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swissBARworld

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Eingang SwissBarWorldVom 21. September bis zum 22. September fand in Winterthur die erste SwissBarWorld statt. Die Messe ist, anders als der BCB in Berlin, nur für Fachpublikum geöffnet. Neben verschiedenen Ausstellern fand man als Besucher auch eine Showbühne, eine Tasting Area sowie ein Forum vor.

Vortrag von Markus Blattner

Mit etwas Verspätung öffnete die Messe um ca. 11:30 und es ging sogleich los mit einem Vortrag von Markus Blattner aus der Widderbar, der auf der Showbühne in Vergessenheit geratene Spirituosen und Cocktails vorstellte. Unter anderem wurde Old Tom Gin, Chartreuse und Weisflog Bitter vorgestellt. Weisflog Bitter wurde im 19. Jh. vom deutschen Arzt Gustav Erdmann Weisflog in Zürich erfunden. Eigentlich war es es als Bitter gegen Magenversäuerung gedacht, aber wie das halt so ist, wurde diese “Medizin” schnell als Apéritif entdeckt. Zum Schluss stellte Markus Blattner noch einige alte Cocktailshaker vor, deren Funktionsweise z.t. doch sehr interessant war. Wer sich für Cocktailshaker interessiert, sollte mal bei Shakerliebe vorbei schauen.
Sehr interessanter Vortrag!

Beim umherschlendern in den Hallen der Messe merkte man relativ schnell, dass die ganze Messe relativ klein war. Sowohl Platz- als auch Besuchermässig. Eigentlich sehr angenehm, hatte man doch immer genug Platz um sich ungestört irgendwo hinzubewegen.

Barfood

Als zweites schaute ich mir den Vortrag über Barverpflegung an, welche von zwei Köchen vorgestellt wurde. Hier wurde sehr viel Show, inklusive Gesangseinlage, geboten und einige interessante Kreationen vorgestellt (Sauerkraut mit Curry). Bei einigen war ich mir allerdings nicht ganz sicher, ob die tatsächlich in eine Bar passen.

Wildfrucht-Tasting

Um ca. 13:30 wurde in der Tasting Area ein Tasting mit schweizer Wildfruchtdestillate durchgeführt. Das konnte ich mir nicht entgehen lassen. Leider füllten sich die verfügbaren Plätze nur sehr zögerlich. Ob diese Brände zu speziell sind? Das Wodka Tasting vorher war doch sehr gut gefüllt…
Wie auch immer: Das Tasting war für mich einer der Höhepunkte der Messe. Hansjörg Zehnder vom schweizer Schnaps-Forum führte durch das interessante Tasting, welches auch 6 verschiedenen Destillaten bestand. Ganz toll fand ich, dass wir umfangreiche Informationen zu Wildfrüchten allgemein, sowie Bezugsadressen zu den verkosteten Destillaten ausgehändigt bekamen. Das hätte ich mir auch an anderen Stellen gewünscht. Verkostet wurde Schlehe, Zibarte (eine Wildpflaume), Wildkirsche, Sureau (schwarzer Holunder), Kornelkirsche, Wilde Vogelbeere. Während die ersten drei Brände eher mild daherkamen, waren die letzten drei doch eher wuchtig und intensiv. Insbesondere die Kornelkirsche roch ziemlich ungeniessbar (Brennsprit), entfaltete im Mund aber interessante und leckere Noten. Begeistert war ich auch vom Brand der Wildkirsche. Aber auch die leider unverkäufliche Vogelbeere schmeckte mit ihre sehr grünen Noten interessant. Da die Brände alle von kleinen Destillerien hergestellt werden, haben die Produkte natürlich ihren Preis.

