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5 Decades

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Heute möchte ich euch wieder mal einen Cocktail vorstellen. Diesmal eine kleine Eigenkreation, welche ich zum Geburtstag meiner Mutter kreierte.

Das Ziel war ein leichter nur wenig alkoholischer Aperitif, der aber trotzdem aromatisch schmeckt. Da ich vor kurzem Cocktails mit Schaumwein für mich entdeckte (obwohl ich sonst kein grosser Freund, dieser Prickelbrause bin ;) ), war mir klar, dass ich diesmal was mit Prosecco versuchen wollte. Sofort kam mir auch der bekannte Aperitif Cynar in den Sinn, welchen ich pur sehr gerne mag und schon lange mal in einem Drink vermixen wollte. Um die Frucht des Schaumweins zu unterstützen, griff ich zum Lantenhammer Williamslikör, einem, meiner Meinung nach, fantastischem Produkt, welches ein geniales Fruchtaroma transportiert. So entstand folgender Cocktail

5 Decades

  • 3cl Lantenhammer Williamslikör
  • 1.6cl Cynar
  • 0.6cl Zitronensaft
  • 1 Dash Angostura Bitters
  • Prosecco

Das ganze auf Eis rühren, in ein Champagnerglas geben und mit Prosecco auffüllen. Als Prosecco verwendete ich einen Extra Dry von Raphael Dalbo (gibt es im Coop für 13.90 CHF). Zum Schluss noch 1 bis 2 Tropfen Angostura über den Drink träufeln. Das gibt ihm eine wunderbare, aromatische Duftnote. Ingesamt ist der Cocktail eher auf der herben, aromatischen Seite. Mehr Cynar oder Angostura Bitters würde ich nicht verwenden, da sonst sowohl Williams als auch der Prosecco völlig untergehen. Da der Williamslikör selbst eine sehr ausgeprägte Süsse mit sich bringt, brachte ich den Zitronensaft ein, um diese Süsse etwas zu korrigieren. Natürlich hätte ich einen Williamsbrand verwenden können, der weitaus weniger Süss ist, als ein Likör. Aber ich wollte, dass der Cocktail nicht zuviel Alkohol besitzt.

Viel Spass beim Nachmixen.

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Barrel Aged Cocktails

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Jeffrey Morgenthaler tat dies bereits zu Beginn dieses Jahres, aber vor kurzem hat die New York Times  das Thema Barrel Aged Cocktails oder zu deutsch fassgelagerte Cocktails aufgegriffen. Zeit also, euch dieses Thema nicht vorzuenthalten.

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Padovani

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Es gibt Drinks, welche zutatenmässig, im Vergleich zu anderen Cocktails, geradzu bestechend simpel sind. Das heisst nicht, dass sie einfach herzustellen sind oder, dass sie einfach/eindimensional schmecken. Richtig gemacht, ist das Gegenteil der Fall, den gerade die Beschränkung auf wenige Zutaten lässt der Grundspirituose besonders viel Platz zur Entfaltung und erlaubt es dem Gaumen Unterschiede zwischen den verschiedenen Produkten einfacher zu unterscheiden
Der Gin-Tonic ist ein bekannter Vertreter dieser Gattung und wird von vielen Leuten verwenden, um verschiedene Gins im Cocktail kennenzulernnen.
Die Zutaten dafür: Gin und Tonic Water.

Kommen wir nun aber zum Kern dieses Beitrags: Der Padovani.
Den Padovani entdeckte ich das erste Mal im Diffords Guide #7. Benannt ist dieser Drink nach Xavier Padovani, einem der Traveling Mixologists und Brand Ambassador von Hendrik’s Gin.

Padovani

Padovani

Im Originalrezept wird nach gleichen Teilen Scotch Whisky und St. Germain Elderflower Liquor. Als Garnitur wird eine Zitronenzeste vorgeschlagen.
Wie bei fast allen Rezepten, welche Scotch Whisky verlangen, wird nicht spezifiert welche Art man damit meint. Passt ein fruchtiger Malt, ein süsser oder gar ein Rauchiger? Im Difford’s Guide wurden alle Scotch Rezepte mit Famous Grouse Blend gemacht.

Das Rezept liest sich zwar sehr interessant, aber das Verhältnis 1:1 lässt dem Whisky in den meisten Fällen fast keine Chance. Ich persönlich finde, dass ein Verhältnis von 4:1 (Whisky:Likör) ein sehr geeignetes Grundrezept ist. Je nach Whisky kann man den Liköranteil erhöhen oder veringern.
Eine Garnitur würde ich weglassen.

Ebenso ersetze ich den Blended Scotch durch Single Malt, was einige Puristen jetzt wahrscheinlich gequält aufstöhnen lassen wird. Aber es muss ja nicht der Nonplusultra Malt für 300 CHF sein.
Es funktioniert auch nicht mit jedem Whisky. Gerade filigrane Whiskys würde ich nicht vermixen, da man hier den Liköranteil so weit reduzieren muss, bis man den Whisky auch pur trinken könnte.

