Durness liegt an der Nordwestküste Schottlands und nachdem wir bereits die Ostküste gesehen hatten, ging es nun der Westküste entlang wieder in den Süden. Die Westküste ist, bedingt durch den Golfstrom klimatisch etwas milder, so wachsen zum Beispiel Palmen in einigen Gärten.
So fuhren wir also von von Durness los und das während der Fahrt gebotene war wirklich atemberaubend. Schroffe, karge Landschaften, welche unzählige Seen beherbergen. Alte Schlösser und natürlich viele Schafe



Unsere Reise führte uns nach Ullapool, einer Hafenstadt an der Westküste und hier fanden wir das wohl beste Bed & Breakfast der gesamten Reise. Hier gab es nicht nur freundliche Gastfamilien (wie eigentlich überall), sondern auch selbst geräucherten Lachs zum Frühstück, hausgemachte Konfitüre. Nach all diesen schottischen Frühstücken, eine mehr als willkommene Abwechslung.
Der Name dieses B&B lautet Woodlands Inn. Es ist zu beachten, dass dieses B&B erst ab Juni geöffnet hat. Ullapool selbst ist nun deutlich touristischer als bisherige Dörfer. Viel zu erzählen gibt es darüber nicht, denn besonders schön ist das Dorf an und für sich nicht. Trotzdem entschieden wir uns hier zwei Tage zu bleiben, wovon wir einen zum gepflegten Nichtstun nutzen und das Auto keinen Zentimeter bewegten.
So schön Schottland auch war, langsam hing mir dieses Essen etwas zum Hals raus. Schade, dass Gemüse hier so stiefmütterlich behandelt wird.
Wie auch immer, eigentlich wollten wir einen Ausflug zu den Sister Island unternehmen, da man dort, wenn man Glück hat Robben sehen kann. Leider spielte das Wetter überhaupt nicht mit und der Wind war zu stark, so dass der Ausflug buchstäblich ins Wasser fiel.

Nach zwei Tagen Ullapool ging es weiter Richtung Süden. Allerdings mit einem kleinen Umweg über Applecross einer kleinen Siedlung, die nur über sogenannte Single Road Tracks erreichbar war (damit hatten wir ja schon genug Erfahrung sammeln können).
Nach einer langen und tristen, verregnten Fahrt, erreichten wir Fort Williams, gemäss verschiedenen Quellen, ein sehr touristischer Ort. Fort Williams liegt sehr nahe am höchsten Berg Schottlands, dem Ben Nevis, und besitzt eine gleichnamige Destillerie. Nachdem wir eine Bleibe gefunden hatten, konnten wir uns davon überzeugen, dass Fort Williams mit Abstand der unschönste und langweiligste Ort unserer gesamten Reise war. Dafür, dass es hier anscheinend so touristisch sein sollte, war die Stadt erstaunlich ausgestorben, die Läden um 17:00 bereits alle geschlossen und die Bedienung im Pub hätte im Duden beim Wort “Desinteresse” als Beispiel genannt werden können.
Wie auch immer, wir fuhren am nächsten Tag noch kurz zum Fusse des Ben Nevis. Für eine Wanderung bei diesem Wetter waren wir leider nur ungenügend ausgesrüstet und so, ging es nach einigen Fotos, weiter Richtung Oban.
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