Choctails

Auf der Showbühne präsentierte Stefan Stevancsec ChocTails, also Cocktails mit Schokolade. Eine interessante Präsentation, die nicht nur Cockails beleuchtete, sondern auch Schokolade und damit verbundene Trends beleuchtete.
Natürlich wurde die Zeit auch genutzt um den neuen Mozart Dry, einen klaren Schokoladenbrand, vorzustellen, ein Produkt, dass ich mir sicherlich kaufen werde :)

Rum-Tasting

Und wieder ein Tasting: Diesmal Rum mit Jürgen Deibel. Auch hier wurden wieder sechs Proben verkostet, diesmal aber blind. Die Teilnehmer sollten zusammen erraten, um welche Rums es sich jeweils handelte. Aufgelöst wurde am Schluss. Spannende Sache (auch wenn meine persönliche Trefferquote nicht so berauschend war, aber daran lässt sich ja noch arbeiten ;) ), insbesondere Jürgen Diebel hat mich mit seinem Fachwissen nachhaltig beeindruckt!

Avantgarde Drinks

Wer ruht der rastet und deshalb gings gleich zurück zur Showbühne, wo sogenannte Avantgarde Drinks präsentiert wurden. Avantgarde Drinks sind nichts anderes als molekulare Cocktails. “Als Evolution” wurde diese Art von Drinks angepriesen, eine Meinung, die ich nicht teilen kann. Ich habe da jeweils das Gefühl, dass es mehr um Schein als um Sein geht. Nach wenigen Minuten verliess ich die Präsentation mangels Interesse und ging was essen.

Pisco-Tasting

Als Abschluss der Tastings fand ein Pisco-Tasting statt und da ich eigentlich keine Ahnung von Pisco hatte, nahm ich natürlich auch hier teil. Wiederum führte Jürgen Deibel durch das Tasting. Insgesamt wurden hier nur drei Proben verkostet. Auch dieses Tasting war wieder unheimlich informativ.

Eigentlich wollte ich dann noch das Forum besuchen, um mir Michael Zotters Vortrag über Online Medien anzuhören. Durch die Verspätung überschnitten sich das Tasting und der Vortrag, so dass ich diese Veranstaltung verpasste. Leider!

Grand Prix Havana Club 2009

Grandprix Havana Club 2009

Um 17:00 war dann eigentlich fertig für heute bzw. es war der Beginn des Grand Prix Havana Club 2009 Finales. Die erste Runde aus vier Finalisten verpasste ich. Im Nachhinen nicht besonders tragisch.
Ich weiss ja nicht was die Vorgaben waren, aber jeder der vier Finalisten aus dem zweiten Durchgang präsentierten einen Longdrink mit etwas Spirituosen und ganz viel Fruchtsaft oder sonstigen Fillern (so ab ca 12cl). In 3 von 4 Fällen mit Maracuja bzw. eine Orangensaft/Maracuja Mix (bitte korrigiert mich, wenn mich hier irre). Die Situation, welche in Deutschland immer wieder kritisiert wird, lässt sich anscheinend auch auf die Schweiz übertragen. Irgendwie ist in den Köpfen immer noch verankert, dass ein Cocktail zwingend fruchtig sein muss. Natürlich kann dies lecker sein, aber, dass gerade 100% der Teilnehmer solche Drinks kreeiren, zeugt nicht gerade von Inovation, schade.

Schlussbemerkung

Ich empfand die erste SwissBarWorld als gelungen. Mann kann sich jetzt natürlich fragen, ob es Sinn macht, Leute aus dem Hobbybereich auszuklammern. Auf der einen Seite wären diese Leute doch ein schöner Farbtupfer, auf der anderen Seite aber, wächst das Risiko eines Sauftourismus. An an der SwissBarWorld wurde viel gratis angeboten, was an einer öffentlichen Messe wohl kaum funktionieren geschweige denn wirtschaftlich wäre. Ein bisschen entäuscht bin ich von der Kommunikation. Wir befinden uns mittlerweile im 21. Jahrhundert, die neuen Medien haben sich etabliert und trotzdem findet man nirgends einen Hinweis darauf, wer jetzt denn Grand Prix Havana Club 2009 gewonnen hat. Für mich gerade in der heutigen Zeit unverständlich. Insgesamt war die Messe aber interessant, auch wenn merkte, dass z.b. Deutschland mit der Barkultur schon etwas weiter ist.

