer noch Gültigkeit besitzt.

Für eine Veranstaltung ist es natürlich immer wichtig, Besucher und Aussteller zu binden. Der SwissBarWorld scheint dies, betrachtet man sich die Aussteller, gelungen zu sein. Viele der Aussteller vom letzten Jahr fanden sich auch dieses Jahr wieder ein. Komplettiert wurde dieser Reigen durch eine Anzahl neuer Aussteller bei denen es sich erfreulicherweise nicht nur um grosse Konzern sondern auch um kleinere Institutionen handelte.

Sonntag

So stürzte ich am frühen Sonntagnachmittag ins Getümmel der SwissBarWorld 2010, wobei Getümmel etwas übertrieben ist. Die Messe war zu keiner Zeit überfüllt und man konnte sich sehr frei bewegen. Die negative Interpretation dieser Tatsache wäre natürlich, dass die Messe zu wenig Besucher anlockte.

Sensorik

Los ging es mit einem Vortrag über Sensorik durchgeführt von Patrik Zbinden, den einige vielleicht von DRS3 kennen. Hier wurde dann auch schnell mit der veralteten Annahme aufgeräumt, die Zunge besitze mehrere Geschmackszonen. Ein sehr interessanter Vortrag, gerade auch, weil Herr Zbinden nicht aus dem Barbereich kommt und so etwas unbefangener an die Sache heranging, was sich dann in, auf den ersten Blick vielleicht, ungewöhnlichen und vielleicht etwas sehr theoretischen Ideen und Vorstellungen niederschlug. Ein roter Faden des Vortrags war aber die Wichtigkeit des Gesamtpaketes. Was versteht man unter einem Gesamtpaket bei einem Cocktail?
Natürlich unter anderem das Zusammenspiel von Geschmack, Geruch, Aroma und Mundgefühl. Hinzukommt aber noch der visuelle Aspekt abgesehen von der Deko, insbesondere von Schaum ist Her Zbinden begeistert, aber auch die Präsentation des Getränkes, das rundherum wie z.b. Snacks etc. sind von Wichtigkeit. Selbst das Ohr wurde nicht vernachlässigt und als Beispiel diente z.b. das Geräusch beim Ausschenken von Flaschen. All dies sind Eindrücke, welche auf den Gast einen psychologischen Effekt haben (der Effekt von Farben ist ja schon länger bekannt) und den Gast in seinem Verhalten dementsprechend beeinflussen können, sowohl positiv als auch negativ. Marketingabteilungen machen sich diese Erkenntnis schon lange zu Nutze, in dem sie z.b. mit Düften versuchen Konsumenten im Kaufhaus zum Erwerb von Produkten zu bewegen.
Ein sehr interessanter Einstieg, der Lust auf Mehr machte, deshalb zog ich dann auch gleich weiter zum nächsten Event.

Tasting von Schweizer Whisky

Die Schweiz hat noch keine lange Tradition was das Brennen von Whisky anbelangt, dementsprechend kritisch beurteilen viele Leute das Schweizer Lebenswasser. Verkostet wurden 6 Produkte, welche unter der Leitung von Hansjörg Zehnder probiert wurden. Ohne grosse Erklärungen oder Einführung ging es dann auch gleich los und wir begannen uns Notizen zu den verschiedenen Kriterien zu machen. Zu jedem Produkt gab es 20 Punkte zu verteilen, so z.b. für den Geruch oder die Frucht, was ich etwas merkwürdige Bewertungskriterien fand.
Einige warten jetzt bestimmt schon hämisch grinsend auf die Testresultate, um sich in ihrer kritischen Meinung gegenüber Schweizer Whisky, bestätigt zu sehen. Nun was soll ich sagen? Leider scheint eure Meinung grösstenteils der Wahrheit zu entsprechen. Die meisten, nicht alle, der Whisky schmeckten unreif und grün und damit meine nicht vegetabile Noten à la Heide oder Heu, sondern grün, wie zum Teil Grappa. Herr Zehnder hat uns noch einen Aberlour 10y unter die Kandidaten untergejubelt, welcher von mir auch prompt die höchste Punktzahl erhielt. Allerdings musste sich dieser den ersten Platz mit dem “Ourbeer” Whisky teilen, einem soliden Schweizer Vertreter mit eine schönen würzigen nach Dörrfrüchten schmeckenden, schweren, Note.

