Diese Jahr fand im Papiersaal von Sihlcity die dritte Spiritissima statt. Wieder gab es verschiedenste Spirituosen, Liköre und diesmal sogar Bier (an einem Stand) zu verkosten. Neben Glen Fahrn, welche sicher am präsentesten waren und den Anlass organisierten, fanden sich auch andere Aussteller/Hersteller ein, wie z.b. Diageo, Lateltin oder Davidoff. Wie bereits letztes Jahr machten Whisk(e)ys den Hauptanteil der angebotenen Spirituosen aus. Doch auch Cognac wurde, nachdem letztes Jahr am Abend ein Cognac-Tasting stattfand, präsentiert. Auch Grappa, Spumante/Prosecco und Wodka wurde dieses Jahr mehr Platz zugesprochen.
Ganz neu und in meinen Augen eine sehr gute Idee: Eine “Bar” an der man nichtalkohlische Getränke und kleine Häppchen kaufen konnte. Viele der Aussteller bzw. Mitarbeiter welche die Spirituosen ausschenkten kannte man bereits vom letzten Jahr oder von den Whiskyschiffen Luzern/Zürich.
Das Preisniveau schien mir ungefähr gleich wie letztes mal. Standardabfüllungen kosteten ca. 1-3 CHF pro cl. Schön fand ich, dass mit dem fast gesamten The Bitter Truth Sortiment und weiteren Produkten wie z.b. Antica Formula auch der Barbereich nicht zu kurz kam.
Am Abend fand dann ein Soiréé im Zeichen des Davidoff Cognacs und Grand Khaan Vodka statt. Etwas schade, dass man sich hier auf zwei Marken festlegte (Sponsoring). Da hätte mich das letztjährige Tasting definitiv mehr interessiert.
Fazit: Die entspannte Atmosphäre, der relativ kleine Rahmen der Veranstaltung und natürlich die verkosteten Spiritiuosen machten die Spiritissima auch dieses Jahr zu einem schönen Erlebnis. Verändert hat sich insgesamt wenig, abgsehen von Foodcorner. Es waren mehr Hersteller dabei, welche eigene Stände hatten und einzelne Produkte wurden mehr ins Zentrum gerückt. Als Beispiel sei hier der Grand Khaan Vodka genannt, welcher auch auf den Werbeplakate der Spirtissima zu finden war. Es gab aber auch weitere Produkte, die so auffielen: Davidoff, Bepin de Eto (Spumante). Ob man das jetzt gut findet oder nicht, muss man selber entscheiden.
Zum Schluss möchte ich euch drei tolle Produkte kurz vorstellen:
Banff 21y (Rare Malts)
Auf diesen Speyside Malt bin ich per Zufall gestossen, als ich beim Raritätenstand herumstöberte und überrascht war von dieser Flasche, da ich bisher noch nie was von dieser Destillerie gehörte habe. Das liegt vielleicht, dass die Destillerie seit über 20 Jahren geschlossen ist. Schade, denn der Malt hat mich überzeugt. Ausprägte Zitrusnoten machen diesen Malt zu etwas sehr Interessanten. Daneben finden sich auch Ideen von Butterkeksen und Vanille, sowie Getreide.
Willet Rye 24y
Auch das ist ein Produkt, welches nur noch sehr schwer und teuer (360-395 CHF, das letzte Fass) zu erstehen ist. Der Rye kommt mit unglaublichen 69.4% daher, welche man aber überhaupt nicht merkt. Absolut toller Rye Whisky, aber leider unglaublich teuer.
St. Etienne Blanc Agricole Vintage 2000
Den St. Etienne XO habe ich euch bereits das letzte Jahr kurz vorgestellt. Dieses Jahr ist nun der weisse Rum dieses Herstellers aus Martinique an der Reihe. Das Produkt reift vier Jahre und kommt mit 50% daher. Wem Blue Bay zu “kompostig” ist, der findet hier meiner Meinung nach ein interessantes Produkt, welches man zwar definitiv als Agricole Rhum erkennt, aber, welches nicht in die, zumindest für mich, beinahe schon unangenehmen Geschmacksgefilde von Blue Bay Rum vorstösst.
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Nase: Vanille, Caramel, leicht Torf
Nase: dunkle Schokolade, Holz
Nase: Torf, Rauch





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