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Liquid Christmas

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Eigentlich sollte dieser Post schon zur Weihnacht raus. (insert your favourite excuse here) Aber wie es halt so ist: Weihnachtstress und nach den Weihnachten für fast 4 Tage krank. Somit kommt der Cocktail mit diesem Namen etwas zu spät, aber Weihnachten ist ja alle Jahre wieder.

Eigentlich bin ich über einen Tee, genauer einen Orangen-Zimt-Tee, welchen ich mal auf der Arbeit entdeckte, auf die Idee dieses Cocktails gekommen. Im Vordergrund standen als zuerst starke Orangen- und Zimtaromen, welche aber im Laufe der Entwicklung zugunsten anderer Aromen und der Basisspirituose zurückgeschraubt wurden. Mit dem Ergebnis, dass der Cocktail so doch besser harmonierte.
Wie der Name “Liquid Christmas” bereits verrät, wollte ich neben den oben angesprochenen Aromen eine Art flüssige Weihnachten kreieren, also einen Cocktail, der einem an die Gerüche von Weihnachten erinnert. Natürlich ist es kaum möglich alle weihnachtlichen Gerüche in einen Cocktail unterzubringen, deshalb musste ich mich für ein paar wenige entscheiden: Nelken, Orangen, Zimt und Anis. Und natürlich Gin, aber Gin geht immer, nicht nur zu Weihnachten ;)

Da ich mir keinen Zimtsirup kaufen wollte, habe ich ihn selbst aufgesetzt: 4 Zimtstangen mit Wasser und Zucker (1:1) aufkochen und auf mittlerer Stufe etwas kochen lassen, in eine Flasche füllen und ca. 3-4 Tage ziehen lassen, was einen kräftigen, mit ganz leichten Holztönen, Sirup ergibt.

Meine ersten Versuche waren alle pappsüss und der Gin war völlig im Hintergrund. Nach und nach reduzierte ich die Zutaten bis ich ein akzeptables Ergebnis hatte. Akzeptabel ist allerdings nicht genug, also machte ich mich daran, den Gin und die Nelken bei meinen Versuchen wegzulassen, um zuerst das richtige Verhältnis der anderen Zutaten zu finden. Erst als mir dies gelungen war, vermixte ich das Ganze im richtigen Verhältnis und musste es nur noch im Kleinen anpassen.

Nun aber zum eigentlichen Rezept

Liquid Christmas

  • 3cl Gin (Tanquery 10)
  • 4 Nelken
  • 0.8cl Grand Marnier CR
  • 0.2cl Orangensaft (frisch)
  • 0.4cl Zimtsirup
  • 1/2BL Absinth

Nelken zerstossen oder zebrechen und ca. 10 Minuten mit dem Gin ziehen lassen.
Die anderen Zutaten hinzugeben, auf Eis schütteln und in einen Cocktailspitz abseihen.

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Guten Rutsch ins Jahr 2010

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mija.ch wünscht euch einen guten Rutsch ins neue Jahr und ein erfolgreiches 2010!

Passend dazu ein schöner Cocktail, welcher in einem kleinen Experiment entstanden ist.

Genesis

  • 4cl Orangensaft
  • 3cl Aperol
  • 0.8cl Bols Genever

Im Glas aufbauen und mit Orangenzeste garnieren (leider gerade kein Foto zur Hand)

Ein erfrischender Aperitif, der durch den Genever eine schöne, malzige Süsse beinhaltet.
Inspiriert hat mich dazu mein Grossvater, der jeweils einfach Orangensaft, Aperol und einen Schuss Gin serviert (ungekühlt). Sozusagen, war dies meine erste Berührung mit Cocktails. Deshalb auch der Name, Genesis.

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Bebbo Cocktail

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Endlich, die erste Eintrag in diesem Blog, der sich einem Cocktail widmet.

Dazu möchte ich etwas ausholen und einen Blick in die Vergangheit wagen.
Der Bebbo Cocktail basiert eigentlich auf dem Bee’s Knees Cocktail, welcher irgendwann während der Prohibiton (1919 – 1932) aufkam. Der genaue Ursprung ist leider nicht bekannt.

Der Begriff “Bee’s Knees” bedeutet umgangssprachlich “das Grösste/das Beste”. Gemäss diesem Link kann man die Enstehung des Begriffs mit der oben genannten Bedeutung ungefähr auf die erste Hälfte der 20er Jahre datieren, was bedeuten würde, dass der Bee’s Knees frühestens 1922, wohl aber eher später, das Licht der Welt erblickte. Der Bebbo-Cocktail wiederum wäre natürlich noch später anzusiedeln. Eventuell sogar in den 1930er Jahren.
Soweit zur Geschichte, doch nun zum eigentlichen Cocktail.

The Bebbo Cocktail

The Bebbo Cocktail

4.5cl Gin
2cl frischer Zitronensaft
2BL Honig
0.6cl Orangensaft

CocktailDB.com und Ted Haigh verwenden bis zu 3cl Zitronensaft, was mir aber definitiv zu viel ist.

Alle Zutaten in den Shaker und zuerst mal ohne Eis kräftig rühren, damit der Honig aufgelöst wird (es empfiehlt sich flüssiger Honig). Danach alles kräftig auf Eis schütteln und in einen vorgekühlte Cocktailschale abseihen. Ted Haigh schlägt in seinem Buch Vintage Spirits and Forgotten Cocktails eine Kirsche als Garnierung vor. Da ich keine Kirsche zur Hand hatte, nahm ich eine Zitronenzeste.

Ich habe den Cocktail mit verschiedenen Gins ausprobiert. Das beste Ergebnis lieferten Tanqueray und Hendrick’s Gin. Eher florale Gins oder solche auf der “Zitrus-seite” der Gins, funktionieren hier weniger gut und gehen etwas unter. Darum eher einen wachholderlastigen Gin benutzen.

Als Honig kam flüssiger Max Havelaar Honig zum Einsatz. Als Alternative versuchte ich das Ganze noch mit einem Thymian-Honig (zu beziehen in der Migros für ca. 6 CHF) was auch zu einem interessanten, etwas herberen Ergebnis führte. Hier ist allerdings Vorsicht mit dem relativ intensiven Honig geboten. Schnell unterdrückt er selbst Tanqueray.

Der Bebbo-Cocktail ist ein schöner, einfacher und ausgewogener Cocktail, der selbst mit einem Anfängerbarstock ohne Probleme gemixt werden kann.

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