Eine Kochshow sowie das Ende der Gin-Trockenheit in der Schweiz

Kochen und Klaumauk

Auf der Showbühne turnten dann die bereits vom letzten Jahr bekannten Köche Thomas Krebs und sein Kompagnon herum, welche Barfood präsentierten. Noch mehr Show und Gags, die nicht besonders lustig waren, wie letztes Jahr noch weniger Inhalt als letztes Jahr, aber den Zuschauern schien es zu gefallen. Ich verliess das Ganze nach 10 Minuten. An einer Fachmesse erwarte ich dann doch etwas mehr Fachliches und nicht nur Klamauk.

Ich nutze die Zeit, um mir mal die Messen und deren Aussteller etwas genauer anzuschauen.
Neu dabei dieses Jahr war die mobile Absinth-Bar, die ich natürlich, als absolut Absinth-Unerfahrener, aufsuchen musste. Die Bar befand sich in einem kleinen Bus, dessen Seite man wie einen Marktstand mit Markise öffnen konnte. Ich wusste, dass am Freitag in der Bar zu welcher dieses mobile Pendant gehörte, der beste Schweizer Absinth prämiert wurde. Also fix den Sieger mit etwas eiskaltem Wasser verkostet. Sehr empfehlenswertes Produkt!

Etwas weiterhinten stiess ich auf casa-del-tequila, welche bereits 2009 mit einem Stand anwesend waren. Wie der Name schon vermuten lässt, ist hier Tequila angesagt. Doch das interessierte mich nur am Rande, denn ich wusste, dass dieser Shop offizieller Importeur von Geranium Gin ist und so suchte ich kurz seine Produkte durch und mein Blick blieb an einem Regal hängen, welches voller Gin war und zwar nicht einfach Gordon’s oder Tanqueray. Martin Miller Westbourne Strength, Junipero, Monkey 47, Hayman Old Tom um mal einige zu nennen. Und das Beste, die sind ab sofort im Einzelhandel erhältlich. Leider mit einem Haken. Der Preis. Wie üblich ist der Preis natürlich höher als in Deutschland und man muss mit ca. 30% -100%(The Duke Munich Dry Gin) Aufschlag rechnen. 30% sind normal, 100% erscheinen mir doch arg viel. Als Vergleichsbasis diente barfish.de

Spannende Podiumsdiskussionen und ein leckeres Whisky-Tasting

Man hat sich entschieden, die 5 Kandidaten des SwissBarAwards, dem Publikum in Form einer Podiumsdiskussion vorzustellen. Sehr interessant mal die Menschen hinter dem Tresen bzw. Cocktail zu sehen und deren Meinungen und Philosophien zu hören.
Moderatorin Jennifer Ann Gerber hatte zwar keinerlei Ahnung von der Materie machte aber zumindest einen Teil wieder mit ihrer sympathischen Art wett. Bitte nächstes Jahr wiederholen, gerne auch in einer „extended Version“ mit längerer Dauer.

Kandidaten des "Barkeeper of the year" Award

Als Whiskyfreund konnte ich mir natürlich das Whisky & Food Matching Seminar nicht entgehen lassen. Geleitet von einer deutsch sprechenden Engländerin, die man nur schon wegen ihres Dialekts mögen muss. Da wir nur zu viert waren, konnte sie sich natürlich auch mehr Zeit nehmen und nutzte diese um gleich selbst am Tasting teil zu nehmen. Um was ging es überhaupt?
Es wurden verschiedene Glenlivets und dazu passende Schokolade und Früchte gereicht. Ziel war es zu erfahren, wie gewisse Früchte oder Schokolade mit dem Whisky harmonieren (oder auch nicht). Hervorheben muss ich hierbei die Kombination Glenlivet Nadurra und Himbeeren.
Ich hab zwar in diesem Seminar nicht viel gelernt (ausser mit was Glenlivet zusammenpasst), aber unheimlich Spass gehabt.
Dies war dann auch gleich der letzte Event vor den SwissBarAwards im Club Bolero.