Sehr gut funktioniert der Old Pulteney 12y, für wenig Geld bekommt man hier einen wunderschönen Malt, den ich bereits einmal vorgestellt habe. Im Padovani glänzt er vor allem mit einer schönen Bananennote.  Allgemein gilt: fruchtige Whiskys funktionieren relativ gut.
Auch sherrybetonte Whisky wie ein Mortlach 16 oder ein Bowmore 15 darkest, der auch noch schöne Rauchnoten mit sich bringt, funktionieren hier und ergeben ein eher spezielles Gesamtergebnis. Man sollte sich aber bewusst sein, dass der Sherry bei weitem nicht so präsent sein wird, wie beim Purgenuss. Ich hatte das Gefühl, dass die Sherrynoten besonders empfindlich sind.

Wer jetzt glaubt, dass rauchige Whiskys hier nicht funktionieren (wie ich es zu Beginn tat), täuscht sich gewaltig. Ein Smokehead (was der genau drin hat, weiss ja niemand so genau) macht einen wunderbar rauchigen Padovani, der vom Holunderblütenlikör unterstützt wird. Aber auch ein Laphroaig oder ein Ardbeg werden funktionieren. Laphroaig 10y gehört für mich zu den besten Standardabfüllung.

Wer gerne etwas schweizerisch bleibt, greift zu einem Säntis Single Malt. Hier ist aber Vorsicht mit dem Holunderblütenlikör geboten, da der Whisky (in Bierfässern ausgebaut) selbst schon sehr süss daherkommt.

Obige Whiskys sind natürlich nur Vorschläge, testet einfach selbst.

Hier das Rezept wie ich einen Padovani mache.

  • 4cl Whisky
  • 1cl St. Germain Elderflower Liquor

Im Tumbler aufbauen und verrühren. Prost!

P.S.
St Germain Likör gibt es bei ullrich.ch oder bei Jelmoli

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Liquid Christmas

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Eigentlich sollte dieser Post schon zur Weihnacht raus. (insert your favourite excuse here) Aber wie es halt so ist: Weihnachtstress und nach den Weihnachten für fast 4 Tage krank. Somit kommt der Cocktail mit diesem Namen etwas zu spät, aber Weihnachten ist ja alle Jahre wieder.

Eigentlich bin ich über einen Tee, genauer einen Orangen-Zimt-Tee, welchen ich mal auf der Arbeit entdeckte, auf die Idee dieses Cocktails gekommen. Im Vordergrund standen als zuerst starke Orangen- und Zimtaromen, welche aber im Laufe der Entwicklung zugunsten anderer Aromen und der Basisspirituose zurückgeschraubt wurden. Mit dem Ergebnis, dass der Cocktail so doch besser harmonierte.
Wie der Name “Liquid Christmas” bereits verrät, wollte ich neben den oben angesprochenen Aromen eine Art flüssige Weihnachten kreieren, also einen Cocktail, der einem an die Gerüche von Weihnachten erinnert. Natürlich ist es kaum möglich alle weihnachtlichen Gerüche in einen Cocktail unterzubringen, deshalb musste ich mich für ein paar wenige entscheiden: Nelken, Orangen, Zimt und Anis. Und natürlich Gin, aber Gin geht immer, nicht nur zu Weihnachten ;)

Da ich mir keinen Zimtsirup kaufen wollte, habe ich ihn selbst aufgesetzt: 4 Zimtstangen mit Wasser und Zucker (1:1) aufkochen und auf mittlerer Stufe etwas kochen lassen, in eine Flasche füllen und ca. 3-4 Tage ziehen lassen, was einen kräftigen, mit ganz leichten Holztönen, Sirup ergibt.

Meine ersten Versuche waren alle pappsüss und der Gin war völlig im Hintergrund. Nach und nach reduzierte ich die Zutaten bis ich ein akzeptables Ergebnis hatte. Akzeptabel ist allerdings nicht genug, also machte ich mich daran, den Gin und die Nelken bei meinen Versuchen wegzulassen, um zuerst das richtige Verhältnis der anderen Zutaten zu finden. Erst als mir dies gelungen war, vermixte ich das Ganze im richtigen Verhältnis und musste es nur noch im Kleinen anpassen.

Nun aber zum eigentlichen Rezept

Liquid Christmas

  • 3cl Gin (Tanquery 10)
  • 4 Nelken
  • 0.8cl Grand Marnier CR
  • 0.2cl Orangensaft (frisch)
  • 0.4cl Zimtsirup
  • 1/2BL Absinth

Nelken zerstossen oder zebrechen und ca. 10 Minuten mit dem Gin ziehen lassen.
Die anderen Zutaten hinzugeben, auf Eis schütteln und in einen Cocktailspitz abseihen.