Eingang SwissBarWorld

Im nächste Beitrag werde ich von den SwissBarAwards berichten

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  • Published: Feb 17th, 2009
  • Category: Events, Schweiz
  • Comments: Kommentare deaktiviert

Spiritissima und Whisky Schiff Luzern im März 09

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Spiritissima

Am 7. März 2009 von 12:00 – 19:00 findet im Papiersaal des Sihlcity Zürich zum zweiten Mal die von Glen Fahrn organisierte Spiritissima statt.
Neben dem Verkauf von Spirituosen, bei welchem Privatkunden von 10% Messerabatt profitieren, können auf 500m2 verschiedene Spirituosen sowie Champagner und Weine degustiert werden. Dabei sollen über 100 Raritäten verkostet werden können.
Unter anderem ist auch The Bitter Truth vertreten. Aufgelistet sind sie unter “Gin”. Ob hier wohl der “neue” Sloeberry Gin vorgestellt wird?

Ab 19:30 startet dann ein Cognac-Tasting, welches 180 CHF und auf 40 Personen limitiert ist. Hier der offizielle Text von Glen Fahrn

Erstmalig führen wir im Anschluss an die Spiritissima eine VIP Cognac-Soirée (ab 19.30 Uhr) mit Ihnen und zahlreichen Persönlichkeiten aus Lifestyle und Wirtschaft durch.
Unser Messebotschafter Miguel San Juan heisst Sie persönlich willkommen. Sie werden entführt in die unglaubliche Welt des Cognacs. Entdecken Sie in einer einzigartigen VIP Soirée Cognacs längst vergangner Zeiten und echter Handwerkskünste. Seltenste und rare Cognacs werden verkostet – eine Chance die sich im Leben nur wenige Male zeigt!

Sie degustieren einen Cognac Bisquit (1842) noch vor der Gründung der Schweizer Bundesverfassung (1848), einen Cognac Meukow “Le Drapeau” (1880) vor kurz nach der Erfindung des Telefons (1876), einen Cognac Hennessy Richard mit 200jährigen Cognac-Anteilen aus der napoleonischen Zeit (um 1800) – nur um die Wichtigsten zu nennen. Ein einmaliges historisches und geschmackliches Erlebnis! Alleine die drei ältesten Cognacs beziffern einen Wert von rund 13’000.- CHF – aber Ihre Erlebniskarte kostet nur einen Bruchteil des echten Wertes!

Die Teilnehmerzahl ist streng limitiert auf 40 Glückliche! Sichern Sie sich noch heute Ihre Teilnahme für nur 180.-!

Ich bin mal gespannt, die erste Spiritissima habe ich leider verpasst

Whisky-Schiff Luzern

Ende März, genauer am 27 und 28 März 2009 findet in Luzern die dritte Ausgabe des Whisky-Schiff Luzern statt.
Sicherlich für alle, die Whisky nicht abgeneigt sind, interessant. Aber auch wer sich für Rum, Cognac oder Grappa interessiert, wird ein Angebot finden. Gemäss Website werden über 40 Stände präsent sein und über 500 Whiskies (nicht nur Single Malts) werden zum degustieren angeboten (die meisten auch zum Verkauf).

Im Gegensatz zur Spiritissima ist der Eintritt hier nicht frei und kostet 10 CHF.  Das Degustieren kostet sogenannte Jetons (1 Jeton = 1 CHF), wobei die meisten Whiskies zwischen 2 – 7 Jetons für 1cl kosten sollen.

Interessant finde ich, dass eine Live-Whiskybrennerei geplant ist. Mal schauen…

Neben dem eigentlichen Whiskyschiff werden einige Rahmenprogramme wie z.b. ein Whiskyseminar angeboten (mehr auf der Website)

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