Montag

Die Award-Nacht hat zwar ihren Tribut gefordert, doch das konnte mich natürlich nicht davon Abhalten der SwissBarWorld auch montags einen Besuch abzustatten.

Die Schweiz zeigt was sie zu bieten hat

Simon Schmidlin präsentiert Cocktails mit Seelandspirituosen

Als erstes gleich ein Event, der mich bereits im Vorfeld brennend interessierte. Cocktails mit Seeland-Spirituosen neu interpretiert. Präsentiert wurde dies vom SwissBarAward Kandidat Simon Schmidlin.
Den Anfang machte ein Negroni bei dem der Campari mit Gran Classico Bitter ersetzt wurde, weiter ging es mit einer Abwandlung des Sazeracs bei dem der Cognac/Rye durch Pflaumenbrand substituiert wurde. Dabei blieb es natürlich nicht und es folgten weitere Drinks mit Birnen bzw. Williamsbrand. Simon Schmidlin gestaltete dieses Referat sehr informativ und kurzweilig. Schade nur, dass so wenig Besucher anwesend waren. Ob das an der “frühen” Tageszeit lag?

Zucker in Edelbränden und ein Konsumententest

Auch der nächste Beitrag fand im sehr intimen Rahmen statt, nämlich mit drei Leuten (inklusive Referentin). Thema war Zucker in Edelbränden, sowie die Erkenntnis, dass der Alkoholgehalt einer Spirituose durchaus Einfluss auf den Geschmack hat. Diese Erkenntnisse wurden durch eine Studie bzw. einen Konsumententest gewonnen, welcher von der Agroscope in Wädenswil durchgeführt und von Sonia Petignat an der SwissBarWorld vorgestellt wurde.
Bei diesem Test wurden von einer Testgruppe von 84 Personen Kirsch mit verschiedenen Alkoholgraden blind verkosten. Beim Kirsch handelte es sich um ein extra für diesen Test hergestelltes Destillat. Es hat sich dabei herauskristallisiert, dass es erst zwischen 37.5%, dem Mindestalkoholgehalt eines Kirschs und 45% Alkohol einen signifikanten Unterschied im Geschmack gab, vorher nicht. Frauen bevorzugten die erste und Männer die zweite Variante. Diesen beiden Varianten, 37.5% und 45% wurde dann versteckt etwas Zucker (3g/l) hinzugegeben und die Kandidaten mussten erneut verkosten. Mit dem Ergebnis das der 45% Kirsch, entgegen dem was man bei Zugabe von Zucker erwarten würde, schärfer wurde.
Wir konnten dieses Experiment selber durchführen und der 45% Kirsch war in meinen Augen weitaus ausgewogener, dafür weniger frisch im Geschmack. Auch war der Alkohol diesem Kirsch weitaus weniger präsent als beim 37.5%. Spannend!

Weiter ging es mit einem Vortrag über die Totalrevision des Alkoholgesetzes, von welcher einige vielleicht bereits gehört haben. Hier möchte ich nicht viele Worte darüber verlieren, da ich dieses Thema in einem separaten Beitrag behandeln möchte.

Ein Erfolg

Die SwissBarWorld hat sich mit der zweiten Ausgabe definitiv weiterentwickelt, ohne sich grundlegend zu verändern. Die vorgenommenen Anpassungen und Weiterentwicklungen taten der diesjährigen Ausgabe sehr gut. Hervorheben möchte ich z.b., dass man sich entschieden hat 2010 mehr schweizspezifische Themen zu präsentieren, was ich als absolut gelungen bezeichnen will. Doch leider bleibt eine meiner Kritiken weiterhin bestehen: Der Umgang mit den neuen Medien lässt weiterhin zu wünschen übrig. So sind die Gewinner der SwissBarAwards weder auf der offiziellen Seite noch in Facebook zu finden. Ich wünschte mir, dass man dies nächstes Jahr ändert und die Möglichkeit des Internets besser nutzt.