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  • Published: Aug 17th, 2009
  • Category: Bars
  • Comments: Kommentare deaktiviert

Soroa Bar, Winterthur

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Heute möchte ich eine Bar in Winterthur vorstellen, die ich sehr schätze: Die Soroa Bar, zu finden an der Unteren Kirchgasse 2 in Winterthur.

Benannt ist die Bar nach der gleichnamigen kubanischen Stadt und befindet sich, wie der Strassenname vermuten lässt, in der Nähe einer Kirche. In diesem Falle gleich neben der Altstadtkirche in einem Eckhaus. Auffallend sind die grossen Bogenfenster, welche die Bar relativ hell und freundlich erscheinen lassen. Dadurch hat man beispielsweise auch von draussen an den kleinen Tischchen immer einen Blick auf die eigentliche Bar. Das Licht, welches durch die Fenster flutet, wird etwas durch das beinahe komplett schwarze Interieur (Tische/Bar etc.) gemindert.

Die Bar ist in zwei Teile unterteilt. Zum einen den Teil vor den Bartresen mit schwarzen Holztischen und Stühlen, welche parallel zur Bar aufgebaut sind, zum zweiten eine Lounge inklusive grosser Sessel rechts hinter der Bar, in welcher auch geraucht werden darf (in der Lounge ;) )

Gleich beim betreten der Bar fällt das grosse und interessant bestückte Backboard auf, welches gleich verrät, dass hier nicht einfach Alkohol zusammengeschüttet wird, sondern Cocktails gemixt werden. Im Gegensatz zu allen anderen Winterthurer Bars, welche ich kenne, wird hier mit Liebe und Enthusiasmus gearbeitet. Das beginnt damit, dass frische Zitrussäfte verwendet oder, dass tatsächlich Jigger verwendet werden (ob dies jetzt eine Qualitätsmerkmal ist, ist nicht Gegenstand dieses Beitrags, aber es ist, zumindest in Winterthur, erwähnenswert) und hört beim freundlichen Service und den Barkeepern auf. Bei eigentlich allen Besuchen, war jeweils nur ein Barkeeper präsent, was zu Stosszeiten etwas längere Wartezeiten zur Folge hat. Ich würde aber sowieso empfehlen die Bar mal unter der Woche oder am frühen Abend zu besuchen, den am Wochenende ab ca. 22:oo ist die Bar einfach voll und dementsprechend laut.

Aber was ist mit den Cocktails?

Die Barkarte liest sich leider etwas unspektakulär und scheint auch seit längerem nicht mehr überarbeitet worden zu sein. Gelistet werden neben den üblichen Verdächtigen wie Manhatten, Pina Colada, Negroni und Co. aber auch Eigenkreationen.
Das ist etwas schade, hindert aber nicht daran, Cocktails zu bestellen, welche nicht auf der Karte sind. Bis jetzt war das auf jeden Fall nie ein Problem.  Die Cocktails werden allerdings oftmals mit Standardzutaten, wie Four Roses oder Martini Rosso zubereitet, was ich schade, aber bis zu einem gewissen Grade verständlich finde (dazu später mehr). Diese “Kritik” wird allerdings dadurch entkräftet, dass man ohne Probleme einen Manhatten auch mit Blanton’s anstatt mit Canadian Club bestellen kann und ihn natürlich auch bekommt ;) . In meinen Fall bisher ohne Aufpreis. Toll!

Ich bin der Meinung, dass die Qualität der Cocktails hoch ist, zumindest haben sie mir bisher alle geschmeckt und der Saftlose Mai Tai ist ja wohl ein Novum in Winterthur. Aber auch der Gin Sour mit Tanqueray und einem klitzekleinen Anteil Orangensaft ist der Hammer.
Wer Alkoholfreies probieren will, sollte zur Ipanema greifen, welche mit Red Rock Ginger Ale zubereitet wird und wunderbar würzig ist.

Ihr habt es vielleicht gemerkt: Ich mag die Bar und vielleicht finde ich es deshalb unverständlich, dass in der Bar 8/10 Leuten Bier trinken, anstatt eines Cocktails.

Leute, das ist eine Bar. Wenn ihr Bier wollt, geht doch in eine Kneipe!

Fazit:
Die Soroa Bar ist kein “Le Lion” und auch kein “Lebensstern”. Wer mit diesen Erwartungen kommt, wird enttäuscht sein.
Aber die Soroa Bar ist ein Kleinod in Winterthurs Gastrolandschaft und definitiv einen Besuch wert!

Zum Schluss noch ein kleines Video, damit ihr auch einen Eindruck von der Bar bekommt (inhaltlich leider nicht gerade der Bringer):

http://www.clipfish.de/video/816895/cityguide-soroa-bar-winterthur-schweiz-bars-cafs–lounges/

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