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Bartest in Winterthur, Einleitung

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Erstmal ein paar Worte zu Winterthur.
Winterthur liegt im Kanton Zürich und ist die Hauptstadt des gleichnamigen Bezirks. Mit 100000 Einwohner ist die Stadt die sechstgrösste der Schweiz und hinter Zürich die zweitgrösste des Kantons.
Unterteilt ist Winterthur in die Stadtkreise Stadt, Mattenbach, Oberwinterthur, Seen, Töss, Veltheim und Wülflingen, wobei sich die meisten Bars im Kreis Stadt(mitte) tummeln.

Bekannt ist Winterthur auch als Stadt der Museen. Ingsgesamt 18 Museen sind in Winterthur zu finden. Viele davon aus dem Kunstbereich.

Wer mehr über Winterthur erfahren möchte, tut dies am besten bei Wikipedia.

Die Bars

Die Auswahl der Bars gestaltete sich nicht ganz einfach. Zwar hat man in relativ kurzer Zeit eine beträchtliche Anzahl Betriebe gefunden, die das Wort “Bar” im Titel oder der Website haben. Doch sind das auch wirklich Bars?
Einige dieser Locations habe ich schnell wieder herausgestrichen, einerseits weil einige davon sicherlich nichts mit einer Cocktailbar gemein haben (was nicht heisst, dass diese Locations keinen Besuch wert sind), andererseits weil ich einige andere wiederum gar nicht besuchen möchte (und wahrscheinlich dabei auch wenig verpasse).
Desweiteren sollte man sich auch fragen: “Will sich diese Bar überhaupt als Cocktailbar präsentieren und ist ein Test somit überhaupt fair?”
Auch hier habe ich versucht nach besten Gewissen zu entscheiden und nur diejenigen Betriebe aufzunehmen, die sich als Bar präsentieren.

Ich bin dann über das Portal barolino.ch gestolpert auf welchem verschiedene Bars präsentiert und bewertet werden. Die Website ist zwar nicht ganz aktuell, aber die aufgelisteten Bars sind meines Wissens nach alle noch im Geschäft.  Eine Bar, welche sich also dort präsentiert, rutschte automatisch in meine Liste (mit obengenannten Ausnahmen), da sie sich ja anscheinend als Bar ansieht. Die restliche Liste habe ich nach bestem Gewissen zusammen-gegoogelt bzw. habe in meiner Erinnerung gekramt. Es kann sein, dass ein Paar wieder gestrichen werden oder das noch Weitere dazukommen. Falls jemand eine hier nicht gelistete Bar kennt, die sich in Winterthur befindet und einen Test wert ist,  darf es sie hier gerne in den Kommentaren verlinken.

Untenstehend nun die Liste der Bars alphabetisch sortiert (entspricht nicht der Testreihenfolge).
Ich weiss, es ist eine umfangreiche Liste, aber die Bars müssen ja nicht alle innerhalb der nächsten Wochen getestet werden.

Der Test

Um möglichst fair und identisch zu testen, werde ich mir noch 2-3 Cocktails auswählen, welche ich jeweils bestellen werde. Gesetzt ist bis jetzt nur der Manhatten. Wahrscheinlich werde ich noch einen fruchtigen Cocktail ins Répétoire aufnehmen, da den Manhatten wahrscheinlich einige “Bars” nicht kennen. Auch die Bedienung, die Atmosphäre und das handwerkliche werde ich näher betrachten.

Mit dem ersten Test ist ca. Ende nächster Woche zu rechnen.

Als Test-Cocktails sollen grundsätzlich ein Manhatten, ein Cocktail mit Gin, sowie, falls überhaupt noch nötig und möglich, eine Spezialität des Hauses.
Ich werde jeweils diesen Post mit den Links zu den Tests updaten.

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